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keine rothbraunen Blätter verſchönern den letzten Theil des Jahres; aber der October tritt naß und ſtürmiſch ein und bald nachher folgt der kalte und ſchreckliche Winter, während deſſen Orkane und Schneeſtürme über die Ebene wegfegen. Dieſe naturtreue Beſchreibung der ruſſiſchen Steppe giebt ein ruſſiſcher Dichter, der ſie aus eigner Anſchauung genau kennen gelernt hat. C.
Pferdekraft.
Man hört ſo oft von Pferdekraft ſprechen, aber dennoch giebt es ſehr viele Menſchen, welche nicht wiſſen, welche Kraft dieſer Ausdruck darſtellt.„Pferdekraft“ bezeichnet in der Induſtrie eine Kraft, welche im Stande iſt, in einer Secunde ein Gewicht von 150 Pfund drei Fuß hoch zu heben. Die Pferdekraft ſtellt demnach, der am allermeiſten angenommenen Schätzung gemäß, die Arbeitskraft dreier Zugpferde dar; das Zugpferd vertritt die mittlere Kraft von ſieben Arbeitern; daher gleicht die Pferdekraft in ihrer Wirkung den Leiſtungen von 21 kräftigen Arbeitern.
Wenn man nun die in England ausgebeutete 3,650,000 Pferdekraft mit der Ziffer 21 multiplicirt, ſo findet man, daß dieſelbe der von ungefähr 76 Millionen Arbeitern gleich ſteht. Nun darf man nicht vergeſſen, daß man unter vier Perſonen nur etwa einen kräftigen Arbeiter trifft und daß man Frauen, Kinder, Müßiggänger, Greiſe und Kranke ꝛc. nicht mit in Anſchlag bringen darf. Daraus ergiebt ſich, daß 76 Millionen Arbeiter erſt auf eine Bevölkerung von ungefähr 300 Millionen Einwohner kommen, die bekannt⸗ lich ganz Europa nicht beſitzt. Kann man ſich unter ſolchen Umſtänden wohl darüber wundern, daß Englands coloſſaler Reichthum ſich ſo erſtaunlich vermehrt, wenn es den Dampf für ſich in einem ſolchen Grade arbeiten läßt? C.
Der Handel mit Menſchenhaaren.
In Paris beſchäftigen ſich ein Dutzend Häuſer mit dem Handel in Menſchenhaaren im Großen. Das älteſte und auch eins der bedeutendſten Häuſer iſt das im Jahr 1784 begründete Haus Danguy; aber das wichtigſte iſt ohne Widerrede das Haus Leon Pelleray, welches mit Frankreich und dem Auslande Geſchäfte von mehreren Millionen Franken macht. Die große Manufactur des Herrn Pelleray in Chaäteau⸗Thierry beſchäftigt nicht weniger als 200 Arbeiter. Die Preiſe einer ſchönen Haarflechte ſind oft ſehr hoch und es iſt gar nicht ungewöhnlich, daß eine ſolche mit tauſend Franken bezahlt wird. Der höchſte Preis für eine ſehr ſchöne blonde Haarflechte wurde 1865 in Newyork mit 6000 Fr. bezahlt. Die amerikaniſchen und die engliſchen Damen ver⸗ brauchen ſehr viele falſche Haare. Die Hälfte der in Frank⸗ reich gefertigten Haarflechten, Haartouren und Perrücken findet ihren Weg nach England und Amerika. C.
Die Poeſie der Menſchheit.
Das ſchöne Geſchlecht iſt die Poeſie der Welt in dem⸗ ſelben Sinne, wie die Sterne die Poeſie des Himmels ſind. Hell, Licht verbreitend, voller Harmonie ſind die Frauen die Planeten unſerer Erde, welche die Geſchicke der Menſchheit regeln. C.
Vierte HFolge.
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Miscellen.
Ein amerikaniſches Journal berichtet über eine Feuers⸗ brunſt in einem— falſchen Chignon:
Eine junge Dame reiſte ganz kürzlich auf der Susque⸗ hannah⸗Eiſenbahn, als eine ältere Dame, die hinter ihr ſaß, ihr heftig den Water Fall— ſo nennt man in Amerika den Chignon— abriß und begann, ihn mit den Füßen zu treten. Die junge Dame wurde über dieſes Verfahren vor Zorn ganz roth, aber ihr Aerger verwandelte ſich bald in Dankbarkeit, als man ihr mittheilte, ihr Haar habe gebrannt, als die ältere Dame ihr den Chignon abgeriſſen habe. Sie ſaß an dem offnen Fenſter und ein Funfe von der Locomotive hatte das Netz über ihrem Chignon wie Zunder in Brand geſteckt.
Ein Augenblick Verzug hätte ſehr bedenkliche Folgen für die junge Dame haben können.
Wie man ſieht, ſind die excentriſchen Moden doch auch zu Etwas gut. Damen, die ins Waſſer ſtürzten, wurden durch ihre Crinoline vor dem Unterſinken bewahrt. In dem eben erzählten Falle war es ein Glück, daß ein künſtlicher Chignon von dem Feuer ergriffen wurde und nicht natürliche Haare. Das Falſche hat zuweilen ſeine Vortheile. Das war auch die Meinung des Perrückenmachers, der auf das Schild ſeines Ladens Abſaloms Bild hatte malen laſſen, worunter man las: 3
Passants, contemplez la douleur D'Absalom, pendu par la nuque. Il eüt évité ce malheur
S'il avait su porter perruque.
Zwei Irländer reiſten nach Portland im Staate Miſſouri und blieben an einem Wegweiſer ſtehen, um ſich über die Entfernnng ihres Zieles zu belehren.„Zwölf Meilen bis Portland,“ rief der Eine.„Alſo ſechs Meilen für Jeden von uns Beiden,“ ſagte der Andre. Und damit marſchirten ſie heiter voran, erfreut, daß ſie ihrem Reiſeziele ſo nahe waren. C.
Vom deutſchen Züchermarkt.
Ueber die alten Glasgemälde der Schweiz. Ein Verſuch von Wilhelm Lübke. Zürich, Schabelitz'ſche Buchhandlung. 1866.
Wir wollen hier, indem wir uns ein etwaiges weiteres Eingehen noch vorbehalten, nur dieſe treffliche Arbeit zur An⸗ zeige bringen und den Freunden der Malerei und ihrer Kunſt⸗ geſchichte bemerken, daß der mit Recht hochgeachtetete Hr. Ver⸗ faſſer, welcher jetzt eine Profeſſur am eidgenöſſiſchen Poly⸗ technikum in Zürich bekleidet, in dieſem„Verſuch“ es zugleich unternommen hat, Allgemeines, Hiſtoriſches von bedeutender Wichtigkeit über die Glasmalerei und ihre dunkeln, in Europa zerſtreuten Anfänge zu Tage zu bringen. Es verliert ſich alſo dieſe Abhandlung keineswegs in einem partiellen Localtintereſſe, ſondern iſt ein lebendiges Glied der Kunſtgeſchichte überhaupt.
B
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Populäre wiſſenſchaftliche Vorträge von Helmholtz. Braunſchweig, Vieweg und Sohn.
Ueber das Verhältniß der Naturwiſſenſchaften zur Ge⸗ ſammtheit der Wiſſenſchaft; über Goethe's naturwiſſenſchaftliche Arbeiten; über die phyſiologiſchen Urſachen der muſikaliſchen Harmonie; über Eis und Gletſcher finden wir in dieſem ſtarken erſten Hefte des rühmlich zbekannten Heidelberger Docenten ſehr beachtenswerthe Abhandlungen.— Wo es


