Friseur Dombrowsky. 1853.
In Wolfenbüttel ſtarb am 16. April 1853 die Ehefrau des Friſeur Dombrowsky, nachdem ſie einige Tage an einem heftigen Brechdurchfall gelitten.
Es entſtand ſehr bald unter Nachbarn und Bekann⸗ ten ein dunkles Gerücht, welches ſich lauter und lauter ausſprach, daß es mit ihrem Tode nicht richtig ſei.
Die Ehe zwiſchen Dombrowsky und ſeiner Frau war keine glückliche geweſen. Daran dachte man zuerſt. Dann entſann man ſich anderer Umſtände, welche dem Ver⸗
dacht gegen den Ehemann raſch immer mehr Nahrung gaben.
Dombrowsky hatte ſich erſt vor kaum 10 Jahren, nachdem es ihm in der Hauptſtadt Braunſchweig nicht gelungen und er ſich anderwärts eine Weile umher⸗
getrieben, in Wolfenbüttel angeſiedelt und noch ſpäter das Meiſterrecht daſelbſt gewonnen. Er hatte ſich verhei⸗ rathet, aber die erſte Frau nach ſechs Jahren an der Cholera verloren. Die zweite Frau, welche er bald darauf, wie er angegeben, zur Pflege und Erziehung ſeiner Kinder geheirathet, war weder ſchön, noch liebens⸗ würdig, noch, wie er ſelbſt mehrmals ausgeſprochen,„ge⸗ XXll. 1
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