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ſucht worden war. Die Papiere des Schiffes befanden ſich in der beſten Ordnung, und Ka— pitain van Büren hatte ſehr gewichtige Em— pfehlungsbriefe an alle amerikaniſchen Geſand⸗ ten und Konſuln, die ſtets mit der Bitte endig— ten, dem Kapitain auf jede mögliche Weiſe bei der Erreichung ſeiner Zwecke behülflich zu ſein. Man behauptete, daß Maſter van Büren auf dieſe Weiſe ſelbſt manche geſetzliche Vorſchriften und Klippen auf eine geſchickte Weiſe zu um— ſchiffen gewußt habe.
Wie dem nun auch ſei— in dieſem Augen— blicke bot das Schiff einen äußerſt freundlichen und durchaus nicht verdächtigen Anblick dar, und befand ſich, wie erwähnt, unter den Kano— nen des Kaſtells San Marco auf der kleinen Inſel Lacroma, ſüdöſtlich von Raguſa. Ein Blick auf das Ufer zeigte, daß Mr. van Bü— ren Recht gehabt, die bezeichnete Stelle zum Landungsort zu wählen. Sie bot hinreichenden
und ſicheren Raum für das Fahrzeug, und das
Kommando des Offiziers verkündete bereits, daß die Befehle des Kapitains ausgeführt wurden. Die Segel fielen mit einer Schnelligkeit die je— den Seemann in Entzücken verſetzt haben würde, und ſanft glitt das Schiff in die kleine Bucht, dem leichteſten Drucke des Steuers willig ge— horchend.
Bald darauf war das Ufer mit einer Menge Neugieriger bedeckt, und eine Anzahl kleiner Segel⸗ und Ruderböte umſchwärmte das Schiff.
Sie waren zum Theil nur mit Matroſen, zum Theil aber auch mit Perſonen aus den beſſern Ständen beſetzt, die den Schnellſegler in der Nähe bewundern wollten. Auch einzelne Böte mit Waaren und Früchten näherten ſich, wurden aber für's Erſte zurückgewieſen.
Während Kapitain van Büren, noch immer auf dem Deck ſtand und mit ſeiner ruhigen Ge⸗— laſſenheit Raguſa und die Umgebung durch ein kleines Fernrohr beobachtete, wurde die Jolle ausgeſetzt und mit Ruderern bemannt. Dann ſtieg der junge ſchöne Mann, der vorhin das Kommando des Schiffes geführt hatte, in die— ſelbe hinab, und das Boot nahm die Richtung auf Raguſa zu, dem es ſich ſchnell näherte.
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Nach Verlauf von zwei Stunden, während deren die Zahl der Zuſchauer ſich vermehrt und ſoliſt Nichts ſich geändert hatte, kam die Jolle zurück, und der junge Mann ſprach mit dem Beſitzer des Schiffes, der etwas unwillig zu ſein ſchien. Bald darauf durchſchnitt ein großes Regierungsboot, mit ungefähr vierzig öſterreichiſchen Soldaten bemannt, die Bucht von Raguſa und legte bei dem amerikaniſchen Schiffe an. Die Treppe wurde herabgelaſſen und ein öſterreichiſcher Offizier mit Abzeichen, die einen höheren Rang verkündeten, begab ſich in Be⸗ gleitung zweier anderer Offiziere an Bord des Amerikaners..
Kapitain van Büren kam ihm mit großer Artigkeit entgegen, und die Unterhaltung wurde franzöſiſch geführt.
— Sie haben meine Papiere nicht ausrei⸗ chend befunden, Herr General! ſagte van Bü⸗ ren. Dennoch glaube ich, ſind ſie in Rich⸗ tigkeit.
— Daran zweifle ich nicht, Herr van Bü— ren, ich habe das ſogar beſtätigt gefunden, ant⸗ wortete der General, ein würdiger Mann mit grauem Haar und von feinen, einnehmenden Manieren. Nichtsdeſtoweniger veranlaßt mich ein Vorfall in der vergangenen Nacht, Sie um die Erlaubniß zu bitten, Ihr Fahrzeug ge— nau unterſuchen zu dürfen.
— Sie iſt Ihnen von Herzen gern gewährt, antwortete der Amerikaner lächelnd. Aber dürfte ich Sie fragen, welches jener Vorfall ge— weſen?
— Ich habe keinen Grund, Ihnen das zu verſchweigen, erwiederte der General. Schon ſeit einiger Zeit ſchien mir in der Umgegend etwas im Werke zu ſein. Perſonen, von denen man mit Beſtimmtheit weiß, daß ſie früher als Unterhändler in ähnlichen Angelegenheiten ge⸗ braucht worden, haben ſich wieder ſehen laſſen, und da die Spannung zwiſchen den Montene⸗ grinern und Türken kein Geheimniß iſt, ſo glaubte ich daraus ſchließen zu müſſen, daß man beabſichtigte, Waffen oder Munition hier in der Nähe zu landen. Sie werden ſelbſt wiſſen, Herr van Büren, daß dergleichen Lan⸗
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