Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
689
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Vierte Folge.

IV. Jahrgang.

Gine Mochenchronik für Titeratur, Aunst, ſchöne Mliſſenſchaſten und Geſellſchaft.

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am 2. Uovember 1866.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Ein politiſcher Kuß. Novelle

Fritz Mende. (Schluß.)

Wir kennen uns, Alexis! Ich denke doch, eine kleine Portion Eiferſucht werde Dich zurückführen, und geſtehe mir, daß ich eine Närrin war, die Sache ſo ernſt zu nehmen. Er iſt zu laſſen wir ihn. Herr von Chetardie mag wohl ein ganz guter Bundes⸗ genoſſe ſein. Ich möchte wiſſen, wie er geſpielt, was er gewonnen, ich mußte heute ſein Still⸗ ſchweigen erkaufen und es iſt mir von dieſem Momente an gewiß. Ob es mir wohl ſo leicht geworden, zu⸗ zuſtimmen, wenn Alexis nicht

Der franzöſiſche Geſandte dachte gleich darauf in ſeinem Zimmer:

Wir haben Fortſchritte gemacht, bedeutende Fortſchritte und mit geringem Einſatze eine hohe Taille

gewonnen. Weiber ſollen diplomatiſiren, mon Dieu!

Dieſe Prinzeſſin, die noch eine der geiſtreichſten iſt, hat nicht gar zu ſchweren Sieg gemacht. Kaum die Fälfte meiner Geſchütze durfte ich auffahren. V Jean meldete den Chirurgen Leſtocq. Herein! Ah, Monſieur Leſtocg, ich hatte Sie ſo zeitig nicht erwartet. Und ich hätte Sie ſo frühe nicht beläſtigt, wäre V nicht zufällig mein Auge auf Sie gefallen, als Sie von der Prinzeſſin heimkehrten.

Bon, bon! Haben Sie das Papier?

Hier iſt es.

Und hier meine Quittung. Möchten Sie mir noch eine Gefälligkeit erweiſen?.

Sie ſpotten, Excellenz!

Bah! Sie meinen, ſeit Sie meine Quittung

Und Sie das Papier haben, ſei dieſe Frage nur mit ⸗Ja! zu beantworten.

Sie ſind im Irrthum, cher ami! Ich habe noch keinen Blick auf Ihren Papierſtreifen geworfen und bin bereit, Ihnen denſelben zurückzugeben.