Zeitschriftenband 
17 (1851)
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Vorwort.

Das Hauptſtück dieſes Bandes, der Proceß Görlitz, rührt von einer andern Feder her. Wir verdanken die Darſtellung dieſes außerordentlichen Falles einem bewährten Juriſten, welcher in wiſſenſchaftlichem Intereſſe als Augen⸗ und Ohrenzeuge dem Ver⸗ fahren von Anfang bis Ende beigewohnt, und aus Privatkenntniß der Verhältniſſe verſchiedene Züge mittheilt, die nicht zur allgemeinen Kenntniß ge⸗ kommen ſind. Ueber den Raum, den wir dem Proceſſe gegeben haben, wird Niemand unter un⸗ ſern Leſern, der ſeine Bedeutung erwägt, uns zür⸗ nen. Abgeſehen von dem myſteriöſen, dramatiſchen und pſychologiſchen Intereſſe des Falles ſelbſt, iſt es der erſte größere Criminalproceß mit Oeffent⸗ lichkeit und Geſchworenen, durch welchen das Schwurgericht einen entſcheidenden Sieg in Deutſch⸗ land erfochten hat. Erinnere man ſich der Ge⸗ rüchte, welche den Gatten der gemordeten Gräfin als Thäter bezeichneten. Trotz allen Wiederlegun⸗ gen wurzelten ſie tief im Glauben des Volkes;