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ſetzter,„und laſſen die Leute eben ſchwatzen was ſie wollen. Wenn wir im Oſtindiſchen Archipel herum ſchwimmen, kann es uns ganz entſetzlich gleichgültig ſein, ob die Tinten⸗ klexer daheim die Naſen rümpfen oder nicht. Die ver⸗
nünftigen Leute aber werden nicht wieder ſagen wie da⸗ k
mals—„der Capitain war ein Eſel“— ſondern ſie werden meinen:„diesmal hat er es nicht ſo dumm ange⸗ fangen, wie das erſte Mal.“ Uebrigens brauchen die Leute gerade nicht mehr von den gelben Stangen da zu wiſſen, als wir ihnen eben ſagen wollen. Was hat die Dſchunke ſonſt noch für Ladung ein?“
„Soviel ich bis jetzt geſehen habe, Thee“ ſagte der Steuermann,„vielleicht auch noch irgendwo ein paar Kiſten Opium weggeſtaut“—
„Na ja; dann iſt Alles in Ordnung“ ſchmunzelte der Cgapitain,„die Briſe wird immer ſchwächer, je höher die V Sonne ſteigt, und wir können das Wrack bequem langſeit
nehmen. Während dann die Ladung übergehoben wird, bringen wir auch die Barren für uns in Sicherheit, und wenn jemand Anderes etwas davon erfährt, ſind wir eben nur ſelber ſchuld daran.“
„Und die ganzen Barren ſollen wir für uns behalten, Captein?“ frug der Steuermann, der ſolchen Reichthum noch gar nicht faſſen und begreifen konnte.
„Die Rheder machen genug Verdienſt an der übrigen Ladung“ meinte ſein Vorgeſetzter trocken.
„Und ſind keine Schiffspapiere da?“ „Ein paar Bücher liegen da unten“ brummte der
Capitain,„aber nur mit ſolchen Figuren vollgemalt, wie ſie auf den Theekiſten ſtehn. Da ſoll der Teufel draus lug werden.“
„Und was mag ſolche Barre wohl werth ſein?“ „Hm“ ſagte der Capitain, und wog das Gold in der
Hand“— drei Pfund hat ſo ein Stück gewiß, und wenn wir das Pfund nur zu 200 Dollar rechnen, kommt für uns auf dem Mann etwa 50000 Dollar. Da können wir lange fahren, ehe wir ſoviel verdienen.
„Funfzigtauſend Dollar!“ rief der Steuermann faſt
erſchreckt aus.„Das ſind weit über ſechzig tauſend Thaler, dafür kauft man ſich ja ein Schiff und kann ſichs ausſuchen.“
Das ſollt' ich meinen“ rief der Capitain,„und die
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Rheder würden nicht ſchlecht lachen, wenn wir es ihnen
in die Taſchen ſteckten. Aber jetzt laßt uns ſehen daß wir das Wrack langſeit bekommen. Wenn wir die Scham⸗ fielblöcke dazwiſchen legen, kaun es keinen Schaden thun, und die Leute mögen dann raſch daran gehn, die La⸗ dung überzunehmen. Die bringt überdieß mehr ein, als das Bischen Fracht, das wir in Kanton bekommen haben.“
(Fortſetzung folgt.)
.... V Die Kaiſerreiſe in Ungarn.
V II.
Die erſte Reiſe des Kaiſerpaares führte von Peſth⸗ Ofen nach dem Hauptort des Landes der Jazygier und Ku⸗ manier, Jaßzbereny, von da über Czegled und auf der Eiſen⸗ bahn nach Szegedin, von Szegedin über die Theiß nach Gyula, Groß⸗Wardein und Debreczin. Hier traf die Nach⸗ richt von dem ſehr gefährlich gewordenen Zuſtand der jungen Prinzeſſin ein und veranlaßte die eilige Rückkehr nach Ofen, wo die Eltern noch eben zu rechter Zeit eintrafen um ihr TGchterchen ſterben zu ſehen. Die zweite Reiſe, welche der
Kaiſer allein macht, ſoll den nördlichen Theil des Landes
umfaſſen, nach einem Beſuch in Oedenburg, Weßprim,
Stuhlweißenburg, die Comitatsſtädte Balaſſagyarmath, Rina⸗
Szomboth, Roſenau, Leutſchau, Eperies, Kaſchau, Miskolez, Errlau. Der Empfang war und iſt überall, wie die Zeitungen — zeugen, ein ebenſo lebhafter und lärmender als aufrichtiger und herzlicher. Es ſind kaum 9 Jahre verfloſſen ſeit dieſes ganze Land V in blutigem Aufſtand gegen Oeſtreich ſich erhob. Das re⸗
volutionäre Genie eines Mannes organiſirte um den Kern
einiger ungariſcher Regimenter eine große, von revolutionärem Geiſte beſeelte Kriegsmacht, die in der Hand eines begeiſte⸗ rungsloſen, blaſirten militäriſchen Abenteurers zuerſt ein Werkzeug zu gewaltigen, ewig denkwürdigen Kriegsthaten
unleugbar vorhandenen ruſſiſch⸗ öſtreich'ſchen Uebermacht ge⸗
7 wurde, um dann, nach einigen Schlappen, einer allerdings
genüber, ungefragt und widerſtandlos in einer feigen Capi⸗ V tulation an das ruſſiſche Heer dahin gegeben zu werden. Damals konnte Paskiewitſch ſeinem Kaiſer ſchreiben:„Un⸗ garn liegt zu den Füßen Eurer kaiſerl. Majeſtät.“ Noch ſcchwebt über den Ereigniſſen des Sommers 1849 ein Dunkel, ddas die Zukunft vielleicht aufklärt. Daß ſehr einflußreiche
Führer der ungariſchen Revolution mit Rußland in Verbin⸗ dung ſtanden und es für ihre auf die Dauer hoffnungsloſe Sache zu gewinnen ſuchten, iſt gewiß. Daß Görgey's Armee, im Einklang mit der Mehrzahl der Magyaren, über die Unabhängigkeitserklärung des von Koſſuth fortgeriſſenen Debrecziner Reichstags unzufrieden war, i*ſt unzweifelhaft. Der Kampf hatte nur Ausſicht auf Erfolg, wenn er den Boden der Legalität nicht verließ. Daß Görgey und die geſammte Armee, wenn ſie einmal die Waffen ſtrecken mußten, ſie lieber vor den Ruſſen als vor den noch vor Kurzem von ihr ge⸗ ſchlagenen Oeſtreichern ſtreckten, iſt nur allzunatürlich. Aber nicht minder klar iſt, daß der Zorn Oeſtreichs durch dieſe Hingebung an Rußland auf's Aeußerſte gereizt werden mußte, und zwar nicht allein gegen diejenigen, welche ſich an Ruß⸗ land hingaben, ſondern auch gegen Rußland, welches nur im conſervativen Intereſſe und um die Revolution von den
eigenen Grenzen abzuhalten, ſeinen Beiſtand darleihen zu
wollen erklärt hatte, und das nun, ohne eigentlich einen Schwertſchlag gethan zu haben, das Land als eine ruſſiſche Eroberung zu betrachten und in jeder Weiſe gewillt ſchien ſeinen Beiſtand ſich durch ein dauerndes Abhängigkeitsver⸗ hältniß Oeſtreichs bezahlen zu laſſen. Eine Großmacht, wie es Oeſtreich iſt, wird ein ſolches Abhängigkeitsverhältniß,
wie es andre Staaten in gemüthlicher Behaglichkeit ſich ganz
ruhig gefallen laſſen, unerträglich finden. Das Schreiben des Fürſten Paskiewitſch an den Zar und die Art und Weiſe wie in den Schriften des ruſſiſchen Generalſtabs der Antheil der Ruſſen an der Bezwingung Ungarns zum Nachtheil und zum Hohne der öſtreichiſchen Armee dargeſtellt worden iſt, veranlaßten daher recht eigentlich die neue Wendung der Politik Oeſtreichs. Das Schwarzenberg ſſche Wort:„ich


