Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
771
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kunft in Goulon dieſen ſeinen Gefühlen an boher Stelle den wärmſten Ausdruck zu verleihen. Waren aber die erſten Stunden vorüber, in denen Winterfeld wiederholt gelobte, auch ſeinerſeits die zu treffenden Maß⸗ regeln zu beeilen, um Alles zu einem für ſie erwünſchten Ende zu geleiten: dann aber auch trat die Liebe mit ihren ſchönſten Gefühlen wieder in ihre Rechte; dann genoß das glückliche Paar, obgleich rings um- geben von des Krieges lautem Getümmel, Stunden beſeligenden Friedens, wie er dem Einklange ihrer Herzen entſprang. Julie v. O. war ſtets befriedigt an Winterfelds Seite, am glücklichſten, wenn ſie in der kurzen Abenddämmerung, durch Blüthengebüſche lauſchend, mit ihm hinabſchaute auf den von Paläſten umgebenen Platz, auf die hellerleuchteten Arcaden, wo ſich um dieſe Zeit das Volksleben in ſtets abwechſelnden ergötzenden Scenen entfaltete.

In Spanien, zumal im ſchönen Valencia, wird das Leben erſt ſchön in der Nacht. Sie verwiſcht oder umhüllt Alles, was dem Ausländer ſchroff, ſtreng, nicht ſelten carrikirt erſcheint. Die Abſonderung, welche die auch damals ſchon bedeutend regſamer ge⸗ wordene ſpaniſche Grandezza während des Tages er⸗ heiſcht, verliert ſich unter dem Deckmantel der Nacht, bis allmälig jene freie Bewegung entſteht, nach der ſich, gleich anderen Bewohnern Europas, auch die Spanier ſehnen, ſo wenig ſie denſelben auch noch in ſicherer Ausſicht ſteht. Gern legt auch der Grande die ſteife Vornehmheit ab, ſobald das milde, mehr einhüllende als beleuchtende Mondlicht die Stelle des gluthſtrahlenden Sonnenlichtes einnimmt, das jeden Vorfall des Lebens bis zur Bagatelle zergliedert. Der Abend iſt die Zeit, wo die Natur des Orients, die, Jahrhunderte ringend mit dem Drucke ſtreng go⸗ thiſcher Formen, die Oberhand gewinnt über den von Norden her eingezogenen Zwang und in das Recht der Erſtgeburt wieder eintritt. Dann hört man die ſanften Töne der Mandoline; überall leiſes Flüſtern und zartes Koſen; die menſchlichen Gefühle ringen ſich los aus der Eisrinde, die während des Tages das ſtolze Herz des Spaniers gefeſſelt hält.

Die Bewohner der Stadt und der Privinz Valen⸗ cia ſind mehr gemüthlich und lebensfroher, als ſonſt wo in Spanien, dabei rührig und von induſtrieller Strebſamkeit. Die Stadtbewohner ſind enthuſiasmirt für die Freiheit; aber ſie iſt bei ihnen etwas Anderes, als bei dem hochfahrenden, leicht gereizten Catalonier, deſſen Freiheitsſinn, zumal im Gebirge, mit zu wildem Fanatismus gepaart iſt. Mehr als in Madrid ſieht man in Valencia die Moden von London und Paris neben der noch nicht ganz verſchwundenen prächtigen alten Tracht von Caſtilien. Kurzer Oberrock und

Folge. 771 runder Hut, Frack, Lorgnon und Glacéhandſchuhe machen ſich bemerklich neben den ſchwarzſammetnen kurzen Modeſten und dem ſchwarzſeidenen oder ſammet⸗ nen Mantel, unter dem das lange Rappier ſo kühn hervorragt, als zu Don Philipps altmajeſtätiſchen Zeiten, neben der altfranzöſiſchen Claque, dem Haar⸗ beutel und dem ſchwarzſeidenen Kopfnetze. Neben dem Modehut mit Blumen oder Federn bewegen ſich oder ſchweben vielmehr ſylphidenartig, graziös, be⸗ deutungsvoll den kleinen Fächer gebrauchend, die eigent⸗ lichen Wahrzeichen im ganzen ſpaniſchen Lande, jene zarten Frauengeſtalten, im ſchwarzen eng anliegenden Seidengewande, die Baskina darüber, die wohl viel Schönes neidiſch verhüllt, und dennoch aus den blitzen⸗ den Augen hinter dem feinen Gewebe des Schleiers manch Süßes errathen läßt. Durch die hohen und vornehmen Gruppen ſchreitet ſo vornehm, wie die Anderen, der kühne cataloniſche Seemann im braunen Schifferrocke mit der rothen Zipfelmütze, dem Sym⸗ bole der Freiheit, auf dem ſchwarz behaarten Haupte. Weil er keinen Mantel trägt, ſieht man den Griff einer langen, zweiſchneidigen navacha, die aus der rothſeidenen Schärpe hervorragt, während er ſo gravi⸗ tätiſch einherſchreitet, wie jeder andere Don, und das dunkelgühende Auge herausfordernd nach Demjenigen unter der ihn umwogenden Menge ausſchaut, der daran zweifeln möchte, daß er ein ächter Caballero iſt, ſo gut wie Don Ranudo de Colibrados. Eben aber hat er ſeine Chicu erkannt, er beſchleunigt den Schritt, berührt leiſe ihre Schulter und ſie hat den Freund erkannt, nimmt den dargebotenen Arm, und wer dem Paare nachfolgt, wird es in den nächſten Minuten vor dem Thore eines hostals wiederfinden, wo, bei dem Schalle der Caſtagnetten, des Landes ſchöne Naturkinder im bezaubernden Fandango jene ſie berauſchenden Attitüden entfalten, die man nicht aufhören kann zu bewundern.

Weniger ſtolz in der Haltung, aber von elaſti⸗ ſcherem Gliederbau, als der Catalonier, zeigt ſich in der bunten Menge auch der valencianiſche Landmann. Der wohlhabende Reis⸗ oder Weinproducent betrachtet ſeine Perſon ganz ſo wohlgefällig, als der ſtädtiſche Stutzer. Es iſt ihm beſonders daran gelegen, daß unter den Wandelnden namentlich die jüngeren Donnas die zier⸗ lichen ſilbernen, wenn nicht goldenen Filigranknöpfe bemerken, mit denen die neue rothſeidene Weſte in einer Doppelreihe behängt iſt, und die ſtattlichen, weiß⸗ beſtrumpften Waden und die blanken ſpitzen Schnabel⸗ ſchuhe mit den maſſiv ſilbernen vierkantigen Schnallen, von denen jede nahe an ein Pfund wiegt. Auch des wackeren Gallego iſt zu gedenken. In leichten Esparto⸗ ſandalen, das nackte ſehnige Bein bis zur Hälfte