eende Summe, tellung unter m.
dorher in Be⸗ deſe geſeient. r Fürſt Aran⸗ rückgekehtt ſei von Wilmers mnien hatte er
uhr der Kapi⸗ ehr befreunde⸗ einen kriegs⸗ man in ihm in Konſtanti⸗ dem Legakiond⸗ el aus zu ent⸗ entgehen. Jahres trug ücklichen Paare rgingen einige et Heimath ährt und nichts der noch wiſſen ſeine amerika⸗ gahrt nach dem e nur kommen, lieden der Welt
Reue, allen Qualen der Hölle beſtimmt iſt; jetzt aber kann ich ihre Schuld noch mehr be⸗ weiſen. Sehen Sie dieſes Schriftſtück, das mit Blut hätte geſchrieben ſein müſſen... es iſt die Geſchichte dieſes Weibes, ſchamlos durch ſie ſelbſt erzählt!
Maria ſtieß einen Schrei aus und brach kraftlos zuſammen. Heinrich ſprang unwillig auf. Lautloſes Schweigen beherrſchte die Ver⸗ ſammlung.
— Dieſes Schriftſtück, rief Heinrich Thomé, iſt das Bekenntniß einer armen, bereuenden Seele. Der Advokat kann es nur durch einen Diebſtahl, für den ich Rechenſchaft fordere, in ſeinen Beſitz gebracht haben.
Der Präſident des Gerichtshofes ermahnte den jungen Arzt zu einer, der Würde des Or⸗ tes mehr angemeſſenen Sprache und erklärte dann, daß jenes Manuſkript durch eine Haus⸗ ſuchung bei Heinrich Thomé in den Beſitz des Advokaten gekommen ſei.
Maria von Joyſel erhob ſich darauf und wandte ſich mit geringſchätzender Miene gegen den ſie bedrohenden Advokaten:
— Wohlan, ſo leſen Sie, ſagte ſie ſtolz.
— Man hält, meine Herren Richter, be⸗ gann der Advokat, man hält Ihnen vor, daß wir das Unglück ſchmähten, aber die größte Schmach, die man dieſer Frau ins Angeſicht ſagen könnte, wäre dieſe von ihr ſelbſt in der Langenweile ihres Gefängniſſes ſich zum Ver⸗ gnügen erzählte und niedergeſchriebene Geſchichte ihres Lebens. Wir wollen uns darum begnü⸗ gen, einzelne Seiten und Stellen derſelben vor⸗ zuleſen.
Schweigend und ernſt hatte bis zu dieſem Augenblick der Mönch am Gitter des Zuſchauer⸗ raums geſtanden; nun aber bat er mit kalter und dumpfklingender Stimme, ſich auf der Zeu⸗
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die Arme der Madame Montreuil ſank, zog er ſeine Kapuze dichter über ſich und neigte ſich ein wenig zur Seite, wie wenn er ſein Antlitz verbergen wolle.
— O mein Gott, ſprach er leiſe und erhob das Auge zum Himmel, verleihe mir Kraft, den Sturm meines Herzens zu bewältigen.
Der Advokat las einige Seiten aus den Bekenntniſſen Maria's und ſchloß dann:
— Sie hörten es, meine Herren Richter! Gingen unſere Anklagen wohl bis zu dieſem Bekenntniß der Schuldigen? Sie hat viel mehr verbrochen, ſie beſchuldigt ſich vor uns eines neuen Verbrechens, denn ſie geſteht, ihren erſten Liebhaber, Philipp von Montbrun, ermordet zu haben.
Als die Rede des Sachwalters bis zu die⸗ ſem Punkte gediehen war, erhob ſich der Mönch langſam, trat bis dicht an die Richter vor und betrachtete abwechſelnd bald ſie, bald ein Chri⸗ ſtusbild über ihnen.
— Wer ſind Sie? fragte ihn der Präſident mit einer Bewegung des Erſtaunens, die er
kaum zu unterdrücken vermochte.
— Wer ich bin? antwortete der Benedikti⸗ ner und ſchlug ſeine Kapuze zurück, fragt es Maria von Joyſel!
Er wandte ſich gegen die unglückliche Frau; ſie ſchrie laut auf und fiel in die Arme ihrer Tante und eines Gerichtsdieners. Tumult und Geräuſch erfüllte den Saal. Die Damen auf den Galerieen ſprangen empor und betrachteten erſtaunt und neugierig den düſteren Mönch und die bleiche Maria. Heinrich Thomé war be⸗ ſtürzt, vernichtet, außer ſich. Er konnte die Angſt, die ihn erfaßte, nicht bemeiſtern, und wandte ſich mit herriſchem Tone gegen den
Mönch:
genbank niederlaſſen zu können, weil er wichtige
Enthüllungen zu machen habe.
diener öffnete ihm auf Befehl des Präſidenten
die Schranken, und der Benediktiner ſetzte ſich
ſtumm neben den Abbé Leblanc, ganz in die
Nähe Maria's. Als er nun ſah, daß dieſe zit⸗
ternd ſchwankte, und einer Ohnmacht nahe in Perlen. 10. Bd. 12. Lief. 36
Ein Gerichts⸗
— Machen Sie ein Ende... Sie? rief er ihn an.
— Ich bin Philipp von Montbrun, ant⸗ wortete ernſt der Benediktiner, ja, ich bin Phi⸗ lipp von Montbrun. Beſchuldigt dieſe Frau nicht meines Todes und zeiht ſie ihrer Sünden nicht, da ihr Gott, der ſie weinen ſah, vergeben
hat. Treibt Euren Zorn nicht weiter. Ich er⸗ 4 11
wer ſind
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