Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
510
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erwarb. 1838 beruhigte er mit einer bewundernswerthen Energie und Tact und ohne Truppen die patriotiſchen Stö⸗ rungen an der ausgedehnten nördlichen Grenze der Ver⸗ einigten Staaten und es gelang ihm, die Cherokeſen in einer

Art zu beſtimmen, das Land zu verlaſſen, die ihm zugleich

die Dankbarkeit dieſes Stammes und die Bewunderung ſeines ganzen Landes gewann.

Im Jahr 1839 erwarb er ſich den ehrenvollen Titel Pacificator der nördlichen Grenze, indem er das Land vor einem blutigen und verderblichen Kriege mit Groß⸗ britannien bewahrte, der damals auszubrechen dvohte.

Den größten Ruhm erwarb ſich der General Scott in dem Kriege mit Mexiko im Jahr 1847. Er eröffnete

denſelben mit der Einnahme von Vera Cruz und der Er⸗

oberung des bis dahin für uneinnehmbar gehalten Forts San Juan d'Ulloa beinahe ohne Verluſt von Menſchenleben und nach einer thätigen Belagerung von nur vier Tagen. Am 18. April erfocht er den glänzenden Sieg bei Cerro Gordo, wodurch er den Nordamerikanern den Pfad zur Herrſchaft des ganzen weſtlichen Continents eröffnete. Am 19. April rückte er in die Stadt Jalapa ein; am 22. April beſetzte er Perote; am 15. Mai nahm er Puebla ein. Am 20. Auguſt gewann er die drei großen Siege bei Contreras, San An⸗ tonio und Cherubasco. Am 8. September lieferte er die für ihn ſiegreiche Schlacht bei Molino del Rey; am 13. Septem⸗ ber nahm er mit Sturm die ſchrecklichen Anhöhen und Forts von Chepultec, vertrieb das mexikaniſche Heer von den Thoren Belen und San Cozme und am 14. September zog er mit 6000 Helden in die Stadt Montezuma's ein, wo er bis zu dem am 2. März 1848 erfolgten Abſchluß des Friedens⸗ vertrags von Guadaloupe Hidalgo blieb, der für die⸗Ver⸗ einigten Staaten eben ſo ehrenvoll wie vortheilhaft war. Der Eroberer von Mexllo kehrte hierauf hochgeehrt in die Vereinigten Staaten zurück.

Zweimal wurde er von den Whigs bei der Präſidenten⸗ wahl als Candidat aufgeſtellt, doch 1848 unterlag er dem General Taylor und 1852 Franklin Pierce und ſeitdem iſt er nie wieder als Candidat aufgetreten. Trotz der großen Dienſte, die er ſeinem Vaterlande geleiſtet, der Würde ſeines Charakters und ſeiner bekannten Anhänglichkeit an die Ideen ſeiner Partei erfreute er ſich doch wegen ſeiner mili⸗ täriſchen Schroffheit keiner wirklichen Popularität. Der Präſident Pierce hielt es aber für ſeine Pflicht, den General Scott für ſeine Niederlage bei der Präſidentenwahl dadurch zu entſchädigen, daß er bei dem Congreſſe am 28. Februar 1855 beantragte, ihm wegen ſeiner in Mexiko geleiſteten Dienſte den Rang als Generallieutenant, der vom 29. März 1847

datiren ſollte, zu verleihen, was von Seiten des Congreſſes

auch bewilligt wurde. Mit dieſem Range, den ſeit Wa⸗ ſhington kein amerikaniſcher Officier mehr bekleidet hatte, war zugleich der Oberbefehl über das ganze nordamerikaniſche Heer verbunden, für welchen Poſten er ſich vollkommen eignete. Dagegen war es von Seiten des amerikaniſchen Volkes ſicher klug, ihn nicht zum Präſidenten gewählt zu haben, da er nur den militäriſchen Ruhm vertrat, während ſein perſönlicher Charakter ihm viele Blößen gab. Seine Eigenliebe und ſein Hochmuth bildeten einen grellen Contraſt gegen das beſcheidene Auftreten des Generallieutenants Grant, der Dritte, der dieſen Poſten in den Vereinigten Staaten

bekleidet, der ſich durch ſeine Beſiegung der Seceſſioniſten

und die Wiederherſtellung der Union um die Vereinigten Staaten noch weit größre Verdienſte erworben hat, als Scott durch ſeinen Sieg über Mexiko. Mit ſeinen Vorgeſetzten

Zeikung.

ſund Kameraden lebte er beſtändig in Hader. Seine ariſtokratiſchen Gewohnheiten ſtanden mit ſeinen pecuniären Mitteln nicht im Einklang, was ihm ebenfalls viele Ver⸗ drießlichkeiten verurſachte. Doch dieſe perſönlichen Mängel

ſchmälerten die Verdienſte nicht, die er ſich als patriotiſcher Soldat um ſein Vaterland erworben hat und die auch allſeitig ehrenvoll anerkannt wurden. Sein Patriotismus bewährte ſich bei dem Ausbruch der Rebellion glänzend, und obſchon er im Anfang dringend zu Compromißmaßregeln rieth, ſtand er doch auf ſeinem Poſten, ſobald die Südſtaaten zum offenen Widerſtande ſchritten. Sein großes Anſehen im Heere bewahrte daſſelbe vielleicht vor einer förmlichen Auflöſung. Obwohl Virginier und früher ſelbſt Sclavenhalter, blieb er doch für die Bitten der Südländer taub, ſo ſehr ſich dieſelben auch bemühten, ihn für ſich zu gewinnen. Er organiſirte das Bundesheer für den bevorſtehenden Kampf, erkannte aber bald, daß weder ſeine phyſiſchen, noch ſeine geiſtigen Kräfte der Auf⸗ gabe, die Südſtaaten zur Rückkehr in die Union zu zwingen, ge⸗ wachſen waren, und in Folgedeſſen bat er am 31. October 1861 um ſeine Dinſtentlaſſung, die ihm mit Beibehalt ſeines bisheri⸗ gen vollen Gehaltes gewährt und der General Mac Clellan zu ſeinem Nachfolger ernannt wurde. Er befand ſich eben in Paris, als daſelbſt die Nachricht ankam, daß die für Paris und London beſtimmten Comiſſäre der Südſtaaten, Slidell und Maſon, am Bord eines engliſchen Poſtpacketboots auf Befehl der nordame⸗ rikaniſchen Regierung verhaftet worden ſeien. Im Folge deſſen kehrte er ſofort nach Waſhington zurück, um dem Präſidenten Lincoln guten Rath zu ertheilen. Seit dieſem Ereigniß hat er an den öffentlichen Angelegenheiten keinen thätigen Antheil mehr genommen. Die neidloſe Bewunderung, die er dem General Grant für die von demſelben erfochtenen Siege zollte, welche die Scott's an Wichtigkeit bei weitem übertrafen, verſöhnte auch die mit ihm, welche früher ſeine Gegnergeweſen waren. Daher ver⸗ nahm das nordamerikaniſche Volk die Kunde von ſeinem Ableben mit tiefer Rührung und wird ſein Andenken für immer ehren.

C.

Fliegende Plagegeiſter der amerikaniſchen Tropen.

Die traurigſte Schattenſeite des tropiſchen Waldlebens i*ſt die Inſectenplage. Keine Jahreszeit iſt davon frei. Nur die Gattungen und Arten dieſer Quäler wechſeln nach den Monaten und nach den Localitäten. Je feuchter die Luft und die Waldſtelle, deſto größer iſt die Zahl der Mosquitos, der

Dipteren, die mit empſindlichem Stachel oft ein unleidliches Summen verbinden. Wer nicht mit einem ſoliden Mosquito⸗ netz verſehen iſt und es kunſtgerecht aufzuhängen verſteht, dem gönnen dieſe kleinen Peiniger keinen Schlaf, keine ſchmerzloſe Minute. Je trockener die Jahreszeit und der Wald, deſto maſſenhafter erſcheinen die kleinen Garapaten oder Zecken von ſpinnenförmigem Anſehen, die ſich bei der geringſten Berührung eines Buſches an die Kleider des Wanderers feſtſetzen und in die Haut einfreſſen.

Wir könnten noch eine große Zahl ähnlicher Plagegeiſter des Waldes und der feuchten Küſtengegenden nennen. Am zahlreichſten darunter ſind die Ameiſen, welche durch ihre zudringliche Gefräßigkeit den ſammelnden Naturforſcher nahebei zur Verzweiflung bringen. An ſchmerzerregender Eigenſchaft bleibt unübertroffen die Raupe einer Phalänenart, deren

dornenähnliche Auswüchſe bei der geringſten Berührung eine Qual erregen, welche die ſpaniſchen Herren des Landes in jenen Zeiten, wo die Inquiſition blühte, vielleicht zur Verſtär⸗

Sancudos, der Hehenes, der Sandfliegen und ähnlicher

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