Zeitschriftenband 
19 (1852)
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8 Gräfin Somerset und ihr Gatte.

mitgewirkt in Jakob den Groll gegen Overbury zu ent⸗ flammen, ſie endlich hatte Elways zu den Handlungen beſtimmt, die weiter unten folgen.

Jetzt galt es ihre Verheirathung zu beſchleunigen. Der König ward für ihren Plan gewonnen. Hume ſagt: Er vergaß die Würde ſeiner Stellung, ſeine Freund⸗ ſchaft für die Familie Eſſex und arbeitete mit allem Eifer für die Pläne ſeines Günſtlings. Eſſer ſelbſt machte keine Schwierigkeiten, er war froh, eines Weibes ledig zu werden, das ſich ſo gegen ihn benommen, und ſtimmte willig in die Mittel, um die Scheidung in einer Art zu bewerkſtelligen, die man von beiden Seiten eine chren⸗ werthe nannte! Der Klagegrund der Gräfin lautete: Eſſer ſei unfähig, die ehelichen Pflichten zu erfüllen. Er räumte ein, daß in Bezug auf die Gräfin er allerdings einer ſolchen Unfähigkeit ſich bewußt ſei, obgleich er gegen alle andern Weiber dieſer Fähigkeit ſich vollkommen bewußt wäre! Eine Unterſuchung durch Matronen fand ſtatt. Man behauptete, eine unberührte Jungfrau, der man das Coſtum der Gräfin angezogen, ſei erkauft und ſtatt der Lady unterſucht worden. Alles ward gefunden, wie man angegeben, wo Niemand widerſprach, ein Miniſter und ein König half. Zum Ueberfluß ward noch eine Bezau⸗ berung durch Hexenkraft atteſtirt das Steckenpferd des Königs, womit er alle rationaliſtiſchen Zweifel löſte, und die Ehe ward aus ſo gewichtigen Gründen für null und nichtig erklärt.

Um die Komödie zu krönen, ernannte Jakob ſeinen Miniſter zum Earl of Somerſet. Es geſchah, damit Lady Eſſex durch ihre neue Verheirathung nichts

an Rang verliere. So väterlich ſorgte König Jakob für das Wohl ſeiner geliebten Unterthanen.

Trotz dieſes glücklichen Erfolges, ſagt der Hiſtoriker,

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