Zeitschriftenband 
13 (1848)
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Der Leuenmord in Luzern. 1845.

Die Bürger von Untereberſol eine Gemeinde in Lu⸗ zern auf der Landſtraße von da nach Aarau, die zu dem Bezirksorte Hochdorf gehört werden uns als Män⸗ ner von alter Einfachheit der Sitten geſchildert. Im Leben und in den Gewohnheiten derſelben zeige ſich, ge⸗ genüber dem Leben und Treiben in den bevölkerten Ge⸗ genden der Schweiz, ein merkwürdiger Contraſt. Wohl⸗ habend faſt alle, ſcheinen die Eberſoler kaum die gewöhn⸗ lichen Gefahren, wenigſtens nicht die Vorſicht zu kennen, die man in civiliſirten Gegenden ihnen entgegenſetzt. So ſei im ganzen Dorfe, das aus zerſtreuten Gehöften beſteht, bis vor kurzem kein Hofhund gehalten worden.

Ein Mann, welcher die patriarchaliſchen Tugenden der Väter in vollkommenſter Ausprägung in ſich vereinte, war Jo ph Leu. Im Beſitze eines anſehnlichen Ver⸗ mögens, deſſen Zinſen ſchon mehr als ausgereicht hät⸗ ten, ihm alle Annehmlichkeiten und Genüſſe des gebilde⸗ ten Lebens zu verſchaffen, war und wollte er nicht mehr

ſein, als ein thätiger Landmann, in ſeinem ererbten

Bauernhauſe. Auch ſpäter zu den höheren Staatsäm⸗ tern berufen, blieb er in Kleidung, Speiſe und Trank XIII. 1

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