Jahrgang 
28-52 (1866)
Seite
457
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nun beſichtigte, fand er das Neſt bereits angefangen.

Sie ward aber durch dieſe Störung ſogleich unruhig,

möglich zu benutzen, und es ward ihm einleuchtend,

Vierte

Als wir das Glück hatten, ſo theilt der Autor mit, Herrn Decan Müller perſönlich kennen zu lernen, war er ſchon ſehr alt, in Folge deſſen ſein Gedächt⸗ niß ihn verlaſſen hatte. Von den vielen Entdeckungen, die er auf dem Gebiete der Entomologie gemacht hatte, ſtanden nur zwei noch klar und friſch in ſeiner Erinnerung, als ob er ſie erſt Tags vorher gemacht hätte, ein Beweis, daß dieſelben einen tiefen, unaus⸗ löſchlichen Eindruck auf ihn gemacht haben mußten. Die eine war eben die Zähmung einer ganzen Colonie von Horniſſen. Die folgende Schilderung dieſes Ereigniſſes geben wir kheils nach ſeinen mündlichen Mittheilungen, theils auch nach einem Berichte, den er darüber in Germar's Magazin der Entomologie mittheilte.

Müller war ein großer Freund von Thieren und

hielt in Folge deſſen fortwährend eine gewiſſe Anzahl

derſelbenzin ſeinem Hauſe, um an denſelben Beobach⸗ tungen über Lebensweiſe u. dgl. machen zu können. Er beſaß auch einen großen Bienenſtand, der im

Garten, ſeinem Wohnzimmer gegenüber, an einer Wand aufgeſtellt war. Eines Tages, als er an ſeinem Bienenſtande beſchäftigt war, ſah er eine große, weib⸗ liche Horniſſe in dem Bienenſtande umherſchwärmen. Anfänglich merkte er nicht viel auf ſie; als ſie ſich aber mehrere. Tage hintereinander blicken ließ, muth⸗ maßte er, ſie habe irgendwo ein Neſt anzulegen im Sinne. Er gab nun genauer auf ſie Acht und ſah ſie endlich in der oberſten, dritten Etage des Bienen⸗ ſtandes in einen leeren, auf einem Brett ſtehenden, einfliegen. Einige Minuten nachher verließ ſie den Korb wieder und als erihn

Es hing oben in der Mitte des Bodens, hatte die Größe eines Fünffrankenſtückes und beſtand aus einer äußern dünnen Hülle oder Schale in Form einer hohlen Halbkugel, in deren Höhlung inwendig das erſte Bruttäfelchen, an einem Säulchen hangend, be feſtigt war. Es enthielt erſt ſieben Zellen, die noch nicht mit Eiern belegt waren. Als bald darauf die Horniſſe wieder ankam und in den Korb eingegangen war, hob er ihn vom Brette auf und erblickte ſie be⸗ ſchäftigt, die äußere Rinde ihres Neſtes zu vergrößern.

fuhr einige Male ſummend und erboſt rings um ihr kleines Neſt herum und machte eben Miene, aus dem halb umgewendeten Korbe auf Müller zuzufliegen, als dieſer ſchnell, aber behutſam den Korb wieder um⸗ wendete und auf ſein Brett ſtellte. Er nahm ſich vor, die hier ſo ungeſucht ſich darbietende Gelegenheit zur Erforſchung der Oekonomie der Horniſſen ſo viel als

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es ſei zur Erreichung dieſes Zweckes durchaus noth⸗ wendig, ſeine Horniſſe vor allen Dingen an das Auf⸗ heben und Umwenden des Korbes, an beſtändige Un⸗ ruhe und leiſe Erſchütterungen zu gewöhnen. In dieſer Abſicht hob er an dieſem und an einigen fol⸗ genden Tagen, ſo oft die Horniſſe nach Hauſe kam und er zugegen war, wohl fünfzehn bis zwanzig Mal jeden Tag, den Korb auf und wendete ihn um. Bald war ſie dieſe Beunruhigung ſchon ſo gewohnt, daß Müller den Korb ohne alle Furcht, doch immer mit Vermeidung jeder ſtarken Erſchütterung herabnehmen, umwenden und nach Belieben allen ihren Arbeiten zuſehen konnte. Wenn Müller den herabgenommenen Korb noch in Händen hatte, und die unterdeſſen zu⸗ rückgekehrte Horniſſe denſelben, auf dem gewohnten Platze ihn vermiſſend, ängſtlich ſuchte, hielt er ihn V nur einige Augenblicke lang dort hin, ohne ihn nieder⸗ zuſetzen. Sie flog ſogleich hinein und er ſetzte ſeine Beobachtungen fort. Bald war ſie ſchon ſo zahm und

zutraulich, daß Müller den umgewendeten Korb aus dem etwas dunkeln Bienenſtande hinaus in den Garten tragen konnte, ohne daß ſie, ſelbſt während des Gehens, ſich in ihrem Geſchäfte ſtören ließ, ſondern immer fortbaute. Endlich wagte es Müller, ſie anzurühren und ſtreichelte ſie mit dem Zeigefinger leiſe und ſacht vom Bruſtſchilde über den Rücken hin; auch das litt ſie geduldig.

Die Beſchäftigungen der Horniſſe vermehrten ſich bald. Sie hatte Eier gelegt, wovon mehrere ſchon ausgegangen waren. Um zu erfahren, was ſie den Würmchen für Speiſe gebe, nahm Müller ihr mehr⸗ mals mit einer langen Nadel oder einem ſpitzen Hölz⸗ chen den zwiſchen dem Kinn und der Bruſt herbeige⸗ brachten Futterballen gleich nach ihrer Zurückunft hin⸗ weg. Er beſtand immer aus zerbiſſenen weichen Theilen verſchiedener, weichflüglicher Inſecten; einige Mal aus zerbiſſenen Bienen und von den Bienen heraus⸗ geworfenen Drohnen oder Arbeitsbienenbrut. Müller verſuchte nun, ihr in dieſem Geſchäfte zu helfen und das Futterholen zu erleichtern. Er reichte ihr zuerſt mit der Spitze eines dünnen Hölzchens einige Tropfen verdickten Honig. Sie nahm ihn ſogleich mit dem Munde ab und fütterte im nämlichen Augenblick⸗ einige Würmchen damit. Nun gab er ihr von den Bienen herausgeriſſene unzeitige Brut, auch einige lebendige Bienen; ſie nahm ohne Umſtände Alles an, biß die Beine und alle übrigen trockenen Theile ab, knetete Alles zu einem weichen Brei und theilte denſelben aus. So gewöhnte er ſie nun, täglich Speiſe von ihm zu erhalten, oft zehn bis fünfzehn Mal in einem Tage, ſo daß ſie in dieſer Hinſicht nicht zahmer und zutrau⸗

licher werden konnte, als ſie es wirklich war. Wenn