Lord Lovat und die Rebellen von Culloden. 13 licher der hohen Kirche war bei Lord Balmerino. Als ſie ſpäter nach dem Schaffot gingen, fragte einer der Zuſchauer: Welcher iſt denn Lord Balmerino. Dieſer wandte ſich freundlich zu ihm:„Ich bin Lord Balme⸗ rino, meine Herren, Ihnen zu dienen.“
Als Beiden erlaubt war ſich zu— fragte Bal⸗ merino den Lord Kilmarnock, ob ihm davon bekannt ſei, daß vor der Schlacht von Culloden der Befehl ertheilt worden, keinem Gefangenen Pardon zu geben? Als die⸗ ſer es verneinte, ſagte Balmerino: Alſo auch nur eine ihrer Erfindungen, um ihr Verfahren gegen uns zu recht⸗ fertigen.
Nach dem letzten Gebete mit Dr. Foſter und ſeinen Freunden, trank Kilmarnock ein Glas Wein und aß einen Zwieback. Dann wandte er ſich an die Sheriffs und bat ſie, ob die Execution nicht at rino vollſtreckt werden könne gin ſein Name zuerſt auf der Liſte Abſchied von ſeinen Freunden, er erklärte er wolle nicht Volke ſprechen, und bekrat, an Dr. Foſter's Seite das Schaffot. Beim Anblick des Sarges, Blockes und Beils— er ſich plötzlich zu ſeinem Freunde um und rief:„O das iſt ſchrecklich!“ Riederkniend, ſchien er inbrünſtig zu beten. Dies, und ſeine ganze Haltung verwirrte dermaßen den Scharfricht er, daß ihn eine Ohn⸗ macht überkam. Man gab ihm ein Glas Wein, um ihn wieder zu ſich zu bringen.
Die Freunde des Lords halfen ihm, ſeine Kleidung in Ordnung zu bringen. Es koſtete viel Zeit ehe man ſein langes Haar in die Nachtmütze befeſtigte. Der Un⸗ glückliche ſchien während deſſen von tauſend Aengſten geplagt. Der moraliſche Schreck wirkte auf ſeinen Kör ver, der an krampfhaften Zuckungen litt. Als er vor


