Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
599
Einzelbild herunterladen

d

Herr etlarius f kurper müſſen Laun,

8 locige lbungen

erde ich

irkung zurück⸗ lieb⸗ mmte:

8, das hſelbſt

u den werde die ein nöthig örper⸗ 4, iſt Fauſt, ntheit te be⸗ wurde lichen

ämſt

über taſie Pri⸗ ende ben⸗ des etit

.

& P

Vierte Holge.

etwa erſt heute in vier Wochen vermögen, bis wügin ich, wenn ich erſt einmal wieder ausgegangen ſein

599

nach Hauſe. In das ſonſt ſo ruhige, ſtille Gewäſſer ſeines Lebens war ein mächtiger Stein geworfen

werde, mit doppelten Kräften das Nöthige erarbeite. worden, der eine Menge von ſtreng, ſehr ſtreng Bitte, ſtellen Sie das Ihrem Principal recht eindringlich concentriſchen, ſich kräuſelnden Ringen erzeugte, welche vor und bitten Sie ihn, mir weiter keine Unannehm⸗ ſich weiter und weiter ausdehnten, bis ſie die ganze lichkeiten verurſachen zu laſſen Execution würde Fläche bedeckten.

auch zu Wenig führen Meubel hier, das Sopha wäre einzig und allein vielleicht noch gut Kleidungs⸗ ſtücke ſind keineswegs im Ueberfluß vorhanden, denn wie Sie ſehen, trägt meine Tochter, in Ermange⸗ lung von hm ſchlechteren Kleidern den Ballſtaat einer verſtorbenen Tante.

Hier wurde Laura wieder roth und der gebildete Europäer ſank abermals zum Südſeeinſulaner herab.

Bitte, ſtellen Sie ihm das recht eindringlich vor. Wollen Sie?

Der Südſeeinſulaner wollte. Der Actuar dankte ihm und bat ihn, ſich am anderen Tage wieder bei ihm einfinden zu wollen, damit der Volontär ihm Bericht erſtatte.

Ich freue mich herzlich, Sie kennen gelernt zu haben, ſetzte er hinzu;Körperkraft, das merken Sie ſich, iſt das einzig Reelle im Leben, Herr Teutobod, das einzige. Seine Fauſt hatte ſich ſchon wieder erhoben, um das einzig Reelle der Körperkraft an der Sophalehne zu documentiren, da fiel ihm Laura, etwas verlegen lächelnd, mit den Worten in die Zügel:

Papa, das Sopha iſt doch ſchlecht genug, Du brauchſt es durch Dein Daraufſchlagen nicht noch mehr zu ruiniren.

Der glückliche Cannibale, glücklich, weil man es für der Mühe werth gefunden hatte, ſeine Anſicht über das Sopha zu adoptiren, verließ das Zimmer nicht ohne den entſchiedenen Vorſatz, am anderen Tage pünctlich wiederzukommen des Wechſels wegen.

Als ſich die Thüre hinter ihm geſchloſſen hatte, ſagte der Kraftmann tief unter den tiefſten Noten des Bombardons:Der Mann gefällt mir. Hat gute Muskeln. Stellte den ſchweren Stuhl, in dem ich ihn ſich niederzulaſſen einlud, wirklich hübſch hin. Auch in ſeiner Seele iſt die Musculatur nicht ſchlecht. Haſt Du geſehen, Laura, was er für ein Geſicht machte, als ich ihm mittheilte, daß ich den Wechſel nicht werde bezahlen können?

Laura hatte ihn nicht angeſehen. Sie hatte ihn überhaupt nicht angeſehen. Sie konnte ihn nicht leiden. Und warum? Er hatte über ihr gutes Sopha gelacht. Das Sopha war doch gut.

Ja, ſagte das Baßbombardon,das Sopha iſt die Zierde des Zimmers. Hm!

Den Kopf voll Gedanken ſchritt der Volontär

(Fortſetzung folgt.)

Gedicht von Moritz Blanckarts.

Tizians Tod. 1576.

Venezia, die ſtolze Dogenſtadt,

Ward ſchrecklich heimgeſucht vom ſchwarzen Tod. Es herrſchte unter Allen Leid und Noth,

Und das Verderben ſchritt auf jedem Pfad. Wie glücklich war, an dem der kalte Schnitter Vorüberzog, ein drohendes Gewitter.

Doch, wen er faßt, muß ſeiner Senſe fallen,

Ihn rührt nicht Eltern-, nicht der Gatten Schmerz, Nicht eines Kindes hülflos flehend Lallen, Erbarmungslos bricht er das beſte Herz.

Auch Tizian mußt' ſeine Macht erfahren,

Der größte Künſtler einer großen Zeit;

Jetzt ſchon ein Greis von neun und neunzig Jahren, Empfand er nur des Daſeins Freudigkeit.

Da hat in voller, ſchönſter Jugendkraft⸗

Nun ſeinen Sohn die Peſt hinweggerafft.

Den ält'ſten Sohn Horaz, ſo hoffnungsreich,

Der an Talenten ſelbſt dem Vater gleich.

Und Tizian hat ſo treulich ihn gepflegt,

Daß, von der böſen Krankheit ſelbſt erfaßt,

Er todesmatt auf's Lager ſich gelegt,

Jetzt erſt empfindend ſeiner Jahre Laſt. Vereinſamt liegt er nun in ſeinem Schloß,

Denn furchterfüllt floh ihn der Diener Troß.

Da naht ein Prieſter ſich. Will er verkünden Ihm die Vergebung aller Erdenſünden

Im letzten Sacrament? Er hofft es ſchon;

Doch war's im Wahn! Dem Heiligſten zum Hohn Erſcheint Pomponius, Tizians zweiter Sohn, Der, immer fremd dem liebewarmen Herzen,

Nur noch vermehrt des greiſen Vaters Schmerzen. Er rafft zuſammen, was an Koſtbarkeiten

Der Meiſter aufgehäuft ſeit langen Zeiten, Selbſt deſſen letzte Bilder, Alles hier

Ergreift er in der Habſucht wilder Gier

Und eilt nach Mailand hin mit ſchnellem Fuß, Kein tröſtend Wort ſpricht er zum Scheidegruß,