Fig. 2.
in der Regel auch die ſittliche Kraft, die unter andern
Verhältniſſen vielleicht unter der Laſt der Sünde und des
Kummers zuſammengebrochen wäre.
Manche Häuſer ſind im rheinländiſchen, manche im Schweizerſtyl erbaut, die meiſten aber von gebrannten Steinen. Die einzelnen Stockwerke haben 8 bis 10 FußHöhe; die Dächer ſind mit Ziegeln oder Zink gedeckt. Mehre Wohnungen ſind faſt ländlich eingerichtet, von einem Gärtchen oder einer kleinen Fläche Ackerlandes umgeben.
So kommen die armen Leute oder doch ihre Kinder
zu Haus und Hof und Feld, ſie wiſſen nicht wie. Wer
das Leben und Treiben der großen Städte kennt, wer es
geſehen, wie die Armuth dort in Schmuz und Elend ver⸗ kümmert, der wird jedes Haus, das Baugeſellſchaft errichtet hat, mit einem Blicke dankbarer Anerkennung begrüßen,— und zwar als ein Ehrendenk⸗ mal, worin ſich das Wort der Liebe gleichſam verkörßert hat!„Mich jammert des Volks.“
die gemeinnützige ſind drei Häuſer, welche die gemeinnützige Baugeſell⸗
Wir wollen das Verdienſt nicht ſchmälern, wenn man die armen Leute beten, glauben und hoffen lehrt; aber ein größeres, gottgefälligeres Werk iſt es, wenn man ihnen zu einem wahrhaft menſchlichen Daſein verhilft. Und dieſes Verdienſt hat ſich die gemeinnützige Baugeſell⸗ ſchaft in reichem Maße erworben,— eine Geſellſchaft, die nicht blos ſteinerne und hölzerne Wohnungen baut, die auch im Eifer gemeinnütziger Menſchenliebe am Tempel der Volkswohlfahrt und ſomit am Reiche Gottes auf Erden ſo rüſtig mitbaut, daß ihr alle wahren Volksfreunde im Geiſte dankbar die Hand drücken und ihr edles Wir⸗ ken ſegnen!
Die ſchönen Originalbilder, die wir den vor⸗ ſtehenden Worten beifügen, erklären ſich von ſelbſt. Es
ſchaft zu Berlin aufgeführt hat. Das größte, Fig. 1. einem ſtattlichen Palaſte ähnlich, iſt erſt neuerdings erbaut und bildet die Ecke zwiſchen dem Waſſerthor und der Alexan⸗


