Wöchentlich 1 ½— 2 Bogen. für 12 ½ Ngr., und im Deutſch⸗Oeſterreichiſchen Poſtvereinsgebiete für 1
ſun und unerfaßt;
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Herausgegeben von Heinrich Schwerdt.
Es haben in weiten Gauen
Viel Hände ſich heut geregt, Vom früheſten Tagesgrauen
Die Arbeit der Welt gepflegt; Nun ſingt in milden Akkorden Von Ruhe der Abendhauch,
Und alle, die müde geworden— Die ruhen und ſingen auch.
Das ſind die geweihten Stunden Wo höher das Herz erglüht,
Und wo über Streit und Wunden Die Palme des Friedens blüht; Wo tiefer zum inneren Leben Das Auge ſich ſinnend kehrt,
Und wo unſer beſſeres Streben Den Reichthum der Seele mehrt.
Viel ruhloſe Triebe ranken Bich wild um des Tages Laſt,— bleiben gute Gedanken
Durch alle Buchhandlungen und alle Poſtämter des Fürſtl. Thurn⸗ und Taxis'ſchen Poſtgebiets 5 Ngr. vierteljährlich zu beziehen.
Feierabendlied.
Von Hugo Oelbermann in Gotha.
Jedoch wenn droben die Sterne Uns winken von ewigen Höh'n: Dann hören die Menſchen gerne Was weiſe und gut und ſchön.
Drum wollt in des Abends Stille Euch ſammeln zu trautem Kreis, Und horchen was guter Wille Euch Gutes zu bieten weiß!
Es werden viel Worte verhallen, Viel Körner ſich betten im Sand; Doch werden auch manche fallen Vielleicht auf ein gutes Land!
O möchten des Abends Feier Wir Alle ſo recht verſteh'n! Wir würden reiner und freier Durchs tägliche Leben gehn! Wir fänden früher den Hafen Der Liebe im Erdenthal— Und würden ſel'ger entſchlafen, Am letzten Abend einmal!
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