Zeitschriftenband 
20 (1853)
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Franz Schall. 481

vom Block, ſein Blick beſchäftigte ſich nur einen Mo ment mit der verſammelten Menge, dann richtete er ihn nach den Wolken. Im nächſten hatte er ſeinen Paletot von den Schultern geriſſen, raſch auch ſein Hemde, ohne daß ſich Jemand ihm näherte; ebenſo ſchnell gürtete er es mit den herabfallenden Aermeln um den Leib damit es nicht ganz herabſinke, preßte die Hände gefaltet auf der Bruſt und ſank auf die Knie. Er fühlte nicht den Schnee, der auf den entblößten Oberleib in dicken Flocken fiel, während doch die Hände krampfhaft gegen die Bruſt ſchlugen. Der Hauch der Kerkerluft hatte ſein krankes Grau auf den muskulöſen Körper gedrückt, ſein Haupt⸗ haar und ſein Bart waren noch braun. Ebenſo raſch, es brauchte keiner Mahnung, war er aufgeſprungen und hatte ſich den Henkersknechten überliefert, die ihn mit Taſchenſpielerſchnelle auf den Block legten und befeſtig⸗ ten. Im Augenblick, wo man noch nicht wußte, daß ſie ihre Arbeit vollendet, zuckte das Beil des Scharfrichters. Ein Ziſchen durch die Luft und der Körper ſank hinten zurück, während der Kopf noch im Block gepreßt ſaß, um erſt durch einen vermittelnden Druck hinabzuſinken. Al⸗ les das Werk weniger Augenblicke. Die anweſenden Medi⸗ ciner bemerkten nichts von den galvaniſchen Zuckungen, die man an geköpften Perſonen wahrgenommen hat, ſein Geſicht trug einen Schmerzensausdruck, aber keinen krampfhafter Verzerrung. Die Blutmaſſe, die in den hingeſtreuten Sand und Schnee ſich verlor, war nicht ſo groß, als man angibt. Sträflinge waren mit einem Sargkaſten ſofort zu Hand, worin Rumpf und Kör⸗ per gethan und nach dem Gefängnißkirchhof innerhalb der Mauern getragen ward. Vom Augenblicke an, wo der Delinquent aus der Thür trat, bis zu dem, wo ſeine Leiche in die Erde verſenkt ward, waren nicht mehr als XX. 21