Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
465
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Auflage.

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Vierte Folge.

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Ekine Wlochenchronik für Niteratur, Aunst, ſchöne Miſſenſchaften und Geſellſchaft.

Erſcheint regelmäßig jeden Freitag.

Leipzig, am 27. Juli 1866.

IV. Jahrgang.

Abonnementspreis jährl. 5 ½ Thlr.

Eine Novelle in Briefen aus dem fünfzehnten Jahrhundert von Otto Banck. (Schluß.) XXV.

Da mich Ritter Kunz verlaſſen hatte, da hab ich ſtark mit Verzweiflung gerungen, und geheult und gewinſelt, wie wenn ich der Sinnen beraubt wär, daß auch groß Wunder iſt, daß ich es nicht geweſen. Da rannte ich in der Kammer herum, und rang die Hände und that gar kläglich, aber es war Niemand, der mich hörte und ſich meiner erbarmte, auch nicht einmal Berthe. Da hub ich an zu beten, und bin ich in dieſem Zuſtand fünf ganze Tage und Nächte geblieben, und habe Niemand geſehen als Berthe,

die mir Eſſen und Trinken gebracht hat, das ich gar

wenig genommen. Und habe ich ſie oft mit Zähren

ſund auf den Knieen gebeten, mir zu ſagen, wo mein

Kind ſei, und ob es noch lebe; ſie aber wußte nichts; da bat ich ſie wehmüthig, den Ritter zu fragen, ſo ließ er mir wiſſen, ſollte mich nicht darum kränken und ſollte ich das haben, ſobald ich nur thäte, was er verlangte. Da ich nun ſo lange in dieſer Noth geweſen und kein Hoffen da war, da kamen eines Abends vier Männer zu mir, mit Pickel⸗Hauben und Bruſt⸗Harniſchen, und trug einer ein Licht in der Hand, und ſprachen zu mir, daß ich ihnen folgen müßte. Das wollte ich nicht thun und konnte auch nicht, da ich faſt todt war vor Schrecken und nichts Gewiſſeres glaubte, als daß man mich abholte zum Schlachtopfer der Wuth des Ritters. Da nahmen mich ihrer zwei unter den Armen und ſchleppten mich hinweg, und ſank ich dabei in Ohnmacht und ſah nicht, wo man mich hinbrachte, noch was man mit mir trieb. Da ich abenswieder zu mirkam, da lag ich auf Stroh und Berthe knieete vor mir, und labte mich mit Waſſer und betete, und hatte auch Mitleids mit mir, das ich vorher nie gemerkt hatte. Und da