Jahrgang 
18 (1852)
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Die Pulververschwörung. 3

von Northumberland das feudaliſtiſche Rebellenblut der Percy regte ſich noch in ſpäten Generationen John Grant, Ambroſius Rookwood, Chriſtopher Wright, Francis Tresham, den viel beſprochenen Guy Fawkes und andere, ſämmtlich katholiſche Edel⸗ leute. Später geſellte ſich noch zu ihnen Sir Everard Digby.

Ein Comiti von Fünfen ward erwählt, um ſich über die zweckdienlichſten Mittel zu berathen, wie die gefähr⸗ dete katholiſche Religion in England wieder zur Geltung und zur Herrſchaft zu bringen ſei.

Thomas Percy, in dem das heißeſte Blut kochte, ſtimmte für den Tod des Königs. Er machte ſich ſelbſt anheiſchig, ihn umzubringen. Es war nichts Unerhörtes darin; wenige Jahre vorher war der König von Frank⸗ reich, Heinrich MI., durch einen gedungenen Meuchel⸗ mörder erſtochen worden, und Paris, der höchſte Adel des Reiches, und dieſes halbe Reich ſelbſt, hatten darüber gejubelt, die That als eine Miſſion Gottes verherrlicht. Und dieſer ermordete König war nicht einmal ſelbſt ein Ketzer geweſen; ſein Fehler war nur, daß er zu lau gegen die Proteſtanten verfuhr. Fünf Jahre ſpäter ſollte aber wieder ein König von Frankreich, weil er einſt ein Proteſtant geweſen, durch den Dolch eines Jeſuitenzög⸗ lings fallen.

Catesby hielt den vereinzelten Mauuchelmord des Kö⸗ nigs nicht für ausreichend zu ſeinem Zwecke. Es blieben alsdann doch die königlichen Kinder am Leben, auch der hohe Adel und alle die Notabilitäten, welche am Proteſtan⸗ tismus nicht minder feſt hielten.

Sein Gedanke war es, durch einen Schlag den ganzen Parlamentsſaal mit dem Könige, den Miniſtern, dem

hohen Adel und allen Parlamentsgliedern im Augenblick, 1*