Jahrgang 
22 (1854)
Einzelbild herunterladen

ß alſo

Dom⸗ lichen ſtahls ti, n an⸗

olgten Ungel⸗ ſtung gmit mit aben. wore⸗ gende des ſſelbe eſelbe der orbe⸗ orbe⸗ eitete ung wid⸗ An⸗ ſei, Ein⸗ ver⸗

be⸗ An⸗

Friseur Dombrowsky. 11

klage verleſen ward, lief ſein Auge unſtät über die Bänke der Geſchworenen, als wolle er herausleſen, welchen Ein⸗ druck das Actenſtück auf ſeine Richter mache.

Es folgte nun die Vernehmung über ſeine perſön lichen Verhältniſſe:

Ernſt Eduard Dombrowsky war im Jabre 1812 in Dresden geboren, ſein Vater war Lakai am ſächſi⸗ ſchen Hofe, nach andern Mittheilungen Ofenheizer im Schloß. Nach proteſtantiſchem Ritus getauft, war er bis zum 14. Jahre in die Schule gegangen. Nach dem Grundſatze ſeines Vaters, daß man eine Kunſt ſchon früh erlernen müſſe, erlernte er ſchon im 10. Jahre die künſtliche Haarflechterei,und dadurch ward es möglich, daß ich ſchon vom 10. Jahre an die hohe Schule be⸗ ſuchen konnte.(²) Dann in die Lehre bei einem Fri⸗ ſeur in Dresden gegeben, blieb er daſelbſt nur ein halbes Jahr, erſtens, weil er ſich der Haushälterin deſſelben nicht unterordnen wollte, und dann, weil ſein Meiſter (Springer) von ihm, dem Lehrling, das künſtliche Haar⸗ flechten ablernen wollte, was er, Dombrowsky, nicht wollte. Beim Hoffriſeur Bodenſtein, wo er vier Jahr blieb, ward er Geſelle und kam dann auf der Wander⸗ ſchaft von München nach Nürnberg wieder nach Dresden, und endlich nach Berlin. Hier conditionirte er zwar 1 ½ Jahr, konnte ſich jedoch, meinte er, bei den zwei ver⸗ ſchiedenen Meiſtern(Guſtav Lohſe und Schulz) nicht weiter ausbilden, da dieſelben nicht beſonders ge⸗ ſchickt geweſen.

Der Präſident erinnerte ihn, daß er andere Nach richten darüber in Händen habe, ſowol aus Dresden als aus Berlin, wonach er in Berlin ſeinem Herrn einen Theil des von ihm aufgenommenen Honorars für eine friſirte Braut vorenthalten, darauf mit acht Tagen