Zeitschriftenband 
17 (1851)
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14 Louis NHapoleon Bonaparte.

etwas weit Schlimmeres. Das Gerücht verbreitete ſich über London, oder ward verbreitet, daß dies Unterneh⸗ men gar nicht ſein eigenes, daß er nur die Dupe eines Andern, und weſſen? eines Stockjobbers geweſen! Man nannte einen durch ſeine gefährlichen Börſenopera⸗ tionen jener Zeit berüchtigten genueſiſchen Juden, Rapallo oder Repallo. Um eine große auf das Sinken der Ef⸗ fecten gerichtete Speculation zu begünſtigen, habe dieſer ſchlaue Mann es verſtanden, den eingeſchlafenen Ehrgeiz des jungen Prinzen aufzuſtacheln. Er habe mit einer geheimen Compagnie ihm die Gelder vorgeſchoſſen, das Unternehmen geleitet, um, wenn es glückte, vielleicht dauernde, wenn es nicht glückte, durch den Börſenſchrecken, den es verurſachen mußte, ſichere Vortheile auf Zeit zu gewinnen. Es verunglückte zu ſchnell, und man ſagte, daß die ehrenwerthe Compagnie von der Londoner Börſe ſo ſchnell verſchwunden ſei als Louis Napoleon vom neuen Theater ſeiner Thatenluſt; man kann nicht ſagen, auch mit Verluſt von Ehre und Namen, denn es ſei da nichts zu verlieren geweſen. Das Gerücht iſt ſo gi⸗ gantiſch boshaft, daß man dahin neigt, es für ein Par⸗ teimanoenvre zu halten, um dem Namen des Helden von Strasburg und Boulogne den letzten Todesſtoß zu ge⸗ ben. Auch verſtummte es ſpäter. Wäre es begründet geweſen, würde es bei der jüngſten Präſidentenwahl nicht an Solchen gefehlt haben, die es wieder gegen Napoleon in die Wagſchale geworfen hätten. Des Prinzen angeb⸗ licher Reichthum iſt, wie die letzten Ereigniſſe bezeugen, nichts weniger als dem ausgeſprengten Gerüchte gleich, möglich, daß er, ſchon damals in Geldverlegenheiten, ſich mit Börſenjobbern verbinden müſſen, um die zweite Expedition möglich zu machen.

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