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t Eine Stimme aus dem Zuchthause. 467 uen jeden durch denſelbigen Muſter.— In der Beſchreibung müſten nun auch etein, ſe rührende Sprüche, Lieder⸗Verſen und Gebete vorkommen. Deſ⸗ des Gt⸗ gleichen Hinweiſungen auf Geſanbuch, R— Buch, Predigten u. ſ. w. ſuch eiße Wöchentlich oder wie die Zeit es zuließe, müſte der Geiſtliche ihm der Gefunner in ſeiner Zelle erſuchen, und ihm prüfen, wie weit es mit ihm it piueni gekommen wäre. Wöchentlich müſte der Geiſtliche einmal oder ziß ven ſi zweimal im Coridor Predigt halten, Wo jeglicher Gefangner inner⸗ n der Rerſc halb ſeiner Zelle die Predigt mit anhören müſte. Dazu wären
die Schallöcher über den Thüren u. ſ. w. Die Beobachts⸗Gläſer wären dazu, daß der Gefangne keinen Augenblick in der Zelle ſicher wäre und ſtets glauben müſte, er werde beobachtet. Er⸗ klärung über die Einſamkeit.—— Es iſt einem jede Men⸗ ſchen wohl bewuſt, daß der Menſch einen denkenden Geiſt einmal für allemal beſitzt, ſo muß der Menſch nun auch ein für allemal
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von den t werden, ſt die Haupt⸗ ch on Veltliche, en mit
Rin wil gen vortwärent über etwas nachdenken. Will man nun dieſen nach⸗ Gottes— denkenden und forſchenden Geiſter völlig zum Chriſten bilden und alirti init zum Bilde Gottes wieder erneuern, ſo muß man ihm auch treu s verſheuchen und liebevol warten und flegen. Daß warten iſt: ſtille, Liebe ſ wie i jitt und Wachſamkeit im Gefängniß. Daß flegen iſt: Ihm mit ſo lch eine Lule viel Bücher und lehrreiche Dinge zu belaſtigen, als er oder ſie t oder die Velt ertragen kann. So lange er, oder ſie, Menſch iſt, iſt auch Leben Grfungent un und Liebe im Menſchen. Und ſo lange das iſt, iſt auch ein jeder rch das Fenſter Menſch zu retten. Reitze, vernichten und zerſtören den wachs⸗ m ein Ende thum des bekerten Menſchen und Sehnſucht raubt Alles, was erben ſpricht der Chriſten Menſch ſchon einmal in ſich aufgebaut hat. Davon ibt nathirlich will ich einige Beiſpiele anführen. Wenn in einem Gefängniß weder Gott ſich verſchiedene Zellen befinden, Einſame, ſo wie zu 6 oder 10, je zben konn, nachdem die Zellen ſein, So ſchmeichelt ſich der Einſame mit der ine leben⸗ Hoffnung bald unter Mehrere zu kommen, durch das Schmeicheln odet Er⸗ fäſt er keinen waren Grund zu Glauben, ſein Auge und Ohr, iſt
Alge ja nur auf die Zukunft hingerichtet—— So iſt es mit der Kirche. ſein Auge und ſein Ohr hört und ſieht ja nur eine kleine Veränderung von ſeiner Einſamkeit. Denn er freuet ſich ja ſchon die ganze Woche auf den Sonntag, nicht wegen die Predigt hal⸗ ber, ſondern wegen der kleine Veränderung halber. Er ſieht ja in der Kirche ſeine Colegen, Aufſeher in ſchönen Kleider, Frauen und Mädchen Kinder u. ſ. w. Darüber hat er ja die ganze Woche nachzudenken, und ſich damit zu beſchäftigen.——— Iſt nun ſolch ein Menſch neu gebohren und im Geiſte veredelt,
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