Armand Carre, ſeren, welcher de i, derdffentlichte Ire 1826 erſcien Perleger ihnen ein emit anderen Ar⸗ des Miuiſteriums und Barthelong igen Zeit gefucht. u ſie unter dem leon en Egypte. antworteten ſie mit auf die Heraus⸗ kurz nachher die ſich während der a dann den Sieg einer Hymne pla rde.
verſprach Merj ad er zog ſich auf zmy aber, welcher nſen eines einzigen Paris zutück, um her ſeinen Antheil gen, die, wel ſte nge Zeit an gruße hürte die Neméäis rrich im Stande s Caution in den etzt nach Jtalien, en der haiſerlichen
en Wendepunct in eine ſolche Menge en boten, welchem clieflich widmete, gan verzichtete. 5 10 Bänden in denen viele ins hier uur einige um dieſes unge⸗ erſchienen von ihm 1841 auchin zwe
Vierte
Bänden Un amour dans l'avenir; 1844 Van Dyck au palais Brignola; les Adeptes de l'immortalité; l'Ame transmise; la Comtesse Hortensia und kürzlich la Juive au Vatican. In Folge einer Reiſe nach London veröffent⸗ lichte er 1840 Les Nuits de Londres. Ohne Oſtindien oder Amerika je geſehen zu haben, malte er dieſe Länder in Heva; la Guerre du Nizam; la Floride; les damnés de Java(in einer Ueberſetzung von Friedrich Coßmann im Verlag von H. Hübner in Leipzig erſchienen); les Etrangleurs de LInde. In ſeinem Anglais et Chinois zeichnete er 1843 jenes unbekannte Reich der Mitte. Viele ſeiner Novellen wurden urſprünglich von ihm für das Feuilleton der Preſſe, der Indépendance belge, des Figaro, der Mode, des Mous⸗ quetaire und vieler anderer Blätter geſchrieben.
Auch für das Theater arbeitete Méry. Unter Andern ſchrieb er für daſſelbe: l'Univers et la maison, Luſtſpiel in 5 Acten und in Verſen; le Vrai club des femmes; la Bataille de Toulouse; Guzman le brave; Frère et soeur ec. Für das Theater in Ems ſchrieb er im Auguſt 1863 Valse et menuet, opéra comique en un acte, und ebenſo ſchrieb er kleine Stücke für die Theater in anderen Badeorten, von denen mehrere in ſeinem Théatre de salon, das 1861 er⸗ ſchien, geſammelt ſind.
Von ſeinen Dichtungen ſind die 1853 erſchienenen Mélodies poétiques zu erwähnen, lauter Gelegenheitsgedichte, zu denen ihn politiſche oder militäriſche Ereigniſſe inſpirirten, die in Theatern feierlich vorgeleſen oder unter den Namen Cantaten in Muſik geſetzt wurden. Unter den Gedichten dieſer Art verdient Napoléon en Italie(1859) Erwähnung.
Méry war aber nicht blos Literat, ſondern auch einer der geiſtreichſten Geſellſchafter. Sobald er in einem Salon erſchien, ſchwiegen die glänzendſten Cauſeurs. Wer hätte reden mögen, wenn Méry da war, der Oſtindien, China, Afrika, Aſien und Auſtralien beſſer kannte, als irgend Jemand, obgleich er dieſe geheimnißvollen Länder nie beſucht hatte. Schiffscapitäine, welche die Reiſe von Marſeille nach Cal⸗ cutta ein Dutzend Mal gemacht hatten, verſicherten, Méry müſſe ganz insgeheim Oſtindien beſucht haben, denn nur ſo laſſe es ſich erklären, daß er in ſeiner Heva, in ſeinen Damnés de Java ꝛc. jene Gegenden mit ihren Producten ſo naturgetreu gezeichnet habe. Sein Talent als Improviſator ſetzte ſelbſt die Italiener ſin Verwunderung. Der Gedanke, das Wort, der Reim ſtanden ihm in einer wunderbaren Weiſe zu Gebote. Méry war aber nicht blos geiſtig, ſondern auch körperlich ein Kindz des Südens. Das Klima in Paris war ihm ſtets zu kalt und in den Hundstagen konnte man ihn mit einem dicken Mantel bedeckt ſpazieren gehen ſehen, während er ſorgfältig den Schatten vermied. Als Südländer hatte er auch ein ſehr feines muſikaliſches Ohr. Er war ein ſehr leidenſchaftlicher Dilettant, gehörte zu den größten Verehrern Roſſini's und kannte alle Opern des Masſtro von Demetrio e Pelibio bis zu Guillaume Tell, und er ſang ſie mit einer ſchönen Stimme, ohne ſich nur in einer Note zu täuſchen. Dieſes wunderbare Gedächtniß erſtreckte ſich auf Alles. Méry hätte die Verſe aller lateiniſchen Dichter herſagen können. Neben ſeinem literariſchen Talent beſaß er auch ein mathe⸗ matiſches. Beim erſten Blick begriff er alle Spiele und er gehörte zu den ausgezeichnetſten Schachſpielern.
Unter den noch lebenden Freunden Méry's nimmt Alexander Dumas, der Vater, vielleicht nach Victor Hugo den erſten Rang ein. Es giebt nichts Rührenderes und Selteneres als die enge Freundſchaft, deren Schauſpiel dieſe beiden Dichter der Welt gegeben haben. Nebenbuhler im
Folge. 495 Theater, in der Literatur, an Geiſt, haben ſie ſeit mehr als vierzig Jahren in der aufrichtigſten Art gegenſeitig ihren Ruhm laut anerkannt und ihren Werken Beifall gezollt. Alexander Dumas ſpricht ſich in ſeinen„Mémoires“ in folgen⸗ den Worten über Méry aus:
„Märy weiß Alles oder beinahe Alles, was man wiſſen kann; er kennt das Griechiſche wie Plato, Rom wie Vitruvius; er ſpricht Lateiniſch wie Cicero, Italieniſch wie Dante, Eng⸗ liſch wie Lord Palmerſton.
Der geiſtreichſte Mann hat ſeine guten und ſeine ſchlech⸗ ten Tage, eine Schwere oder eine Leichtigkeit des Gehirns; Märy iſt nie ermüdet; Méry iſt nie trocken. Wenn er zu⸗ fälliger Weiſe nicht ſpricht, ſo iſt es nicht, um auszuruhen, ſondern einfach um zu hören; er iſt nicht etwa ermüdet, ſondern er ſchweigt blos. Wünſchen Sie, daß Méry ſprechen ſoll? Nähern Sie die Flamme der Lunte und Méry wird in Feuer gerathen. Laſſen Sie ihn gehen und halten Sie ihn nicht wieder auf, und mag die Unterredung ſich auf die Moral, die Literatur, die Politik, die Reiſen beziehen, mag die Rede von Sokrates oder von Couſin, von Homer oder Niennet, von Herodot oder von Collu ſein, ſo werden Sie die wunder⸗ vollſte Improviſation vernehmen, die Sie je gehört haben,
Er iſt gelehrt, wie Nodier es war; er iſt Dichter wie wir Alle zuſammen; er iſt faul wie Figaro und geiſtreich wie— Märy.“
Trotz des reichen Honorars, das Méry für ſeine Schriften erhielt und trotz des Jahrgehalts von 6000 Fr., den er aus der Privatchatoulle des Kaiſers bezog, ſtarb Méry doch ſehr arm. Emile de Girardin, Millaud und Mires trugen ge⸗ meinſchaftlich die Koſten ſeines Leichenbegängniſſes. C.
Misrellen.
William North wurde zur Zeit, als die Aufregung wegen der Bildung der Mäßigkeitsgeſellſchaften in Newyork den höchſten Punct erreicht hatte, von dem Herausgeber einer Zeitung, mit dem er in Verbindung ſtand, gebeten, ihm einen Leitartikel gegen dieſes Treiben zu ſchreiben, der ihm ſagte: „Schreiben Sie mir einen guten Artikel und ich gebe Ihnen zwanzig Dollar dafür.“„Wie lang wünſchen Sie ihn?“ fragte North.„So kurz, wie Sie ihn nur machen können,“ lautete die Antwort. North ſetzte ſich ſofort nieder und ſchrieb:„Wir würden weit lieber die ganze Welt aus eignem Antriebe be⸗ trunken ſehen, als einen einzigen Mann aus Zwang nüch⸗ tern.“ Die zwanzig Dollar wurden ihm auf der Stelle aus⸗ gezahlt und die drei Zeilen als Leitartikel veröffentlicht.
Miß Evans, jetzt Miſtriß Lewes, die ſich unter ihrem Nom de plume George Fliot durch einige ſehr gut geſchrie⸗ bene Romane, wie„Adam Bede“,„Romola“ ꝛc. in der literariſchen Welt bekannt gemacht hat, ſchreibt jetzt eine neue Novelle, die den Titel führt:„Felix Holt, the Radical“.
Es iſt nachgewieſen, daß es in ganz Europa 1480 Theater giebt. Von denſelben ſind 337 in Frankreich, 168 in Spanien, 159 in England, 152 in Oeſterreich, 115 in Deutſchland, 76 in Preußen, 44 in Rußland, 34 in Belgien, 23 in Holland, 20 in der Schweiz, 10 in Schweden, 8 in Norwegen, 16 in Portugal, 10 in Dänemark, 4 in Griechen⸗ land, 4 in der Türkei, 3 in Rumänien und 1 in Serbien. In Italien kommt auf je 75,000 Einwohner 1 Theater.
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