Zeitschriftenband 
15 (1850)
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Vorwort. XXXI

wiſchten, aus denen der Pſycholog, und der Rich⸗ ter auch das beſte Urtheil ſchöpft. Läßt ſich doch nicht einmal Alles niederſchreiben, auch nicht vom gewiſſenhafteſten Beobachter, was beim mündlichen Verfahren ein Geſchworener, ein Richter ſieht, und innerlich wird der Zug um die Muskeln, das Lä⸗ cheln, der erſchrockene Blick zum Indicium, zum fehlenden Gliede in der Beweiskette für ihn. Es iſt nur damit geſagt, daß es jetzt anders iſt, als es war, und daß man auch an unſere Behand⸗ lung der neuern Fälle einen andern Maßſtab der Beurtheilung anlegen muß, als in Wiedergabe der nach älterem Verfahren inſtruirten und abgeurtheil⸗ ten. Es mag ſein, daß die wichtigeren, wo An⸗ kläger, Richter, Vertheidiger, Geſchworene und das Publicum eine ganz beſondere Aufmerkſamkeit an⸗ wenden, wo die Zeugen einer Controle der Oeffent⸗ lichkeit unterliegen, wie nie zuvor, auch jetzt er⸗ ſchöpfender behandelt, wogegen die minder wichtigen möglicherweiſe leichter abgethan werden, was ſchon bei der Anhäufung der Fälle ſich als nothwendiges Uebel von ſelbſt macht; aber wo wir dieſe neuern wichtigern Prozeſſe wiedergeben, handeln wir nur dann getreu, wenn wir das Bild, wie es uns ge⸗

geben iſt, abzeichnen, natürlich cum grano salis.

nicht aber, wozu die Verſuchung oft nahe liegt, es in die alte Manier übertragen. Dieſe Geſchichts⸗ erzählung, die Aburtheilung mit den ſyſtematiſch

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