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Vorwort. XI
Werkſtätte der verſchiedenen Verbrechen vergönnt ſind, wo wir ſo gern volles Licht und die Wahrheit ſähen, ſo erwäge man, daß die Fälle, wo die juridi⸗ ſche Unterſuchung zugleich eine moraliſche iſt, überall zu den Seltenheiten gehören, und auch wo zufällig der Richter als Pſycholog urtheilte, er immer nur ſeine ſubjective Wahrheit findet und wiedergibt.
Auch in dem, ſeiner Zeit ſo großes Aufſehen er⸗ regenden Falle Seidenfaden ſehen wir uns ver⸗ gebens nach Winken und Bemerkungen um, für uns von ebenſo großer Wichtigkeit, als ſie in den Acten und vor dem damals erkennenden Richter vom Ueber⸗ fluß mögen erſchienen ſein. Statt ſich um den Men⸗ ſchen Seidenfaden, und was in ihm, bei der merkwür⸗ digen Wandlung ſeiner Schickſale, ſich umgewandelt haben mag, zu kümmern, ergriffen auch die Schrift⸗ ſteller jener Zeit den Fall nur als ein Vehikel, um gegen die Unrechtmäßigkeit der Todesſtrafe im All⸗ gemeinen zu Felde zu ziehen. Was innerlich der mit Orden und Ehren geſchmückte Wachtcommandant Seidenfaden geworden, darüber fehlt uns, bei der äußerſten Genauigkeit in Angaben aller Details, auch das kleinſte Anzeichen, während wir aus der treuwahren Angabe aller äußern Lebensumſtände und Aeußerungen des Vatermörders Specht und ſeiner Schuldgenoſſen wol ſelbſt Schlüſſe auf die Seelenzuſtände deſſelben zu machen mehr berechtigt und bemittelt ſind.


