Jahrgang 
21 (1854)
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Helene Jegado oder Die Frau mit der weißen Leber. 18 2 1834 1850 51 52.

Als wir vor 12 Jahren, unſer Werk beginnend, in einem der erſten Theile die Lebensgeſchichte und die Pro⸗ ceſſe der vier Giftmiſcherinnen Brinvilliers, Urſi⸗ nus, Zwanziger und der Bremerin Geſche Gott⸗ fried zuſammenſtellten, als abnormale Erſcheinungen aus der Vergangenheit, die ſchwerlich ſich wiederholen dürf⸗ ten, ahnten wir nicht, daß ſchon damals im weſtlichen Frankreich ein verwandtes weibliches Ungeheuer im Stillen aufwuchs, ihnen nacheifernd, ohne von ihrem Daſein zu wiſſen, und daß, wie unſer Werk, ſie in ihren dämoni⸗ ſchen Thaten fortſchritt, um nach 12 Jahren uns das Schauerbild einer ſo vollendeten Giftmiſcherin zu liefern, daß die ihrer Vorgängerinnen dagegen verblaſſen. Was ſind die zahlloſen Unthaten jener Zwanziger und Geſche Gottfried quantitativ im Verhältniß zu den ungezählten Giftmorden einer Helene Jegado, und wenn ſie quali⸗ tativ dem pſychologiſchen Intereſſe nachſtehen, welches jede der vorhin genannten Weiber für jetzt und alle Zei⸗ ten in Anſpruch nimmt, ſo liegt das nicht an der Ver⸗ XNlI. 1