Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
747
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tel und des Vermögens desſelben gelangt, wurde 1807 in den Admiralitätsrath und 1809 in das Kriegsſecretariat berufen und bekleidete dieſen untergeordneten Poſten 20 Jahr lang in den Miniſterien Portland, Perceval, Caſtlereagh, Can⸗ ning, Goderich und Wellington. Mit einer augenſcheinli⸗ chen Ueberlegenheit blieb er freiwillig im zweiten Rang, ob⸗ gleich einſtimmig anerkannt wurde, daß ihm ein Miniſterpo⸗ ſten mit Sitz und Stimme im Miniſterrathe gebühre. Aber noch ohne Ehrgeiz hatte er damals weniger den Erfolg auf der Rednerbühne als den in den Salons im Auge, und daß ihm dieſer zu Theil wurde, zeigt ſich in dem BeinamenCu⸗ pido, den man ihm zu jener Zeit gab. Canning, der ſeinen Verdienſten Gerechtigkeit widerfahren ließ, rief mehr als ein⸗ mal aus, wenn er ſich von der Oppoſition angegriffen ſah: Ach, wenn ich nur meinen Dreimaſter Palmerſton auf den Feind ſtürzen könnte!

Endlich gab Lord Palmerſton in der Frage der Eman⸗ cipation der Katholiken, durch welche das ganze Land in eine leidenſchaftliche Aufregung verſetzt wurde, ſeine Gleichgültig⸗ keit auf und behandelte ſie in einer ſo erhabenen Art und mit ſo ſchlagenden Beweiſen, daß ſeinen über dieſen Gegenſtand gehaltnen Reden die Ehre des beſonderen Abdrucks zu Theil wurde. Die von ihm im Jahr 1829 gehaltne Rede wurde ganz beſonders für ein Meiſterwerk der Beredſamkeit gehal⸗ ten. In Folge einer Meinungsverſchiedenheit zwiſchen ihm und dem Herzog von Wellington, der ihn im Kriegsſecreta⸗ riate beibehalten hatte, verzichtete er 1828 auf ſein Porte⸗ feuille und nachdem er einige Zeit geſchwankt hatte, trat er in das Lager der Whigs über, für die ſich die öffentliche Mei⸗ nung erklärte.

Nachdem der Gegenſchlag der Julirevolution den Fall der Tories herbeigeführt hatte, erhielt Lord Palmerſton im November 1830 in dem Miniſterium des Earl Grey das Portefeuille des Auswärtigen, das er bis zum Jahr 1851 mehr als vierzehn Jayre verwaltete. Seit der Zeit, wo Can⸗ ning zur Macht gelangte, gehörte Lord Palmerſton zu den Mitgliedern jedes Cabinets, ausgenommen die des Sir Robert Peel und des Lord Derby. Man bemterkte ſehr bald, daß er im Foreign Office an ſeiner rechten Stelle war. Der von ſeinem Freunde, dem Lord Canning, eingeſchlagenen Politik treu, nahm er die Sache Belgiens in ſeine Hand, das damals für ſeine Unabyängigkeit kämpfte, und ohne ſich an die An⸗ ordnungen des Wiener Congreſſes zu keyren oder ſich über die feindliche Haltung der nördlichen Mächte Sorge zu ma⸗ chen, arbeitete er thätig, der belgiſchen Nationalität eine eigne freiſinnige und conſtitutionelle Regierung zu ſichern. Mit Frankreich einverſtanden, gelang es ihm während der langen Conferenzen, die in London gehalten wurden, Belgien in die

krönte ſein Werk, indem er bewirkte, daß der Prinz Leopold von Sachſen⸗Coburg⸗Gotha, der ſeit langer Zeit für freiſin⸗ nige Ideen gewonnen war, den belgiſchen Tyron beſtieg. Es iſt wahr, daß er, um dieſes Ziel zu erreichen, ſich gezwungen ſah, Polen aufzuopfern, für das ſich die öffentliche Meinung mit ſo großer Sympathie ausſprach, für das einzuſchreiten

Dann folgte die ſpaniſche und die portugieſiſche Frage. Die ganze pyrenäiſche Halbinſel, welche unter dem Scepter zwei minderjähriger Königinnen ſtand, war dem Ehrgeiz zweier Prätendenten überlaſſen, welche von den abſoluten Souveränen offen unterſtützt wurden. Lord Palmerſton er⸗ klärte ſich, trotz der Forderungen der Tories, für Donna Iſa⸗ ſabellga und Donna Maria, d. h. für den Fortſchritt und die

Folge. 747 Freiheit. Der Abſchluß eines Allianzvertrages zwiſchen Frankreich, England, Spanien und Portugal, worin jede der daran betheiligten Mächte ſich verpflichtete, die Monarchieen der Halbinſel gegen jeden innern und äußern Angriff zu ver⸗ theidigen, war hauptſächlich den Anſtrengungen des Lord Pal⸗ merſton zu verdanken. Außerdem bewirtte er, daß die engliſche Regierung die Anwerbung einiger tauſend Mann erlaubte, welche auf der Halbinſel unter dem Obriſt Evans fochten, und ein Geſchwader längs der nördlichen Küſte Spaniens kreuzen ließ, das den Befehl hatte, die Einfälle des Don Car⸗ los zu verhindern. Immer zu Gunſten des Repräſentativ⸗ Syſtems wirkend, vereitelte er durch ſeine Agenten die Um⸗ triebe der abſolutiſtiſchen Partei in Portugal, ermuthigte den Aufſtand der Liberalen, als die Königin einen Verſuch machte,

zum Abſolutismus zurückzukehren, bot endlich ſeine Vermitt⸗

lung an, und glaubte, um den von den Inſurgenten bedroh⸗ ten Thron zu erhalten, dieſen in ihrem Siegesmarſche auf Liſſabon Halt gebieten und die unterdrückte Conſtitution wie⸗ der herſtellen laſſen zu müſſen.

Im November 1834 gezwungen mit dem Premiermini⸗ ſter Lord Melbourne ſeine Entlaſſung einzureichen, gelangte er im April des folgenden Jahres mit demſelben wieder zur Macht. Sein Verfahren in der neuen Verwaltung, weit entfernt für den Frieden und die Freiheit günſtig zu ſein, war weit eher angreifend und aufregend, und den fremden Mächten gegenüber ſtolz und unbeſtändig. Während er im Namen der Menſchlichkeit die Blokade der braſilianiſchen Kuſten und die fortwährende Ueberwachung der afrikaniſchen Gewäſſer anordnete, um die vollſtandige Unterdrückung des Sclavenhandels zu erlangen, verſchloß er 1837 den gerechten Forderungen Canadas ſein Ohr, und 1840 betrieb er den ungerechten Krieg gegen China ſo thätig wie nur möglich, um der öffentlichen Meinung in England zu ſchmeicheln. In der orientaliſchen Frage aber, die er ſeit langer Zeit mit beſonderem Eifer ſtudirt hatte, entwickelte er die Eigenſchaften, die ihn als Staatsmann auszeichnen. Anſtatt wie Thiers die beſtändigen Uebergriffe Mehemet Ali's zu ermuthigen, dadurch das ottomaniſche Reich zu ſchwächen und Rußland in einer nahen Zukunft den Weg nach Conſtantinopel zu er⸗ öffnen, ſtrengte er ſich vergebeus an, Frantreich zu einem andern Verfahren zu beſtimmen, und am 15. Ju.i 1840 wurde in London von England, Oeſterreich, Rußland und der Türkei die berühmte Quadrupleallianz unterzeichnet, welche durch den Ausſchluß Frantreichs zu einem europäiſchen Kriege hätte führen können, wenn nicht Thiers, der damals ganz beſonders kriegsluſtig war, drei Monate ſpäter die Ge⸗ walt dem Herrn Guizot hatte überlaſſen muſſen. Was Lord Palmerſton anbetraf, ſo beſchleunigte er die Ereigniſſe mit ſeiner gewohnten Hitze. Mehemet Ali wurde gezwungen, ſeinen ſiegreichen Marſch zu unterbrechen, Syrien der Pforte zurückzugeben und die Suzeränetät des Sultans über Aegyp⸗ ten anzuerkennen. Seeſiege, Frankreich bei Seite geſchoben, der Einfluß Englands mehr als je im Orient geſichert, das Alles machte den Lord Palmerſton zum Idol der öffentlichen Meinung und zum eigentlichen Haupte des Miniſteriums.

Die Popularität umgab ihn noch lange im Unterhauſe, wo er im Frühjahr 1841, nachdem er auf ſein Portefeuille verzichtet hatte, mit dem Lord John Ruſſell an der Spitze der Oppoſition ſtand, und als er die von Sir Robert Peel unternommene Handelsreform unterſtützte, verſtand er die Leidenſchaften des Augenblickes geſchickt auszubeuten, um ſeine Gegner zu zwingen, mit ihm zu rechnen. Als ſeine Partei im Juli 1846 wieder zur Macht gelangte, übernahm