Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
705
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der Cho⸗ er Seuche uflage,

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Vierte Folge. No.

45. IV. Jahrgang.

Eine Mochenchronik für iterntur, Aunst, ſchöne liſſenſ

Erſcheint regelmäßig

3 Leipzig, am 9. Uovember 1866.

jeden Freitag.

haften und Geſellſchaft.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Vom ſof- und Schlachtgewimmel zum Liebesport.

Eine Doppelgeſchichte nach dem Leben von

E. Heuſinger.

Motto:

Doch nicht

So lang' der Völkerkrieg

Noch fordert ſeine Opfer! Shakeſpeare.

Es war am Morgen des 19. März 1813, als die Bewohner von Dresden unter bangem Harren die Augenblicke zählten, von denen ſchon der nächſte das befürchtete Signal zur Zerſtörung der prächtigen Elbbrücke bringen konnte.

Schon drei Tage hindurch waren Freiberger Bergleute auf Befehl des Marſchalls Davouſt beſchäf⸗ tigt geweſen, die Pfeiler der Mittelbogen anzubohren und zu miniren. Am Nachmittag des 17. März war

der Marſchall ſelbſt, begleitet von einem zahlreichen V Stabe, auf der Brücke erſchienen, um ſich von dem V Erfolg ſeiner Ordre zu überzeugen. Eine dichte Volks⸗ maſſe wogte hinter ihm her, laute Verwünſchungen ausſtoßend gegen den Gewalthaber; ja, es wurden Drohungen eines allgemeinen Aufſtandes gehört, falls der Marſchall bei dem Beſchluſſe beharren ſollte, den prächtigen Bau zu zerſtören, der Dresdens Stolz ſeit ſo langen Jahren geweſen. Aber unbeirrt durch das ihn umwogende Brauſen, ſtieg der harte Feldherr vom Pferde und ließ ſich in einem Kahne rings um die granitenen Pfeiler rudern, um das angelegte Zer⸗ ſtörungswerk des Genaueſten zu beſichtigen. Kalt, an⸗ ſcheinend ohne die in ſeiner Nähe fortwährenden Drohungen zu beachten, ritt er Schritt für Schritt zum Marcoliniſchen Palaſt zurück, wo ſich das Haupt⸗ quartier befand.

Aber nicht lange und es änderte ſich die Scene. In den Straßen ertönte der Generalmarſch, Trompeten ſchmetterten, die franzöſiſche Beſatzung, 16,000 Mann ſtark, trat unter die Waffen. Kanonen