Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
657
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3. Auflage.

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piig a. Geluam in Leipzig

IV. Jahrgang.

Eine Wochenchronik für Niteratur, Kunst, ſchöne Miſſenſchaften und Geſellſchaft.

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am 19. October 1866.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Ein politiſcher Kuß.

Novelle von

Fritz Mende.

Juli 1741. Europa brannte. Der Cardinal Fleury beherrſchte Frankreich, und ſein Syſtem ver⸗ langte Unterſtützung Preußens in ſeinem Kriege wider Oeſterreich; es verlangte auch Iſolirung des Wiener Cabinets, vor Allem mußte verhindert wer⸗ den, daß Rußland gegen Preußen zu Hülfe ziehe. Das Zarenreich mußte beſchäftigt werden und der ſchwediſche Reichsrath, von dem franzöſiſchen Miniſte⸗ rium inſpirirt, begann Geluͤſte und Hoffnungen nach Wiedereroberung der Provinzen, die es vormals be⸗ ſeſſen, und auf noch weitere Erwerbniſſe zu hegen.

Rußland ahn ſchwächen, dazu ſchienen die uneinigen Geſinnungen der Ruſſen, die Spaltungen

gehenden Hofrevolutionen eine günſtige Gelegenheit zu bieten. Man hoffte mit Gewißheit eine neue Thronumſtürzung herbeizuführen und, wenn dieſe zu Stande gebracht, die Verwirrungen derſelben in die Länge zu ziehen, um dadurch Schweden einen uner⸗ ſchwerten Kampf um Finnland bereiten zu können.

Um die geheimen Abſichten zu unterſtützen, das

Feuer der Zwietracht und Unruhe anzufachen, war

ſchon im Jahre vorher der Marquis von Chetardie, ein feiner, intrignanter Kopf, als neuer franzöſiſcher Miniſter nach Petersburg geſchickt worden. Mit dem ſchwediſchen Geſandten Baron von Nolken war man in einverſtändigen Conferenzen ſchon während der Regentſchaftszeit des Herzogs von Curland auf Veränderungen bedacht geweſen, als der Machtſchritt der Prinzeſſin Anna den Entwürfen zuvorkam. Die mit verdoppeltem Eifer geleiteten Pläne eröffneten indeß bald wieder günſtige Ausſichten. azu

Man ſtützte ſich auf die Geſinnungen des V,

in Petersburg und die dort in vollem Schwunge

das der Regentin nicht ſehr ergeben war. In Kern burt allein, ihr deutſcher Abſtamm gefiel ſchHerzen!