Cartouche. 4⁴⁵ n St uen, von denen man es am wenigſten wartet, wäs* ufgerk⸗ 2 und den Schreckenein Paris aüf das Höchſte Ln— Diener, angeſthene Diener aus dem Gefolge vb ihn der Mademvoiſelle de Monpenſier, die eben nach Spanien reundan, abreiſte; zwei waren Kammerdiener der Herzogin von Ventadour, der Gouvernante der Königin! nerklän, Er nannte auch die Wohnungen ſeiner Maitreſſen, Ich habe von denen augenblicklich drei herbeigeholt wurden. Die us zu be⸗ eine, ein großes, wohlgebildetes Mädchen mit beſcheide⸗ ich gewe⸗ ner Miene, nannte er ſeine soeur gise. Von meh⸗ en, im ren Kindern, die er mit ihr gehh eſie indeß Bekennt⸗ eines getödtet. Er gab Beweife dafder ch werde an, und ihre Verurtheilung konnte keinen. chte, als liegen. Die zweite, die er ſeine regierende Sultanin Ihr mir nannte, ein üppiges Weib, trat k prächti⸗ rien. gen Kleidern. Ihr konnte er kein Verbreche orwerfen. überſetzt Man begnügte ſich ſie zu ſcheeren und auf 10 Jahr in Ulh ſo: La Force einzuſperren. Die Dritte, eines der berühm⸗
ten Fiſchweiber der Halle, bekannte er am meiſten geliebt zu habenz dennoch bezüchtigte er ſie, eine ſeiner Haupt⸗ hehlerinnen geweſen zu ſein. Sie ward ins Chatelet
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gebracht. Nacht, Zugleich gab er aufs Gewiſſenhafteſte alle Orte an, b wo er den Reſt ſeiner Schätze verborgen. Sie wurden,
wie er angegeben, gefunden. Man hatte mit Aufzeich⸗
hane nung ſeiner Ausſagen die ganze Nacht hindurch und einen Theil des nächſten Morgens zu thun, und die Ge— 5* richtsperſonen mußten oſt wechſeln beim Niederſchreiben,
was uns nicht Wunder nimmt, wohl aber, wie der ver⸗ „zilt⸗ urtheilte Cartouche, der ſchon unter dem Galgen geſtan⸗ nic den, die Kraft behielt durch ſo lange Zeit zu deponiren, ſton ſich befragen zu laſſen und ſeine herbeigeführten Mitſchul— 40 3 digen zu recognosciren.
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