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Herr Döpken ſchluckte jetzt und alle folgnden Male mit ungeheurer Anſtrengung das v⸗bönte „⸗Sagte ſie» hinunter und fuhr fort:
„Wie ich mich, erzählte ſie mir, eben vorn in meine Bank geſetzt habe, klopft mir plötzli⸗ Jemand auf die Schulter. Ich kehre mich erſerocken um, wer ſteht hinter mir? Niemand als ein Gegen⸗ über.«Liebe Frau,» ſagt er, ich habeIhrem Wirth⸗ ſchaften von meinem Fenſter aus oft zugeſehen, Sie ſind nicht reich und verdienen darvi wohl gern ein gutes Stück Geld?⸗ 3
„Wenn's in Ehren geſchehen kann, warum denn nicht?⸗
„Gut,» ſagte er, ⸗ſo ſtehen Sie auf und kommen mit mir.“ Ich that wie er würſchte und folgte ihm. Er führte mich darauf zu zwei underen Leuten, einem ganz außerordentlich hübſchen jungen Mädchen und einem kräftigen, unterſetzten Nanne, die vor der Thüre ſtanden, welche in die Saciſtei der Kirche führt. ⸗Hier,» ſagte er, iſt der zreite Zeuge.⸗
Das Mädchen ſchluchzie heftig. Wir gingen jetzt alleſammt in die Sacrißei. Den Küſter, der uns nach dem Zwecke unſeres Hereinkommens fragte und uns nicht in der Sacriſtei dulden wollte, beſchwichtigte er durch ein Zweithalerſtüc, mit dem Bemerken, er wünſche den Herrn Paſtor, wenn dieſer vom Altare herein komme, zu ſprechen, er habe ihm etwas ſehr Nothwendiges mitzutheilen. Das Mädchen weinte. Wir warten alſo in der Sacriſtei, bis der Herr Paſtor im Ornat hereintritt, und kaum hat er die Schwelle überſchritten, ſo geht mein Gegenüber, das ſchöne Mädchen an der Hand, auf ihn zu und ſagt:
„Herr Pfarrer, dieſe iſt meine Frau!⸗
„eDieſer— iſt—- ſtottert ſie darauf ſchluchzend— eæiſt... mein.. Mann.*
⸗Meine lieben Leute,“ ſagt der Paſtor, ⸗das iſt eine höchſt ſonderbare Art, ſich vorzuſtellen; wenn Sie etwas von mir wolleri, bitte ich um Ihre Namen. Alſo was wünſchen Sie?⸗
⸗Was wir wünſchen,» ſagt mein Gegenüber, ⸗das haben wir ſchon erreficht.⸗ Und nun ſpricht er etwas von Trideltinum und Korahm und Teſtibus— ich hab's der Curioſitüt wegen behalten— da wird der Paſtor auf einmeal fuchsteufelwild, ſpectakelt ganz fürchterlich und ſchreit: ⸗Werft ſie hinaus, Küſter, werft ſie hinau 8l Jetzt, als der Küſter ſchon mein Gegenüber anfaſſen will, ſchiebt ſich der andere Mann plötzlich dazwiiſchen, brüllt: ⸗Den Erſten, der hier hinauswerfen will, ſchlage ich wie einen tollen Stier zu Boden⸗ und' bringt die Beiden, während ich folge, ruhig an einer! Wagen, der in der Naͤhe hält. Die Beiden ſteigen mit endloſen Küſſen von dem Anderen,
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der ganz kalt bleibt und blos ſagt: ⸗Gott mit euch Kinderchen!« Abſchied nehmend ein, mein Gegenüber ruft dem Kutſcher zu: Dresdner Bahnhof!» und fort ſind ſie. 4
«Für Ihre Bemühung,“» ſagt der zurückgebliebene aun Andere, während ihm die hellen Thränen aus der Augen zu ſtürzen heginnen, und drückt mir etwas ing die Hand. 4 4
«Habe ich mich auch wirklich zu nichts Unehr⸗ 1 lichem hergegeben?⸗ ſage ich und behalte das Geld* 4 vorläufig in der Hand.
«Liebe Frau,» ſagt er, Sie ſind Zeuge bei einer Trauung geweſen.⸗ 4
„Wenn's nichts Anderes iſt,» ſage ich und ſchiebe das Geld in die Taſche, dann danke ich ſehr. Adjes.⸗
»Adjes,» ſagt er und geht mit großen Schritten von dannen.—
„So erzählte die alte Waſchfrau,“ ſchloß Herr Döpken ſeine Rede und liebkoſte mit dem baumwollenen Taſchentuche ſeine Naſe.
„Verdammt,“ ſagte der Principal,„Philippine— Philippine! Philippine!! Phi— lip— pi— ne!!!“ Er zog das Wort ſo in die Länge, daß man zwiſchen jeder einzelnen Sylbe bequem hätte übernachten können.
Sie mußte wohl todt ſein, denn ſie rührte und regte ſich nicht.
„Nun, wenn ſie nicht will, dann gehen Sie eben dort ins Nebenzimmer, Döpken, und holen aus dem Mahagony-Eckſchrank den Band vom Brockhaus'ſchen Converſationslexikon, in welchem der Artikel⸗Trauung⸗ ſteht. Hier iſt Licht. Mir iſt der Schreck zu ſehr in die Glieder gefahren.“
Herr Döpken verſchwand.
Der Zorn des Principals mußte ſich irgend wohin entladen: auf ⸗meine Tochter Philippines, die es nicht vermocht hatte, den einzigen Sohn des reichen Hand⸗ lungshauſes Haferſchleim an ihren Triumphwagen zu feſſeln.
„Gans!“
„Auch das noch!“ fuhr die Todte auf, war aber gleich wieder leblos.
Herr Döpken kehrte zurück.„Es hat ſeine Richtigkeit,“ murmelte der Principal, ⸗Trauung⸗ über⸗ fliegend,„Richtigkeit— wer klingelt da ſo heftig?“
„Herr Haferſchleim,“ meldete Theodor,„wünſcht Sie zu ſprechen.“.
Das Wort«Haferſchleim» fuhr wie ein Wetter⸗ ſchlag in die Todte, welche aufflog und ins Neben⸗ zimmer ſtürzte; in Herrn Döpken, welcher auf ſeinem Stuhlzipfel hin und her glitt; in den Principal endlich, welcher ſo ausſah, als ob plötzlich die Majeſtät eines
römiſchen Cäſaren in ihn gefahren ſei.


