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ad Ren Thaler
8 Predigers, denn
der Geſellſchaft!“ u der Kirche pro⸗
te der Bauer und
Gedanken; er ſagle dleß die Männer if den Tiſch.
4 Sohnes
ihm,“ antwortete ter„Fahrwohl!“
Sohn in fe Storliden,
de ſagte der Sohn
Tlagen. Da aber leeh. ⸗ gel, ſchlug aus mit
Vierle
„Warte, warte!“ rief der Vater und ruderte näher zu ihm hin. Da ſchlägt der Sohn rückwärts über, ſieht mit bangem Blick den Vater an— und verſinkt.
Thord wollte es nicht recht glauben; er hielt das Boot ſtill und ſtarrte auf den Fleck, wo der Sohn verſunken war, als müſſe er wieder emporkommen. Es ſtiegen einige Blaſen auf, noch einige, dann nur eine einzige große, welche platzte, — und ſpiegelblank lag die See wieder da.
Drei Tage und drei Nächte hindurch ſahen die Leute den Vater um dieſen Fleck herumrudern, ohne daß er Ver⸗ langen nach Eſſen oder Schlaf bekam; er fiſchte nach ſeinem Sohne. Endlich fand er ihn und trug ihn auf ſeiner Schul⸗ ter den Berg hinauf nach ſeinem Hofe.
Seit dieſem Tage mochte wohl ein Jahr verfloſſen ſein. Da hörte der Prediger an einem Herbſtabend ſpät etwas draußen an der Flurthür tappen, und eintrat darauf ein hoch⸗ gewachſener, etwas vorn übergebeugter Mann, mager und mit weißen Haaren.
Der Prediger ſah ihn lange an, ehe er ihn erkannte; es war Thord.
„Kommſt Du ſo ſpät?“ ſagte der Prediger und blieb vor ihm ſtehen. 3
„Ach ja, ich komme ſo ſpät,“ ſagte Thord, indem er ſich niederſetzte...
Der Prediger ſetzte ſich auch erwartungsvoll, und ſo ſchwiegen Beide ziemlich lange.
Dann ſagte Thord:„Ich habe Etwas mitgebracht, welches ich gern den Armen geben möchte.“— Er ſtand auf, legte Geld auf den Tiſch und ſetzte ſich wieder.
Der Previger zählte das Geld.
„Das iſt viel Geld,“ ſagte er.—
„Es iſt die Hälfte meines Hofes; ich verkaufte ihn heute.“—
Der Prediger blieb lange ſchweigend ſitzen; endlich fragte er ſanft:„Und was gedenkſt Du nun anzufangen?“—
„Etwas Beſſeres!“—
Wieder eine Weile Schweigen, Thord richtete ſeine Blicke auf den Boden, der Prediger ſah ihn mit großen Augen an.
Dann ſagte der Prediger langſam:„Nun glaube ich, daß Dein Sohn Dir endlich zum Segen geworden iſt.“—
„Ja, ich denk' es nun auch ſelbſt,“ ſagte Thoxd und blickte auf, während zwei ſchwere Thränen über ſein Antlitz rollten.—
In ſo intereſſanten und für die moderne Literatur unge⸗ wohnten Charakterzügen ſtellt der beliebte Dichter der„Schö⸗ nen Synöw vom Sonnenhügel“ das pſychologiſche Genrebild eines Vaters hin, wodurch wir, vom Kleinen auf das Größere ſchließend, auf ſeine nordiſchen Bauernnovellen aufmerkſam machen möchten. 5.
Die königliche Gondel. 3.
Venedig läßt jetzt eine Gondel herſtellen deren ſich
der König Victor Emanuel bedienen ſoll und die von achtzehn
NRuderern geführt werden wird. Dieſelbe trägt am Vordertheil
den Löwen von Sanct Marcus, welcher das ſavoyiſche Schild hält; am Hintertheile die Venetia, welche Italien krönte.
Der ganze Schiffsköͤrper iſt mit Sculpturen und Ver⸗
goldungen bedeckt, und in ſeinen Formen erinnert er an die
alten Barken. Auf dem Hintertheil der Gondel erhebt ſich
ein Baldachin von carmoiſinrothem Sammet, der azurblau
Folge. 751
Thron darſtellt. Der Baldachin wird von vergoldeten Säulen getragen und mit gleichfalls vergoldeten Tapeten geſchloſſen. Im Fall, daß ſchlechte Witterung eintreten ſollte, kann er auch mit eleganten Spiegelſcheiben geſchloſſen werden. Ein Genius hält die Fahnen des Thrones; in der Mitte der Gondel erhebt ſich die königliche Fahne. Die Gondelfahrt des Königs Victor Emanuel in Venedig wird bei den groß⸗ artigen Feierlichkeiten des Einzugs deſſelben, die Alles über⸗ treffen werden, was Venedig im Laufe dieſes Jahrhunderts Schönes geſehen hat, eine ſehr wichtige Rolle ſpielen. C.
Sentenzen.
Strebe in jedem Fache nach Vollkommenheit, obſchon ſie in den meiſten Fächern unerreichbar iſt, indeſſen die, welche danach ringen und dabei beharren, werden derſelben näher kommen als jene, deren Trägheit und Muthloſigkeit die Veranlaſſung wird, daß ſie das Ziel als unerreichbar ganz aufgeben.
Es iſt ganz leicht, unſere Pflichten zu erfüllen, wenn ſie angenehm ſind und uns kein Opfer auflegen; die Probe unſerer Grundſätze iſt es aber, ſie mit gleicher Bereitwillig⸗ keit zu erfüllen, wenn ſie läſtig und unangenehm ſind.
Beſſere Dich frühzeitig. Du wirſt Dich ſelten oder nie vor dem Falle bewahren, wofern Du Dich nicht auf— zurichten vermagſt, wenn Du zu ſtraucheln beginnſt.
Verſchlagenheit iſt nur eine Nachäffung der Beſonnen⸗ heit, für die ſie von ſchwachen Leuten genommen werden mag, gerade ſo wie Vorwitz oft irrthümlich für Witz und Ernſt für Weisheit gehalten werden.
„—Oꝗꝙ——
Jemand, welcher annimmt, man brauche ein Mädchen nur in ein Hinterzimmer einzuſchließen, um zu verhindern, daß ſie erfahre, was Liebe meine, könnte eben ſo gut unter⸗ nehmen, die Erdbeeren im Juni zu verhindern, roth zu werden, indem er ihnen etwas von dem Schnee, den wir im vorigen Winter hatten, zuwisperte.
Vorſchriften gleichen Samenkörnern: ſie ſind klein, aber ſie können viel Gutes ſtiften. Wenn der Geiſt, der ſie erhält, dafür empfänglich iſt, ſo unterliegt es keinem Zweifel, daß daraus gute Früchte hervorgehen, die den Vorrath, den der Menſch ſich bereits davon geſammelt hat, bedeutend vermehren. C.
Vom dentſchen Büchermarkt.
Ein Hexenproceß, von Proſchko. Peſth, Wien und Leipzig. Hartlebens Verlag.
Auf ziemlich gedrängtem Raume ein hiſtoriſcher Roman, welcher die Lebensſchickſale des großen Keppler behandelt und zugleich ein Porträt des Aſtronomen und ſeiner erſten Frau bringt.
Der Verfaſſer hat es nicht verſäumt, ſich in Beſitz der nöthigen hiſtoriſchen Materialien zu ſetzen, und allerdings bietet das Leben jenes kämpfenden Mannes nur zu viel feſſelnde Kataſtrophen dar. Dieſer Thatſache wegen wird das Buch auch als eine theilweiſe Geſchichtserzählung die Leſer unterhalten.
gefüttert und mit Gold geſtickt iſt und einen wahrhaften
Im Bezug auf die Localfärbung und den Zeitgeiſt des
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