ör en ) von (her⸗ Kan⸗
auten
edoch nd ſo ſagte h hüt
und in'n men.“ Ebſt agiere 1, ſo chiffs⸗ n und Mehr⸗ g der Paſ⸗ hließ⸗ hatte. velches nderen. 6t und Wellen Syül⸗ me Jſ⸗ n auch nderen ils da⸗ ſah ſi ſich an, en ver⸗ durch⸗
Von C, W. Stuhlmann. 21
ſchaute. Er hatte deſſen jedoch nicht Arg, und da er ein roher und ſtör⸗ riger Geſelle war, ſo wiederholte er ſeine Anforderung mit derben Wor⸗ ten, und als das Mädchen nicht darauf achtete, faßte er ſie an einem ihrer Arme. Aber im ſelbigen Augenblick riß die Jungfrau ein blitzendes Dolchmeſſer aus dem Buſen und hielt es ihm dicht über das rechte Auge. „Wage noch Eines,“ rief ſie dabei,„und mein Meſſer ſitzt in deinem Hirn!“
Der Knecht ſchrak zurück und ließ den Arm fahren. Er würde aber ſicher ſeinen Angriff erneuert haben, wenn ich, dem erſt die That des Mädchens den Weg zur Pflicht gezeigt hatte, mich nicht jetzt für ſie er⸗ hoben und allem Iſrael erklärt hätte, daß alles Ungemach, was ſie dul⸗ deten, nur einer Chicane ſeinen Urſprung verdanke. Jetzt hatten alle Muth und Schimpfworte für den Knecht, der ſich jedoch daran nicht kehrte und höhniſch lachend abzog. Fräulein Belmonte blieb aber bis zu Ende der Reiſe ſtill und allein auf der kleinen Bank neben der Kombüſe ſitzen und ſchaute unverwandt in die bewegten Waſſer.
Minka und Thinka, obſchon ſie ſelber ſich nicht allzu wacker fühlen mochten, hatten währenddeſſen der weiteren Pflege des Schiffers gewartet, und zwar mit ſo trefflichem Erfolge, daß Herr Steinkroß um die Zeit, da wir an die Mündung des Flüßchens, an welchem X. liegt, kamen, wieder auf die Beine gerieth und ſelber uns durch dieſes ſchwierige Fahr⸗ waſſer zu ſteuern vermochte. Es ſchlug gerade zwölf von den Thürmen der Stadt, als unſere Venus neben dem Baumhauſe anlegte, und eine Viertelſtunde ſpäter trabte ich, geführt von einem großen Jungen, den Herr Steinkroß mir mitgegeben hatte, der Wohnung des Herrn Gram⸗ maticus Bordow zu.—
Der Junge führte mich durch mehrere lange, ſchmale, holperige, ſchlecht erleuchtete Gaſſen bis zum Anfang eines engen, finſteren Ganges. „Dort am Ende iſt das Schulhaus,“ ſagte er,— natürlich in platt⸗ deutſcher Sprache— zu mir,„die Thür ſteht Nacht und Tag offen, und der Grammaticus Bordow wohnt oben auf der rechten Seite.“ Ich bat den Knaben mich bis dorthin zu führen, aber er ſchlug mir dies mit den Worten ab:„nein, in's Schulhaus gehe ich Nachts nicht hinein; da ſpukt es!“ Und kaum hatte der Schlingel dies geſagt, ſo lief er ſpornſtreichs von dannen.—
Da ſtand ich armer Schelm verloren und verlaſſen, und mich plötz⸗
————


