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Dierte
Mutter hinzutrat.„Unſere Anna iſt in dem Bilde eine Figur, die zu der vortrefflichen Landſchaft gehört, wie die Landſchaft zu ihr. Nein, lieber Vater, Freiwald hat Recht, daß er ſich der Porträtmalerei nicht widmet; es iſt gewiß nicht der dankbarſte Kunſtzweig.“
„Schon deshalb nicht, lieber Heinrich,“ fiel Freiwald lächelnd ein,„weil der Maler ſich die Gegenſtände nicht auswählen kann, die er am liebſten darſtellt.“
„Aber es iſt dafür ein einträglicher Kunſtzweig, der ſeinen Mann wohl ernähren kann,“ entgegnete Winterfeld;„Landſchaften ſind immer nur Gegenſtände des Luxus; es giebt der Käufer dafür gerade nicht ſehr viele.“
„Sie wiſſen aber doch, lieber Vater“— ſchnitt hier Heinrich dem Sprecher das Wort ab,—„unſer Freund Freiwald iſt zum Glück nicht in der Lage, daß die von ihm geübte herrliche Kunſt nach Brod zu gehen braucht.“
„Ja, ja, es fällt mir eben ein,“ begann Winterfeld nicht ohne einige Verlegenheit,„dus welcher Gegend iſt doch die ſchöne thüringer Landſchaft, die meiner Frau ſo beſonders wohl gefällt?“
„Aus der Umgegend meiner Heimath Jena. Manche ſchöne Erinnerung knüpft ſich an das Wald⸗ gebirge, durch welches die Saale ihr Silberbandſchlängelt. Ich habe ein Seitenſtück dazu, das ich Ihnen vielleicht bald zeigen kann, wenn der Pinſel nicht allzubald feiern muß.“—
Als die Familie in die Stadt zurückkehrte, hörte ſie die verſchiedenen Gerüchte, die eine nahe Ent— wickelung und baldige Löſung der ſchweren Beſorgniſſe verkündigten, von der alle Gemüther ergriffen waren. Alle fühlten ſich bedrückt und beengt durch die Trennung der beiden Stadttheile, da die geſprengten Brücken⸗
bogen auch ſo manche theure Familienbande zerriſſen
hatten. Auf beiden Seiten war für die guten Dresdner jetzt feindlicher Boden.
Es war gerade um die Mittagszeit des folgenden Tages, als die milde Frühlingsluft und die Sonntags⸗ feier viele Menſchen in den Straßen verſammelt hatten, da erſchien, von der Menge freudig bewillkommnet, ein ruſſiſcher Officier, der als Parlamentär wegen der Uebergabe der Stadt unterhandeln ſollte. Um den Unterhandlungen Nachdruck zu geben, war eine zahl⸗ reiche Reiterei auf den Anhöhen des rechten Elbufers aufgeſtellt, vor deren Front eine kleine Geſchützlinie ſichtbar wurde. Der Unterhändler ward mit verbundenen Augen in die Altſtadt geführt, wo er ſich mit den franzöſiſchen und ſächſiſchen Behörden beſprach.
Die Unterhandlungen im Marcoliniſchen Palaſt
Folge.
mochten etwa eine Stunde gedauert haben, als in der Nähe des Hauptquartieres verlautete, daß eine
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Uebereinkunft geſchloſſen war, nach welcher die Neu⸗ ſtadt den Ruſſen übergeben werden und ein zeitweiliger Waffenſtillſtand im Umkreiſe einer Meile ſtattfinden ſollte.
Am nächſten Tage wurde die Neuſtadt von Koſacken und preußiſcher leichter Reiterei beſetzt, und aller Verkehr zwiſchen den beiden Theilen war nun gänz⸗ lich abgebrochen. In der Neuſtadt aber begann bald ein buntes Leben ſich zu regen, das Freiwald und mehr noch der weſtphäliſche Major v. Winterfeld mit leb⸗ hafter Theilnahme beobachteten. Landleute zogen mit gefüllten Körben den bärtigen Ruſſen voran, und in jeder Straße zeigte ſich ein anderes kriegeriſches Schauſpiel.
Die Koſacken erſchienen den Dresdnern durchaus nicht die grimmigen Barbaren, als welche ſie ihnen von den wenigen ſächſiſchen Truppen geſchildert waren, denen es vergönnt ward, aus dem verderblichen ruſſiſchen Feldzuge in die Heimath zurückzukehren. Die bärtigen Söhne vom Ural hatten ſich friedlich auf den Plätzen gelagert. Vor ihnen ſtanden die Lanzen in Pyramiden aufgerichtet; während ein Theil behaglich die Ruhe des Schloſſes genoß auf dem Steinpflaſter oder auf dürftigem Strohlager, waren andere mit ihren Lieblingen, den kleinen zottigen Pferden beſchäftigt, die gemein⸗ ſchaftlich mit ihnen aus einer Schüſſel ſchmauſten. Hier ſah man eine Gruppe der buntſcheckigen Reiter mit kleinen Knaben ſcherzen, welghe, durch freundliche Blicke gelockt, bald alle Scheu aufgaben; dort ging ein graubärtiger Krieger mit einem Kinde auf dem Arm von einem Beckerladen zum andern, um ihm Naſchwerk zu kaufen, und ein munterer Schwarm folgte ihm, um ſich gleicher Gaben zu erfreuen, während die Eltern mit gefalteten Händen dem harmloſen Treiben zuſahen. Lauter Bilder, wie ſie die guten Dresdner, trotz der mehrjährigen ſchweren Kriegs⸗ unruhen, von denen ſie bis zum Uebermaß heimgeſucht waren, bis dahin noch nicht geſehen hatten.
Zwei Tage ſpäter zog ein ſtarker Koſackenhaufen, voran ihr Sängerchor, dem ſie hoffnungsreich folgten, auf der Bergſtraße nach Pillnitz ab. Während die Ruſſen ſich dort zu einem Uebergange über die Elbe anſchickten, wurde der Waffenſtillſtand aufgekündigt. Am Morgen des vierten Tages kam die Nachricht vom Aufbruche der Franzoſen aus der Altſtadt. Als⸗ bald kletterten Koſacken auf Leitern über die zertrüm⸗ merten Brückenpfeiler, bis Kähne und eine Fähre bereit waren, die Verbindung beider Stadttheile wieder herzuſtellen, worauf denn ein munteres Leben auf dem Strome ſich zeigte.
Heinrich v. Winterfeld war nun durch die Be⸗ wegungen der verbündeten Heere von dem Wege ab⸗


