Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
575
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el Gooch, Griclade, mipany iſt tt vorge⸗ binſo ggeit fenn aſt in der lim ſelbſt bemerkbar ner öhern ſſen, denen rtdauernde on Sehen für Stufe für welche zuletzt das ſſeher des ſe Pflicht oſten, die ch und ugte, wie dern hoch⸗ ts verſtehe, geſundern rrn Gooch Ht in Nr n, welcher ner Geſell⸗ derſelben er, der es lichkeit ver⸗ n Stellung henſo viel err Gooch eſen, und zur Zeit, legraphen Cricklade

eigne An⸗ einen sell ent er die

ut. C.

ſchaften, Bergen, See'n und Bäumen bedeckt ſehen,

Vierte

Reinheit des Charakters.

Ueber der Schönheit der Pflaume und der Aprikoſe wächſt ein Flaum und eine Schönheit, weit e aichneler als die Frucht ſelbſt eine weiche, zarte Hülle, welche die lieblich gefärbte Frucht überzieht. Sobald man aber mit der Hand darüber wegſtreicht und ſie abgewiſcht wird, ſo iſt ſie auf immer verloren, denn ſie erzeugt ſich nie ein zweites Mal. Die Blume, welche am Morgen mit Thau beperlt herab⸗ hängt geſchmückt, wie nie eine königliche Dame in gleicher Schönheit mit Juwelen geſchmückt war man ſchüttle ſie einmal, daß die Perlen herabfallen, und man mag ſie dann, ſoviel man will, mit Waſſer beſprengen, man wird ſie nie wieder zu dem machen können, was ſie war, als der Thau ſchweigend vom Himmel ſich auf ſie herabſenkte! An einem froſtigen Wintermorgen mag man die Fenſterſcheiben mit Land⸗ die zu⸗ ſammen ein ſchönes, phantaſtiſches Gemälde bilden. lege nun die Hand auf das Glas und durch das Abſchaben mit dem Finger oder durch die Wärme des Handtellers wird die ganze ſchöne Scenerie ſchnell verwiſcht ſein. So giebt es auch in der Jugend eine Schönheit und Reinheit des Charak⸗ ters, welche, ſobald ſie einmal berührt und befleckt worden iſt, nie wieder hergeſtellt werden kann; ein Schmuck, viel zarter, als die von der Kälte an den Fenſterſcheiben hergeſtellten Verzierungen, welcher, ſobald er einmal zerriſſen und zer⸗ brochen iſt, nicht wieder auszubeſſern iſt. Der Menſch, welcher dieſes Gewand in ſeiner Jugend befleckt und beſudelt hat, vermag es nie wieder ganz weiß zu machen, ſelbſt wenn er verſuchen ſollte, es mit ſeinen Thränen zu waſchen. Wenn ein junger Mann mit dem Segen der Thränen ſeiner Mutter, welche noch feucht auf ſeiner Stirn ſind, das Haus ſeines

Vaters verläßt und er verliert dann in der Welt die frühere

Reinheit ſeines Charakters, wieder zu erſetzen im Stande iſt. Laſters. werden; es kann nur Vergebung erlangen. C.

ſo iſt das ein Verluſt, den er nie Das iſt die Folge des

Malen unter Schwierigkeiten. Einem Briefe aus Antwerpen entnehmen wir folgende

Stelle:

Als ich längs der großen Galerie in dem Muſeum zu Antwerpen umher ſchlenderte, bemerkte ich einen Künſtler, der mir den Rücken zukehrte, deſſen Form in einen weiten Poncho eingehüllt war, und der in einer ungewöhnlich freien und leichten Art zu arbeiten ſchien, denn ſein Körper war in ſeinen Stuhl zurückgeworfen und ſeine Kniee waren in gleicher Höhe mit ſeinem Kinn. 3n meiner Verwunderung fand ich, daß er Niemand anderes als Mynheer Van Biffin war, der ganz einfach eine Madonna mit ſeinen Fußzehen malte. Seine Füße waren mit wollenen Socken bekleidet, an denen die Fußſpitzen abgeſchnitten waren ſo zu ſagen Handſchuhe ohne Finger; zwiſchen der großen und der folgenden Zehe hielt er den Pinſel, auf der großen Zehe am linken Fuße hatte er ſeine Palette. Der arme Schelm hatte gar keine Arme und wie man mir erzählt hat, iſt er ſo geboren worden. Trotzdem gilt er für den ſchnellſten und geſchickteſten Copiſten in dem Muſeum und er kann ſich jährlich nach engliſchem Gelde ein Einkommen von fünfhundert Pf. Sterling ver⸗ dienen. Man erzählte mir auch, daß er im Kaffeehauſe mit ſeinen Zehen Domino ſpiele und daß er ſich mit Hülfe dieſer Gliedmaßen auch ſelbſt raſire, welches letztere Kunſtſtück ich

Man

Die Wirkungen deiſelben können nicht ausgerottet

Folge. 575 aber erſt ſel bſt ſehen müßte, ehe ich dieſer Angabe Glauben ſchenke. In dan Muſeum war er indeſſen ſichtbar und unbezweifelt mit dem Copiren eines ſchönen Gemäldes be⸗ ſchäftigt und er ſchien ganz ausgezeichnet zu malen. C.

Glückſeligkeit.

Von Geſchlecht zu Geſchlecht hat ſich die Idee verpflanzt, daß Glückſeligkeit ein großer und koſtbarer Edelſtein, ein einfaches Juwel und ſo ſelten iſ. daß alles Aufſuchen deſſelben vergeblich, alle Anſtrengung, ihn zu erlangen, hoffnungslos iſt. Dem iſt nicht ſo. Glückſe ligtei iſt ein aus vielen kleinen Steinen zuſammengeſetztes Moſaik. Jeder derſelben einzeln genommen und für ſich betrachtet, mag von wenig Werth ſein; ſobald ſie aber alle zuſammen gruppirt und einſichtsvoll zuſammengeſetzt und geordnetſind, dannbilden ſie ein gefälliges, reizendes⸗Ganzes einen koſtbaren Juwel. Tritt daher das kleine Vergnügen, welches die liebevolle Vorſehung täg⸗ lich auf Deinen Pfad ſtreut, und das wir in unſerm eifrigen Suchen nach irgend einer großen und aufregenden Freude ganz zu überſehen nur allzu geneigt ſind, nicht mit Füßen. Weshalb ſollten wir unſere Augen immer auf den glänzenden, entfernten Horizont gerichtet halten, während es in dem Gar⸗ ten, in welchem ſpazieren zu gehen uns erlaubt iſt, ſo viele liebliche Roſen giebt? Gerade die Hitze unſerer Jagd nach Glückſeligkeit mag der Grund ſein, weshalb ſie uns ſo oft

entwiſcht. Wir laufen athemlos hinter ihr her, wenn ſie huld⸗ reich uns ganz nahe gebracht worden war. C.

Misrellen.

Es giebt drei verſchiedene Arten, die Leiden dieſes Lebens zu ertragen: mit Gleichgül ügrat⸗ was am gewöhnlichſten iſt; mit Philoſophie, die prahleriſch die wirkſamſte Weiſe. Es iſt ganz richtig geſagt worden, Philoſophie triumphire über vergangne und zukünftige Uebel, aber gegenwärtige Uebel triumphiren über die Philoſophie. Die Philoſophie iſt eine Göttin, deren Kopf in der That im Himmel iſt, aber deren Füße auf der Erde ſind; ſie unter⸗ nimmt mehr als ſie vollendet und ſie verſpricht mehr als ſier zu leiſten im Stande iſt; ſie kann uns lehren, von den Leiden Anderer mit Seelengröße zu hören; aber die Religion kann allein uns lehren, unſre eignen Leiden mit Ergebung zu ertragen.

Es bringt uns Nutzen, das zu bewundern, was gut und ſchön iſt; es iſt aber noch unendlich vortheilhafter für uns, wenn wir es lieben. Wir werden dem ähnlich, was wir bewundern, aber wir werden mit dem Eins, was wir lieben.

Jeder Menſch ſollte nach Auszeichnung ſtreben, nicht indem er Andere herabzieht, ſondern indem er ſich ſelbſt erhebt, und ſich des Vergnügens ſeiner eignen Ueberlegenheit, mag ſie nun eingebildet oder wirklich ſein, erfreut, ohne daß er Andere in dem Genuß deſſelben Glückes ſtört.

Ein Mormone ſagt, es iſt ſo leicht, an unſern Nebenmen⸗ ſchen Fehler aufzufinden, wie es iſt, mit einem Schlitten einen Hügel herabzufahren, während das beſſer Handeln etwa ſo iſt, wie einen Schlitten einen Berg hinauf zu ziehen. Es iſt daher gar nicht zu verwundern, daß es ſo viele Perſonen giebt, die ein Vergnügen darin finden, den rechten Weg

heſte Art; und mit Religion,

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