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und zugleich den von England angeregten Plan zu vereiteln, nach welchem durch den ſogenannten Quintupel⸗Vertrag fünf Seemächten das Recht zugeſichert wurde, die Schiffe aller anderen ſeefahrenden Nationen durchſuchen zu! laſſen, ſobald ſie des Sclavenhandels ſich verdächtig zeigten. Caß proteſtirte im Namen der Vereinigten Staaten entſchieden gegen dieſen Vertrag und ſchrieb ſogar nach Waſhington, die Regierung möge ſich auf den Krieg vorbereiten. Die franzöſiſchen Kammern verwarfen übrigens den Vertrag und ſomit war die Kriegsgefahr verſchwunden. Kurz nachher wurde aber zwiſchen den Vereinigten Staaten und Großbritannien der ſogenannte Aſhburton⸗Ve rtrag zu dem Zwecke der Unter⸗ drückung des Negerhandels abgeſchloſſen, deſſen eine Clauſel feſtſetzte, daß ein vereinigtes nordamerikaniſches und engliſches Geſchwader an der Küſte von Afrika kreuzen ſollte, um dort dem Sclavenhandel ein Ende zu machen. Caß erblickte in dieſem Vertrage eine Art von Mißbilligung der von ihm in dieſer Frage eingehaltenen Politik und in Folge deſſen reichte er ſeine Entlaſſung ein und kehrte nach den Vereinigten Staaten zurück, wo er als entſchiedener Gegner dieſes Ver⸗ trages auftrat. Daniel Webſter, der ihn unterhandelt hatte, wußte ihn ſehr gut zu vertheidigen und Caß zog ſich bei dieſer Gelegenheit ſehr lebhaften Tadel in ſeinem Vaterlande wie in England zu.
Im Jahr 1844 wurde Caß von ſeinen Freunden bei der Präſidentenwahl als Candidat aufgeſtellt, er unterlag aber und Polk wurde erwählt. Im folgenden Jahr wurde er in Michigan zum Senator im Congreß ernannt, in dem da⸗ mals Webſter, Clay,
Novellen⸗
Calhoun und Benton ſaßen und in
dem er bald ein ſehr einflußreiches Mig ied wurde. Während
der Zeit, wo er im Senate ſaß, kam die Oregongrenzfrage zur Verhandlung, worin Caß in ſeinen Forderungen am weiteſten ging. Polk's Regierung ſchwankte zwiſchen der extremen und der gemäßigten Partei, welch und Crittendon von der Whigſeite, und Benton und Calhoun von Seiten der Demokraten an ihrer Spitze hatte. Zul⸗ tzt
trug die gemäßigte Seite den Sieg davon und die Frage
wurde mit England geordnet, ohne daß es zu einem Kriege kam. Als Senator war Caß damals auch Führer der Partei, welche einen Krieg mit Mexiko wünſchte und ihr Ziel auch erreichte. Nach dem Schluß dieſes Krieges kam das„Wil- mot-Proviso“ zur Berathung, das in der politiſchen Geſchichte der Vereinigten Staaten ſo bekannt geworden iſt. Daſſelbe beantragte, die Sclaverei gänzlich von dem Gebiet auszu⸗ ſchließen, das durch den mexikaniſchen Krieg an die Ver⸗ einigten Staaten ge langt ſer Auch gegen dieſen Antrag trat Caß als Gegner auf, weil nach ſeiner Anſicht die Gebiete ſelbſt darüber die Entſcheidung haben müßten, ob ſie ſich zu einem freien oder einem Selavenſtaat bilden wollten.
Im Jahr 1848 wurde Caß von der demokratiſchen Partei wieder als Candidat für die Präſidentenwahl aufge⸗ ſtellt, aber die Freiboden⸗Demokraten ſtellten auf der Grund⸗ lage des Wilmot-Proviso Van Buren als ihren Candidaten auf, und in Folge der Zerſplitterung der Noten der Demo⸗ kraten ging der Candidat der Whigs, General Taylor, als Sieger aus der Präſidentenwahl hervor. Jetzt wurde Caß wieder zum Mitglied des Seuats des Congreſſes erwählt, in dem er bis 1857 thätig wirkte. Während der ſtürmiſchen Debatien über die Kanſas⸗Schwierigkeiten war Caß ein Ver⸗
theidiger des Grundſatzes der Volksſouveränetät und verlor dadurch neuen Senatswahlen vorgenommen wurden, Freunde des Generals Caß ſeine Wiederwahl vor,
ſchlugen die aber eine
e letztere Webſter
das Vertrauen ſeiner Conſtituenten. Als 1857 die
Natur; komm und ſtudire es.⸗
Jeitung.
große Majorität war gegen ihn. Caß konnte ſich indeſſen leicht über ſeine Niederlage tröſten, denn ihm wurde von dem Präſidenten Buchanan die Stelle als Staatsſecretär oder Premierminiſter in ſeinem Miniſterium übertragen, die er bis zu der Zeit bekleidete, wo Buchanan ſich weig gerte, dem Major Anderſon in Fort Sumpter Verſtärkungen zu ſchicken. In Folge dieſer Weigerung des Präſidenten verzichtete Caß auf ſeinen Sitz im Miniſterium und kehrte unter dem Beifall ſeiner Landsleute nach Detroit zurück und verzichtete von dieſer Ze it an ganz auf das öffentliche Leben, dem er ſechs und funfz ig Jahre gewidmet hatte.
Im Privatleben war Caß ein ausgez Charakter, ſtreng e werth. großmüthig, wozu ihm alle rdings ſehr zu Gebote ſtanden, da er im Beſitz eines mehreren Millionen Dollar war. Seine Geiſtesanlagen waren nicht die glänzendſten, aber ſeine Ene rgie und ſein Talent für die Ausführung von Geſchäften m lachten ihn zu dem aus⸗ gezeichnetſten Manne, der er war. Sein Patriotismus war von der ſtreitſüchtigſten Art, die in den Vereinigten Staaten nicht ungewöhnlich iſt, welche bei allen Gelegenheiten in ihren Forderungen amerikaniſcher Rechte und Anſprüche am weiteſten geht, ganz beſonders England gegenüber. Obgleich er nie Sympathie für die Gegner der Selaverei hatte, ſo machte ſein Patriotismus ihn doch zu einem Gegner der Seceſſion und zum entſchiedenen Anhänger der Union im letzten Kriege. Er hinterläßt ſeinen Kindern ein unermeßliches Vermögen in ſeinem Grundbeſitz in Detroit. C.
eichneter moraliſcher
hrlich in allen Geſchäften und bemerkens⸗ reiche Mittel Vermögens von
Eine ſchwarze Bildhauerin.
Vor ein paar Monaten ſchrieb man dem„Athenäum“ aus Rom:
Unter uns, in einer Stadt, wo Alles, was uns um⸗ giebt, den alten Zeiten angehört, findet ſich jetzt eine intereſ⸗ ſante Neuigkeit. Miß Edmonia Lewis, eine farbige Dame, hat ein Studio in Rom genommen und arbeitet als Bild⸗ hauerin in einem der Zimmer, welche früher der große Meiſter Canova benutzte. Sie iſt die einzige Dame ihrer Race in den Vereinigten Staaten, die ſich dieſem Fache und der Praxis der Bildhauerkunſt gewidmet hat, und die Thatſache iſt ſo bemerkenswerth und einzig, daß eine beinahe in ihren eignen Worten gegebene kurze Skizze ihres Lebens ſicher dem weiten Kreiſe Ihrer Leſer willkommen ſein wird. Sie er⸗ zählte mir letzthin:
„Meine Mutter war eine in Albany geborene wilde Indianerin von kupferrother Farbe mit ſchlichten ſchwarzen Haaren. Dort verfertigte und verkaufte ſie Mocaſſins. Mein Vater, ein Neger und Diener eines Herrn, ſah ſie und heirathete ſie. Ich wurde in Greenhigh in Ohio geboren. Meine Mutter verließ oft ihr Haus und wanderte mit ihrem Volke deſſen Gewohnheiten ſie nicht vergeſſen konnte, und ſo wurden wir, ihre Kinder, in derſelben wilden Art auferzogen. Bis ich zwölf Jahre alt war, führte ich dieſes Wanderleben, fiſchend und ſchwimmend,“ fügte ſie mit großer Luſtigkeit hinzu,„und Mocaſſins verfertigend. Dann wurde ich drei Jahre lang in M'Graw in die Schule geſchickt, aber man erklärte, ich ſei zu wild— man könne mit mir nichts anfangen. Oft ſagte man zu mir:«Hier iſt Dein Buch, das Buch der Aus dieſer Schule wurde ich in eine andere in Oblin in Ohio geſchickt, wo ich vier Jahre blieb, und dann dachte ich, wieder zu dem wilden Leben zurück zukehren; aber meine Liebe für die Bildhauerkunſt ver⸗
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