Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
626
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Gute Nacht, Du artiger Papa! Gute Nacht, Herr Teutobod!

Sei es nun, daß er ſeine Hand zuerſt hervor⸗ geſtreckt, ſei es, daß ſie ihm zuerſt die ihrige dar⸗ gereicht hatte, einerlei, er hatte ſie plötzlich und weil er ſie hatte, mußte er ſie auch drücken, und weil er ſie drückte, mußte ſie ſeinen Druck erwidern und weil ſie ſeinen Druck erwiderte, mußte er ihren Druck zurückgeben und ſo wäre der wunderſchöne Monat Mai, in dem dieſe Geſchichte ſpielt, über Druck und Gegendruck vergangen, hätte nicht der Actuar noch⸗ mals gerufen:

Gute Nacht, Laura'chen, behüt' Dich Gott!

Als Golo mit dem Actuar unterwegs war, ſagfe er zu dieſem:

Herr Actuar, ich habe Ihnen gegenüber eine Schuld auf dem Herzen. Ich heiße nicht Teutobod. W a§! fuhr der Actuar zurück.

Ich habe dieſen und nicht meinen richtigen Namen angegeben, um nicht gleich von vorn herein bei Ihnen das Vorurtheil der Lächerlichkeit gegen mich zu erwecken. Ich heiße nämlich Haferſchleim.

O, ſagte der Actuar,Haferſchleim⸗ das würde mir nicht lächerlich geklungen haben, denn mit dieſem Namen bin ich ſo vertraut, daß er mir in ſeiner Eigenſchaft als Name nie aufgefallen wäre.

Vertraut?

Nun ja, habe ich doch ſchon öfter in Sachen eines Mannes, Namens Haferſchleim, contra R., die am Ort geführt wurden, Proceßacten theils copirt, theils ſogar concipirt dieſer Haferſchleim iſt, wenn ich nicht irre, ein Exemplar von der beneidenswerthen Gattung Nabob, Beſitzer eines ausgedehnten Tuch⸗ geſchäfts in S....

Mein Vater

Der Actuar hatte offenbar ungeheuren Reſpect vor ſeinem Begleiter bekommen. Er ſagte:Wenn Sie vielleicht ſchneller geben wollen, Herr Haferſchleim, ſo ſchlimm iſt mein Fuß nicht mehr, daß ich dann etwa nicht mitkommen könnte!

Ich bitte Sie bei allen vierzehn Nothhelfern, erwiderte Golo herzlich,ſprechen Sie doch nicht auf dieſe Weiſe mit mir, betrachten und nennen Sie mich doch ſo, wie Sie mich kennen gelernt haben, als Ihren jungen Freund Teutobod! Es liegt mir daran! Wollen Sie?

Der Actuar nahm die dargereichte Hand und ſchüttelte ſie, daß Golo Hören und Sehen verging, ob ich will, Herr Teutobod!

Was halten Sie nach Ihren Erfahrungen von dem alten Haferſchleim? fragte Golo nach einer

Pauſe.

Noyellen⸗

Jeilung.

Ein Mann von guten Sehnen muß es ſein, entgegnete Meinhold,ſo weit ich mir überhaupt ein Urtheil aus den dürftigen Verhandlungen bilden konnte, von zähen Sehnen; was er ſich einmal vorgenommen hatte, das ſuchte er oft ſogar ein wenig rückſichtslos und hart, wenn Sie's nicht übel nehmen, durchzuſetzen und er ſetzte es durch!

Golo ſeufßzte.

Nicht wahr, er iſt Wittwer?

Ja.

Sieh da, wir ſind an der deutſchen Freund⸗ ſchaftseiches, ſagte jetzt der Actuarius,treten wir ein.

Durch einen hellen, weiten Thorweg, durch ein großes erleuchtetes Gaſtzimmer, über ein paar Stufen ging es in ein kleines gemüthliches Zimmer. In dem Zimmer um einen ſchneeweiß geſcheierten mächtigen Eichentiſch, große Bierhumpen vor ſich, ſaßen die Gigan⸗ ten ſechs Kraftmenſchen, der Eine noch prächtiger wie der Andere, alle mit aufgekrämpten Hemdärmeln, wie um das Coloſſale ihrer Arme bewundern zu laſſen.

Du kommſt ſpät, Meinhold, dounerte der ihm⸗ Zunächſtſitzende, indem er den Fremden mit neu⸗ gierigem Auge betrachtete.

Aber dafür bringe ich auch einen lieben Freund von mir mit, entgegnete der Actuar,Herr Teutobod ein beifälliges Murmeln durchlief die Verſammlung Herr Loibel, Maler, Herr Pannkok, Athlet auf dem Zettel Diaboli⸗Caſareggio Herr Starklof, Privat⸗ gelehrter, Herr Sarrau, Mnemoniker, Herr Knetſchke, Rentier, Herr Brink, Miſſionarius außer Dienſten.

Sämmtliche Herren fühlten ſich außerordentlich geehrt durch die Anweſenheit des Gaſtes. Letzterer wurde zwiſchen den Maler und den Athleten geſetzt, wenn⸗ gleich er lieber neben dem Actuar geſeſſen hätte, weil er ſtarke Befürchtungen hegte, daß er, wenn ſich die beiden Herren vielleicht irgend einer kleinen Meinungs⸗ verſchiedenheit wegen in ein Stiergefecht eingelaſſen hätten, das erſte Schlachtopfer geweſen ſein würde. Doch ſtellten ſich dieſe Befürchtungen bald als unge⸗ gründet heraus, denn es ſchien ſehr friedlich unter den Männern der Kraft herzugehen...

Wo ſind Sie her, Herr Teutobod? ſagte plötzlich eine überaus hohe, fadendünne Fiſtelſtimme, dünner als die eines kleinen Kindes, in ſeiner Nähe.

Golo ſah erſt den Athleten, dann den Maler

erſtaunt an, dann blickte er unter den Tiſch und

dann in die nächſte Ecke. K Wo ſind Sie her? wiederholte die Stimme, die wohl dem Athleten angehören mußte, der die Lippen bewegte und ſeinen Nachbar anſah... Aus S.

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