Zeitschriftenband 
17 (1851)
Einzelbild herunterladen

Welt no

m. Wenm te, die er dammend, nine Her⸗ e Mann ldert hat. e, ob Sie ſt ausge⸗ 2. zum n

eweſer ft ghan⸗ die That 30 vel

Lann für nſte Ver That vor⸗ WVuſih⸗ g plarir ji es iht ahnſinn Ver⸗

ken hatet ſtrl dun⸗ genbein len; d friſt der Her n md

rinal

p

Bomal. 459

ein Wahnſinn, ob als himmliſche Erleuchtung, ob als der Wink einer rieſigen Schattenhand aus der Tiefe. Beide rufen: ſo mußt Du! und der ſich ſelbſt verloren gab, gehorcht. Auch iſt nicht alles Heuchelei, was ſo erſcheint. Brutus hätte weinen können, als er den Stahl in Cäſar's Bruſt drückte, Lady Macheth konnte vor Ent⸗ ſetzen ſchreien, und überwältigt von der That, die ſie ver⸗ übt, in Ohnmacht ſinken, und dieſer Bomal mag ſich nicht ins Bett zu ſeiner Frau gelegt haben, um ſie zu täuſchen, und dann bequemer den Todesſtoß ihr beizubrin⸗ gen, es mag vielmehr ein Wahnſinn um ſeine Stirn ge⸗ ſpielt haben, entweder als Selbſtironie, oder als eine letzte Gefühlsregung, aber ein Wahnſinn, der nimmer⸗ mehr die Strafe ausſchließt. Es gibt einen Wahnſinn, für den der Menſch ſtrafbar bleibt, weil er die Mittel hatte, ihm zu begegnen, und ihn doch aufkommen ließ. Bomal's Wahnſinn kann aber kaum zu dieſer Kategorie zählen.

Der zweite Vertheidiger, Boucquiau, begnügte ſich, das moraliſche Mitgefühl der Geſchworenen anzurufen: Mag Bomal nur von ſchuldbaren Ideen geleitet geweſen ſein, oder hat eine augenblickliche Verirrung die Stimme des Blutes in ihm erſtickt, heute, wo die Vernunft wie⸗ der vollkommen Herr ſeiner geworden, empfindet er das Bedürfniß, Sie um Gnade zu bitten, die Sie ihm auch dann gewähren, wenn Sie ihn vielleicht verdammen. Ob Sie nun, ſein Leben retten wollend, ihn aus dem Schooß der bürgerlichen Geſellſchaft ausſchließen, oder ob eine ſchrecklichere Sühne unvermeidbar iſt, er wird mit Ruhe dem Moment ins Auge ſehen, der einer Agonie ein Ende macht, die ſo lange ihn martert.

Bomal haben Sie noch etwas zu Ihrer Verthei⸗ digung zu ſagen?

Nichts, Herr Präſident.