Jahrgang 
27-52 (1865)
Seite
541
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vierte Folge. 541

worden. die Luft auf die Erde. Das Sonnenſpectrum auf einem deren Wahrſcheinlichkeit andere Quellen Belege liefern, drän⸗ Ich kann Schirm und der durch einen Kryſtall polariſirte Strahl ſtel⸗ gen ſich dem Geiſte ſehr unmittelbar auf, beſonders im Falle armlichen len Eigenſchaften des Lichtes dar, welche, wie wir genügenden der periodiſch veränderlichen Sterne. Die Phänomene an

Grund haben zu glauben, identiſch mit denen des nämlichen und für ſich ſind(wenn auch weit bemerkenswerther, was Va⸗ Elementes ſind, das zu uns von den allerentlegenſten Ster⸗- rietät und Grade anlangt) nicht ohne Analogien in den Ver⸗ nen im Raume ausgeſtrahlt wird. Hier ergiebt ſich alſo für hältniſſen unſeres großen Central Leuchtkörpers. Die Son⸗

ch genug, cter und

nie Dame. uns ein Beweis für die Einheit der Macht, des Planes und nenflecke, wie ſich aus genaueren Beobachtungen neuerer t und ſie ſelbſt der inſtrumentalen Operation in der Schöpfung des Aſtronomen ergiebt, zeigen Veränderungen im Zuſtande der ushäͤlterin Weltalls. Dies Argument iſt ebenſo klar und zwingend, Sonne oder der ſie umgebenden leuchtenden Hülle an, fälzt) wie alle, die wir tagtäglich in dem gewöhnlichen Thun und welche erſichtlich die Menge des ausgeſtrahlten Lichtes beein⸗

Treiben des Lebens anwenden; ein Wunder iſt es nur, fluſſen und ihren Glanz mehr oder weniger verändern dürf⸗ daß wir, die ſchwachen und kurzlebigen Bewohner eines blo⸗ ten, falls man ſie aus weit entlegenen Fernen als einen Stern ßen Trabanten in dieſem Sonnenſyſteme, überhaupt zu ſolch ſähe. Wir kommen jedoch mit dem Argument nicht über eine hohen Schlüſſen gelangen ſollten, welche überall an Unend⸗ bloße Vermuthung hinaus, denn wir wiſſen bis jetzt von der lichkeit grenzen. Urſache dieſer Veränderungen bei der Sonne Nichts, und

Die Beſtrebungen der Aſtronomen haben ſich neuerdings können ebenſowenig das außerordentliche Phänomen von Pe⸗ in emſiger und verdienſtlicher Weiſe der Ausarbeitung von rioden zeitweiliger Finſterniß oder Verdunkelung(nicht zu Katalogen und Sternkarten zugewandt, worin die Sternörter verwechſeln mit Sonnenfinſterniſſen, über die wir aus ver⸗

ommenden mit hinreichender Genauigkeit feſtgeſtellt worden ſind, um ſchiedenen Zeiten und Theilen der Welt authentiſche Berichte nliche Be⸗ das Erkennen etwaiger bei denſelben vorkommender Verän⸗ beſitzen) erklären. Bei letzterer Thatſache verweilen wir de Iuſttu⸗ verungen zu ermöglichen. Die Phänomene der Eigenbe⸗ jedoch nicht, um eine Analogie zu ziehen, da es wahrſchein⸗ il vorſtel⸗ wegung und des Erſcheinens neuer Sterne oder des Ver⸗ licher iſt, daß eine Verfinſterung durch atmoſphäriſche oder in Himmel ſchwindens alter alles Sachen von größtem Intereſſe für meteorologiſche Urſachen, als durch wirkliche Veränderungen eſchwerlich die Wiſſenſchaft ſind in Folge der obigen Beſtrebungen in der Sonne ſelbſt, oder möglicherweiſe durch die vorüberge⸗ 8 200,000 in vieler Hinſicht erläutert worden. Dieſe Sternkarten haben hende Intervention von Wolken meteoriſcher Stoffe zwiſchen für ſich eine einem weiteren Zwecke gedient, nämlich zu ferneren Entde⸗ der Sonne und der Erde, während eines Theiles der jährli⸗ einnehmen ckungen planetariſcher, zu unſerm Syſteme gehörender Körper chen Umdrehung der letzteren, veranlaßt werden mag. ie Thatſache beizutragen. Wir dürfen annehmen, daß die größere Zahl Wir dürfen hier nicht vergeſſen die Thatſache anzufüh⸗ ndes Mon⸗ der zahlreichen jetzt zwiſchen Mars und Jupiter entdeckten ren, daß mehrere der klarer hervortretenden Fixſterne(Sirius würde, um Planetoiden dieſer helfenden und berichtigenden Beobach⸗ beſonders) dunkle Linien in ihren Spectren aufweiſen, welche erhältniß iſt tungsmethode zu verdanken iſt. Ein glänzendes Beiſpiel bei jedem dauernd dieſelben bleiben und denen der Sonne d ſehr un⸗ dafür gaben die Umſtände, welche die Entdeckung des Neptun genau analog ſind, wenn ſie gleich in ihrer Vertheilung davon ugenſchenn: begleiteten; dieſer Entdeckung wurde durch einen beſonderen abweichen. Es iſt dies ein Phänomen von höchſtem Inter⸗ ee dadurch Bogen der Sternkarten der Berliner Akademie vorgearbeitet, eſſe. Daſſelbe ſetzt einige der großen phyſiſchen, in unſerm und die welcher nur wenige Tage früher herauskam, ehe Galle ſein Syſteme herrſchenden Geſetze und Mächte mit denen unend⸗ vorlegen, Teleſkop richtete, um den vorher verkündeten Planeten zu lich ferner Welten in directe Verbindung. Wir dürfen uns iches Ver⸗ ſuchen. Dieſes große preußiſche Werk, in welchem die Sterne nicht anmaßen, daraus auf eine derartige Identität des Stof⸗

bis zu denen neunter Größe incluſive und viele zehnter Größe fes zu ſchließen, wie ſie die Spectrum⸗Analyſe uns in der (auf dem Theile des Himmels, welcher ſich 150 zu beiden Sonne erſchloſſen. Daß aber die Stoffe dieſer Welten in

der einer d Seiten des Aequators erſtreckt), dargeſtellt ſind, nähert ſich Gattung analog ſind, dies zu glauben, dazu berechtigt uns

ehältniſſen

düluin jetzt ſeiner Vollendung. Die Anzahl der darin aufgenom⸗ dies Forſchungsprincip völlig. 1 4 te Bruch⸗ menen Sterne wird ſich auf nicht viel weniger als 200,000 So verlockend dieſe Speculationen auch ſind, ſo müſſen den Michte belaufen. Beſſel, Harding, Argelander und Andere haben wir doch zu anderen nicht minder verlockenden Gegenſtänden de auf demſelben ungeheuern Felde gearbeitet, und ſchon hat vorwärts eilen. Der nächſte in der Reihe indeſſen näm⸗

ten 2..., 5 3 3 genauma) der Gürtel, bis zu welchem Argelander ſeine Beobachtungen lich die Doppel⸗ und die vielfachen Sterne verläßt mit

8 ruf; ausgedehnt, einen Katalog von mehr als 100,000 Sternen raſchen Schritten die Region der Speculation, um ſich in die na I ergeben. Unſer Landsmann, F. Bailey, widmete ſich in den exacte Region der Wiſſenſchaft zu begeben, und das große

Amz letzteren Jahren ſeines koſtbaren Lebens dem auf die Ver⸗ Geſetz der Gravitation ſtellt ſich, wie wir nun wiſſen, als nm

nur zeichniſſe von Lalande und Lacaille baſirtenBritish Asso- von ebenſo abſolut großer Tragweite als das Vorhandenſein he bben uf 4 ciation Catalogue; auch dasRoyal Observatory in bewegter Stoffe in jedweder Entfernung im Raume dar. ſie doch 4 Greenwich hat reichliche Beiträge für daſſelbe Gebiet der Daß man aus bloßen Lichtpunkten deren manche nur durch imwihen Aſtronomie geliefert. Den wiſſenſchaftlichen Werth dieſer das Teleſkop geſehen werden können oder ihrer ungeheueren ieſe dier Arbeiten kann man gar nicht hoch genug anſchlagen. Hätten Entfernung halber als ein einziger Stern erſcheinen, obgleich daß hee wir ebenſo vollſtändige Kataloge aus der Zeit des Hipparchus, ſie in der That aus zwei oder mehreren beſtehen die näm⸗ riift. t ſo würden wahrſcheinlich zahlreiche Thatſachen in der ſideri⸗ lichen Schlüſſe wie aus den Planeten und Trabanten unſeres er Einfa ſchen Aſtronomie uns bekannt geweſen ſein, die zu erſchlie⸗ Syſtems ziehen kann, iſt ein bewundernswürdiges Beiſpiel von gemeſſenen ßen uns jetzt vielleicht mehrere hundert Jahre koſten wird. menſchlicher Faſſungsgabe und wird Allen, die ſich nicht mit wahre Me den Methoden und Reſultaten dieſer hohen Errungenſchaften tation un Die ſo in der Kürze angeführten Thatſachen regen zu bekannt gemacht, kaum glaublich vorkommen. Die von dafür, diß einer Fülle ähnlicher Speculationen an, wie man ſie über Mayer 1778 begonnenen und ſeither von den beiden Her⸗ ſtem dreg 41¹ die neuen Sterne gemacht; ihre Erklärung iſt gegenwärtig ſchel, Struve und anderen Aſtronomen der Gegenwart ver⸗ bethlig 1 eben ſo unmöglich. Die allgemeine Schlußfolgerung eines folgten Unterſuchungen über die Doppelſterne ergeben zur temn n Rotirens um eine Achſe oder Umdrehung um einen Kern, für Zeit ein Verzeichniß von mindeſtens 6000 vielfachen Ster⸗ eines

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