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Die Herzogin von Choiseul-Praslin. 457 Dingen, die ich ſelbſt tadeln muß.— Ich bin verbittert und abſcheulich aus denſelben Gründen, die Dich neulich lachen und ſingen machten, als Du mich weinen ſaheſt. und unglücklicherweiſe erſchwere ich täglich ſelbſt meine Leiden, und ſie ſind doch gewiß mehr in der Form als im Weſen.“
Was iſt in den Zwiſchenjahren bis 1846 vorgegan⸗ gen? Die Deluzy iſt in Turin zum Beſuch bei der älte⸗ ſten, verheiratheten Tochter der Herzogin, und hat einen Brief mit Nachrichten an letztere geſchrieben. Fanny beantwortet ihn aus Schloß Praslin am 25. Auguſt 1846:„Keinen Augenblick darf ich zögern, Ihnen, Ma⸗ demviſelle, für Ihren liebenswürdigen Brief zu danken, der mir lebhaftes Vergnügen gemacht hat und den ich, weit davon entfernt lang zu finden, lieber noch ein Mal ſo lang gehabt hätte.“ Selbſt in der liebenswürdigſten Laune erzählt ſie ihr, in welcher Art der Poſtfactor ihr den Brief in eigener Perſon aus der Stadt gebracht, weil er den Stempel Turin darauf geſehen. Es ſei doch gut, wenn man überall Freunde habe, und doppelt angenehm ſei ihr nach langer Angſt der Brief geweſen. All is well that ends well! ſcherzt ſie, ohne an ihr Ende zu denken, auch ohne der Leiden, Zwiſte zwiſchen ihr und der Brief⸗ ſtellerin zu erwähnen. Sie erzählt, plaudert, liebens⸗ würdig, leicht und fordert die Deluzy auf, ja bald wie⸗ der zu ſchreiben. Eine einzige Stelle athmet die alte Bitterkeit:„Sie ſagen, daß Louiſe und Bertha häufig mit Iſabellen von mir ſprechen. Das ſchreiben Sie wol nur, um mir Vergnügen zu machen; dann aber iſt es Ihnen gelungen. Ich habe vor Freude geweint.“
So hat alſo eine Ausſöhnung ſtattgefunden mit der
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