Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
543
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Tage, wo der Geiſtliche eine Predigt zu h

gähnte am Kaffetiſch und übte ihren Witz an mir; da öffnete ſich die Zimmerthür und ein junger blonder Mann trat mit gewandten Verbeugungen ein, den Director begrüßend und Madame Carlsberg, eine ausgezeichnete Sängerin, von der er ſchon ſo viel Treffliches durch den Ruf vernommen, die Hand eifrig küſſend. Das Geſicht der Dame erheiterte ſich plötzlich.Mein Name iſt Reizenſtein, ſagte der An⸗ kömmling; er war dem Director und ſeiner Freundin nicht unbekannt, ſein Engagementsantrag willkommen. Er erzählte viel und wußte unſere Dame immer mehr zu intereſſiren. Nun können wir noch weiter gehen, rief Eiſenhut entzückt, wir können sdie Zerſteuten» geben! Sämmliche Perſonen hatten in dem Stücke geſpielt, es wurde ſofort niedergeſchrieben und Tags darauf fand dieſe großartige Vorſtellung ſtatt. Der Caſſen⸗Ertrag ſchien dem Director in Betracht des Ausgaben⸗ Zuwachſes, den das vierte Mitglied veranlaßte, jedoch keines⸗ wegs genügend. Die Dame war empfindlich, daß ihr neuer Protegé auf dieſe Weiſe ſich nicht nützlich erwieſen haben ſollte, und gab ziemlich deutlich ihr Votum dahin ab, daß man dieſen, den ungleich beſſeren und geübteren Schauſpieler, behalten und dagegen mich fortſchicken ſollte. Herr Eiſen⸗ hut, der ziemlich unter ihrem Einfluß ſtand, ſchien dies ungern zu vernehmen, wagte aber keinen Widerſpruch. Vor der Hand befreite ihn ein anderer Uſtand von unan⸗ genehmen Erörterungen: mein längſt verlaufener Paß zog mir überall Colliſionen mit der Polizei zu und ich hielt daher

eine Reiſe nach Stuttgart für nöthig, zumal mir Hoffnung dort einen neuen Paß zu erhalten. Gern wurde

gegeben, mir Urlaub und ein kärgliches Reiſegeld bewilligt. Madame ent ließ mich, da ich von ihr auf Wiederſehen Abſchied nahm, mit einer Miene, in welcher der Wunſch: auf Nichtwieder⸗ ſehen, deutlich genug zu leſen war, dich Herr Reizenſtein mich mit einem Blicke unverkennbaren Triumphes aus der

Thür ſchreiten ſah.. 6.

Ein ungebetener Gaſt. Herr X..., Geiſtlicher in einer Gemeinde der Norman⸗ , hat einen Bruder, der ein Seemann iſt, welcher von einer Fahrt nach Weſtindien einen ſehr hübſchen kleinen Affen mitbrachte, den er dem Abbé ſchenkte.

Dieſer kleine Affe hat eine ſolche Anhänglichkeit an den Geiſtlichen, daß er ihn faſt nie verläßt und daß man ihn ſehr ſorgfältig einſperren muß, wenn der würdige Geiſt iche ſich in die Kirche begiebt.

Kürzlich fand indeſſen der Affe ein Se. ge ſich an einem alten hatte, ober⸗ halb der Kanzel zu verſtecken, und er zeigte ſich erſt dann, als der Abbé ſeine Predigt begonnen hatte.

Er ſetzte ſich dann ſo, daß er von den Anweſenden ge⸗ V

ſehen werden konnte, beobachtete die Geſten ſeines Gebieters und begann dann, ſie durch Stellungen und Grimaſſen nachzuahmen, welche Jedermann zum Lachen reizten.

Der würdige Prieſter, welcher die Ulſache eines ſolchen Scandals nicht kannte, ermahnte zuerſt ſeine Zuhörer in einer ziemlich milden Art; als er aber ſah, daß das Gelächter ſich vermehrte, anſtatt ſich zu vermindern, wurde er ärgerlich.

Seine Bewegungen, die dadurch lebhafter geworden waren, gaben den Geſten und Grimaſſen des Affen auch mehr

Vierte Folge

des boshaften Affen bemerkt, als er ſich nicht verhindern konnte, an der allgemeinen Heiterkeit ſelbſt Th ei zu nehmen. Da es nun kein Mittel l gab, ſich des Thieres ſofort zu be⸗ mächtigen, ſo entſchloß ſich der gute Geiſtliche, den Reſt ſeiner Predigt aufzugeben, die ineben er ſich nicht geſtimmt fühlte, beſonders da er ſah, daß ſeinen Zuhörern durch das Geſchenk des Seefahrers die Andacht ganz verloren gegangen war. C.

Orientaliſche Gebrüuche. Bausman ſagt in ſeinemSinai and Zion:Es giebt viele Charakterzüge und Gebräuche, in denen die Araber und Türken unſre Antipoden ſind. Sie ſcheeren ſich den Kopf und nicht das Kinn, und wir machen es um gekehrt. Bei uns iſt das Abnehmen der Kopfbedeckung in Gegenwart einer andern Perſon das Zeichen der Achtung; bei ihnen ein Zeichen der Verachtung. Wenn ſie in eine Moſchee treten, um Gott zu verehren, ſo behalten ſie ihren Turban auf, aber ſie legen ihre Schuhe und Pantoffeln ab; wir thun das Entgegengeſetzte. Sie beſteigen ein Pferd von der rechten Seite, wir von der linken. Wir zeigen unſre gute Erziehung, wenn wir Jemandem auf der Straße be⸗ gegnen, indem wir ausweichen; ſie, indem ſie zunächſt der Mauer der Häuſer gehen. Sie ſchreiben von der rechten Seite zur linken; wir von der linken zur rechten Seite. Bei Tiſche erweiſen ſie ihren Gäſten Ehre, indem ſie ſich zuerſt vorlegen; wir legen uns zuletzt vor. Wenn uns ein Freund nach dem Befinden unſrer Gattin fragt, ſo betrachten wir das als ein Compliment; bei dem Orientalen gilt es für eine Beſchimpfung, wenn er gefragt wird, wie ſich ſeine Frau befinde. Ihre Trauerkleidung iſt weiß; die unſrige ſchwarz. Sie endigen ihre hölzernen Häuſer von dem Gipfel herab; wir bauen die unſrigen von dem Grunde in die Höhe. Im Orient tragen die Männer weite Röcke und die Frauen Beinkleider. Wir waſchen unſre Hände, indem wir ſie ins Waſſer tauchen; ſie, indem ſie ſich? Waſſe r auf die Hände gießen laſſen... C.

V Misrellen. Als Sheridan gefragt wurde, welchen Wein er am nelfen trinke, antwortete er.Den Wein anderer Perſonen.

Ein alter Hageſtolz iſt ein Reiſender auf der Eiſenbahn des Lebens, der es verfehlt hat, die zweckmäßigen Verbindungen V zu machen.

Ein Richter ſagte ärgerlich zu einem plumpen Quäker, von dem er keine directe Antwort bekommen konnte:Wiſſen Sie wohl, mein Herr, wofür wir hier ſitzen?Sicher weiß

ich das, lautete die Antwort des Ouälers;drei von Ihnen

für vier Dollar täglich und der fette Herr in der Mitte für viertauſend Dollar jährlich,

Dr. Chopin ſagt:Eine Sache, die nie Jemanden zu einem Fanatiker machte, erzeugte nie einen Märtyrer.

Entwickelung und in Folge deſſen nahm das Gelächter unter der Verſammlung zu.

Endlich ließ ein Zeichen, das man dem Prediger gab, denſelben über ſich blicken, und er hatte kaum das Verfahren V

Der größte Segen, welchen der Allmächtige ſeinen Geſchöpfen verliehen hat, iſt das Vermögen, ſelbſt glücklich zu ſein, indem man Andere glücklich macht.