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die Bewegung, den Kreislauf des Lebens, das Fluidum der Natur und ihre Umgeſtaltungen durch den Raum und die Zeit in dieſelbe zurückzuführen, mußte man den falſchen Gott„Trägheit“ beſeitigen, den Gott„Bewe⸗ gung“ in Freiheit ſetzen.
Nach dem langen Tode der letzten dreißig Jahre der Regierung Ludwigs XIV. fand ein heftiges Erwachen aller verlorenen Energien ſtatt. Gott wird frei, er entwiſcht. Das Leben erſcheint überall. Von den Wiſſenſchaften zu den Künſten, von den Künſten zur Natur belebt ſich Alles, wird Alles lebendige Kraft. Es gab keine todte mehr. Alle Weſen wollten ſich erheben. Aus dem tiefſten Abgrunde er⸗ hoben ſich ſelbſt die Madreporen, die Korallen und ſagten, ſie wären keine einfachen Blumen, ſondern wahre Thiere. (Peyſonel.) Die Pflanzen ihrerſeits ebenſowohl wie das Thier ſagten, ſie liebten und hätten Geſchlechter.(Faillant.)
Die Inſecten bewieſen(durch Réaumur), daß ſie Arbeiter, wunderbare Induſtrielle wären, von denen jedes ſich die Werkzeuge für ſeine Kunſt mache.
So ſagte die ganze Natur vor der Induſtrie, welche entſtand, daß ſie auch Induſtrie, ein arbeitſamer Schöpfer wäre. Unſer Maillet, welcher in Egypten lebte, ſah in der Gebärmutter des Nils das(nicht müßige) Thier ankommen, einen beharrlichen Arbeiter, das auf der Stufenleiter der Metamorphoſe ſich erhebt, ſich verſchiedenartig geſtaltet und indem es dieſes Organ oder jene Function entwickelt, ſich jeder Gattung zuneigt.
Zur Zeit des Descartes eine reine Maſchine, eman⸗ cipirt ſich das Thier im achtzehnten Jahrhundert, wird das wahre Thier eine belebte und thätige Kraft, die ſich erzeugt und die ihren Antheil des Schöpfers hat... Und Gott erröthet nicht darüber. Alle dieſe Einfältigen, dieſe Unſchuldi⸗ gen beleben, iſt für ihn„ſich in Freiheit ſetzen, ſeine freie Action wieder aufnehmen und wieder in das göttliche Leben eintreten, aus dem die Prieſter und die Sophiſten ihn verbannt hatten“.
Mich befällt ein Schwindel, wenn ich die wunderbare Scene ſo vieler Weſen betrachte, die geſtern noch todt waren und heute ſo lebendig, Schöpfer ſind.... Das iſt ſchön, groß! Gott überall!
Unermeßliche Demokratie!... Je mehr der monarchi⸗ ſche eiſerne Druck des Mittelalters bis dahin übertrieben wurde, um deſto mehr brennen ſie auch, dieſe befreiten Kräfte, ihre ganze Schnellkraft zu haben, ſich endlich zu vertheidigen, ein republikaniſches Leben zu führen. Diderot, ihr Organ, hat eine ſo zarte Achtung für die geringſten Freiheiten, für die kleinen Thätigkeiten, daß er fürchtet, ſie durch einen zu ſtarken Rahmen zu beläſtigen. Er verbindet ſie, ohne ſie zuſammenzupreſſen, läßt ſie ſich kräftig in ſeinen Syſtemen ausbreiten. Er zwingt ſie nicht, läßt ſich verſchwinden.— Im Syſtem der Welt handelt er ganz in derſelben Art. Der große Urheber erſcheint darin kaum. Er wird nicht verleugnet, aber beſeitigt, vertagt oder verſchleiert.
Seine„Pensées“ werden verbrannt(1746). Sein „Lettre sur les Aveugles“ bringt ihn nach Vincennes. Wir wollen ihn auf dieſem hohen Thurme betrachten.
Von dort iſt die Ausſicht auf die Ebene, die Seine und Paris, auf Notre⸗Dame und die Baſtille groß. Wie viele Männer haben von der Höhe dieſes Thurmes herabgeblickt, die Höhe gemeſſen! Retz, Condé, Barbés, Mirabeau, tauſend Andere haben dort verweilt. Aber nie war ein Vogel von einem ſo hohen Fluge dort, als der, den ich daſelbſt ſehe, kein größerer, kein kühnerer, kein weiſerer und thörichter.
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Er hat ſich ſelbſt bewundernswerth gemalt. In Langres geboren, einem hohen Orte, wo ewige Winde herrſchen, welche von Stunde zu Stunde von der Stille zum Sturme übergehen, ſagt er:„Mein Kopf iſt der Wetterhahn des Kirchthurmes, der immer geht, kommt und ſich dreht.“ Ja, ein Hahn mit einem Adlerauge, der in der Höhe ſchwebt und in die Ferne ſieht und von allen Seiten die Winde der Zu⸗ kunft im Voraus fühlt.
Es iſt das Jahr 1749(Juli), der Regierungsantritt der Pompadour und der Triumph des Clerus. Der König be⸗ willigt dem Clerus eine Razzia der Literaten. Unter dem Vorwand des Atheismus wird Diderot in dem Thurme von Vincennes eingeſperrt.
Hundert Jahre früher führte das zum Scheiterhaufen. Vallée, Vanini, Theophile wurden ohne Mitleid verbrannt. Wie viele Andere wurden für Nichts lebendig begraben! Ich habe den Käfig von Saint-Michel-en-Grève genannt. Ich habe nicht die Gräben voller Ratten genannt, wo Renneville's Naſe ihm abgefreſſen wurde.
Diderot war im Gefängniſſe ſehr ſchön. In der härteſten Geheimhaft gehalten, verrieth er doch nie den Namen ſeines Buchhändlers, der ein Recht auf das Bagno in Toulon ge— habt hätte. Er war entſchloſſen, dort zu bleiben.
Und ohne Papier und Feder ſchrieb er mit Kohle ein Drama über den Tod des Sokrates. Die Behörde fühlte Mitleid und wich zurück.
Während dieſes dreimonatlichen. Aufenthaltes in Vin⸗ cennes reifte er ſeinen großen Plan einer allgemeinen Aſſo⸗ ciation der Literaten, die ihre Arbeiten in einem Dictionnaire zuſammenfaſſen ſollten, welcher die menſchliche Wiſſenſchaft enthalten würde. Ein toller Gedanke! Man mußte das glauben.
Würde die Behörde eine ſo gefährliche Unternehmung erlauben, worin alle Wiſſenſchaften dem philoſophiſchen Geiſte gemäß(mit anderen Worten geſagt, gegen die Behörde) aus⸗ einandergeſetzt, überſetzt werden ſollten? Kein ſicherer Beſchützer. Die Pompadour und der junge d'Argenſon wollten und wollten nicht. Hätte Diderot nur ein Buch gemacht, ſo wäre er zu Grunde gegangen. Er beſiegte das Hinderniß vermittelſt der Größe. In ſeiner großen Unter⸗ nehmung vereinigte ſich die Finanzwelt mit dem Volke der Literaten. Vermögen betheiligte ſich daran. Ein ſolches wurde ohne Rückkehr hineingeworfen. Eine einzige Dame gab dazu 100,000 Thaler.
Mehrere ſetzten ihr Leben ein, wie de Jaucourt und ſo viele Andere. Die Großmuth Diderot's, der ſich für nichts ab⸗ arbeitete(er hatte dabei kaum ſein Brod), ſeine Großmuth gewann. Man ſah ein überraſchendes Schauſpiel, der Egois⸗ mus und der Neid hörten auf. Wer hätte je geglaubt, daß die nation des gens de lettres, wie d'Alembert ſie nennt, eine Nation von Nebenbuhlern, Neidiſchen je dahin gelangen werde, ſich in einer gemeinſchaftlichen Arbeit aufzuopfern, worin Jeder ſo wenig glänzen konnte? Ein Babel in alpha⸗ betiſcher Ordnung, ein monſtröſer Dictionnaire in dreißig Bänden in Folio!
Die„Encyclopédie“ war weit mehr als ein Buch. Sie war eine Partei. Sie überſtand die Verfolgungen, indem ſie ſich fortwährend vergrößerte. Ganz Europa ſchloß ſich ihr an.
Eine ſchöne allgemeine Verſchwörung, welche die der ganzen Welt wurde. Ganz Troja ſchiffte ſich in dem troja⸗ niſchen Pferde ein.
Das Alles war noch in dem Gehirn Diderots. Er war noch in Vincenues, aber ſchon freier, als er im Auguſt 1749


