Zeitschriftenband 
20 (1853)
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vorwort. N

Wirkungen noch furchtbarerer Thaten antrieb, wo uns indeß in der gedrängten Darſtellung, in der wir ihn erhielten, der pſychologiſche Schlüſſel fehlt. Als Schlußſtück bringen wir den ſeit Jahren in den Zeitungen ſo viel beſprochenen Fall des Raubmörders Schall. Vielen dünkte er das Erb⸗ ſtück der Märzrevolution. Wäre dem ſo, was wir beſtreiten, wäre es nur eines unter vielen. Doch iſt er unter der großen Zahl jüngſter Criminal⸗ fälle, die unſerm Pitaval immer neuen Stoff zu⸗ tragen, an ſpannenden Verwickelungen, Epiſoden und pſychologiſchem Intereſſe der ungleich reichſte und intereſſanteſte, und ward, bis zu ſeiner end⸗ lichen, ſo lange hinausgeſchobenen Enthüllung, nicht ganz mit Unrecht dem eben ſo zweifelhaften Fonk' ſchen Prozeſſe verglichen. Glücklicherweiſe löſte ihn ein Bekenntniß, welches den Spruch der Jury und die Anſicht des öffentlichen Anklägers über allen Zweifel rechtfertigt. Wohl waren uns Blicke in die Acten vergönnt, aber auch die Acten enthalten und können nicht Alles enthalten, was beim öffent⸗ lichen Verfahren der Blick des unbefangenen Beob⸗ achters auffaßt. Genügt aber da ein Beobachter? Wir mußten uns in vielen Punkten auf den Bericht der Berichterſtatter für die öffentlichen Blätter ver⸗

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