Jahrgang 
21 (1854)
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Porwort. VII

Geſellſchaftsdame und große Verbrecherin nur zu einer pikanten kleinen Suͤnderin zu verſchrumpfen ſcheint. Die Frage, ob die Verbrecherluſt und Kraft in den Generationen zunimmt, laſſen wir um ſo mehr auf ſich beruhen, als der Parteifanatismus dies nicht zu entſcheidende Problem ſo gern als Waffe fuͤr ſeine anderweitigen Zwecke ergreift.

Eine praktiſche Ruͤckſicht ſchien es uns außer⸗ dem zur Pflicht zu machen, dieſe neueſten Gift⸗ morde bald zeitig und als eine neue Parallele vor⸗ zufuͤhren. Sie fallen immer in eine Cholerazeit, die Todesfälle gelten als durch die furchtbare Krank⸗ heit hervorgebracht, und die Angeklagten wußten es zu ihrer Vertheidigung zu nuͤtzen, oder hatten gar die Zeit erwählt, um unter dem Deckmantel einer graͤßlichen Krankheit, welche dieſelben Symptome wie die Arſenikvergiftung hervorbringt, dieſe zu wagen. Wir ſollten uns ſcheuen, die Arzte auf dieſe darin uͤbereinſtimmenden Fäͤlle hinzuweiſen, denn wer wollte auf die Moͤglichkeit hindeuten, daß ſie ſich wieder und abermals wiederholen koͤnnten!

Fuͤr den Fall Jegado fanden wir nur in den freilich ausfuͤhrlichen, aber in anderer Beziehung nicht genuͤgenden Nittheilungen derGazette des Tribunaux allein eine Quelle; die fuͤr den Fall Hartung ſind in der Geſchichtserzaͤhlung ſelbſt an⸗ gegeben. Der Tod der Kaufmannsfrau Be⸗