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Vierte
den Troſt der ihrigen zu empfangen. Ich würde wünſchen, ſie fühlen zu laſſen, daß ſie und ich unter allen Umſtänden und Veränderungen Eins wären; Eins, weder für thörichtes kindiſches Spiel, noch für tolle Leidenſchaft, ſondern für gegenſeitige Kräftigung und Unterſtützung, während wir uns Beide dem Himmel gegenüber und einander für unſer Leben und unſere Liebe für verantwortlich hielten. Eins, unauflös⸗ bar, ganz einerlei, ob wir je in dieſer Welt durch das Band der Ehe mit einander verbunden würden oder nicht, und wir beten, Eins in der Ewigkeit.“
Träumte ich? Sah ich wirklich meinen Freund Launce⸗ ſton die Hand meiner jüngſten Schweſter ergreifen, ohne daß ſie ihm verweigert wurde, und ſie feſt, zärtlich feſt halten! Hörte ich mit meinen eignen Ohren Lizzie's ſanftes Schluch⸗ zen, ſicher nicht vor Kummer, als ſie ſchnell und ſchweigend wie ein Mondſtrahl aus dem Zimmer ſchlüpfte? Ach, was? Guter Gott! Giebt es wohl auf der Erde irgend ein Geſchöpf, das ſo mit Blindheit geſchlagen iſt, wie ein älterer Bruder im mittlern Lebensalter?
Nun, es war, wie ich auch Launceſton erzählte, halb mein eigner Fehler, und ich mußte es ſtoiſch ertragen. Im V Ganzen genommen, hätten die Dinge vielleicht viel ſchlimmer ausfallen können, denn er iſt ein edler Charakter und es iſt gar kein Wunder, daß das Kind ihn liebt. Sie können ſich jetzt noch nicht gleich verheirathen— einſtweilen behalten wir— Lizzie und ich— die Sache unter uns. Sie ſind ſehr glücklich— Gott möge ſie ſegnen!— und ich bin es auch.
Postscriptum. Herr Archer erſchien geſtern wieder und ſah ganz wohl und zufrieden aus. Ich ſehe klar, daß ich an einem nicht fernen Tage als das einſame, wehklagende Ueber⸗ V
bleibſel einer verliebten Familie werde verlaſſen werden. C.
Die Grauſamkeiten in den Negerlanden.
„Am 19. November 1865 unternahmen die Schwarzen von Neucalabar einen Zug gegen die Braßleute, indem ſie durch die Nebengewäſſer des Neucalabarfluſſes fuhren. Sie kamen am 23. November mit 37 Gefangenen zurückund hielten am folgenden Tage in der Stadt Calabar unter großem Jubel einen feſtlichen Schmaus. Es wurden nämlich alle Gefange⸗ nen abgeſchlachtet und aufgefreſſen. Man verfuhr dabei ſo, daß jeder Gefangene regelrecht ausgeſchlachtet und in Stücke zerlegt wurde; dieſe vertheilte man an die einzelnen Häupt⸗ linge und zwar in dem Verhältniſſe, in welchem jeder Einzelne mehr oder weniger Mannſchaft in ſeinem Kriegskahne gehabt hatte.“
So melden die amtlichen Berichte nach England. Es geht eben ein bischen wunderlich her in Onkel Toms Ur⸗ heimath. Uebrigens ſind ſolche Scenen des Kannibalismus
weder neu noch ſelten, ſie gehören zu den Landeseinrichtungen.
Menſchenfleiſch wird in Neucalabar auf dem Markte verkauft, wie bei uns Ochſen⸗ oder Hammelfleiſch. 3
Jene ſchwarzen„Ebenbilder Gottes“ haben auch noch manche andere intereſſante Einrichtungen und Bräuche, welche die Bewunderung eines jeden Negerverehrers verdienen. Sagen uns doch die puritaniſchen, methodiſtiſchen und bapti⸗ ſtiſchen Leute in Nordamerika und deren gläubige Nachbeter, daß der Neger ein„mildes, liebenswürdiges und harmloſes Naturell“ habe, das nur durch„weiße Tyrannen“ in das Gegentheil verkehrt werde.
Im Nigerdelta beſchränken ſich dieſe weißen Tyrannen darauf, daß ſie Rum und Waffen verkaufen und dafür Palmöl
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einhandeln; im Uebrigen laſſen ſie das liebenswürdige Naturell unangetaſtet, und Sklavenhandel, außer unter den Negern ſelbſt, kommt nicht vor.
In Alt- und Neucalabar und in Eboh werden alle Zwillingskinder umgebracht.
Gleichermaßen wird jedes Kind umgebracht, bei welchem die oberen Zähne zuerſt zum Durchbruch kommen.
Im Jahre 1856 wurde ein Albinokind(Albinos kommen unter den Negern nicht gerade ſelten vor) an der Mündung des Neucalabar den Haifiſchen geopfert. Der Haifiſch war damals Hauptfetiſch des Stammes, wurde aber abgeſetzt, weil er einige Häuptlinge zerriſſen und verzehrt hatte.
An der Mündung des Braß River hat man einen be⸗ ſondern Opfermann für dergleichen Verrichtungen. Albino⸗ mädchen laſſen ſich gern von Haifiſchen freſſen, weil ſie der feſten Meinung ſind, daß ſie wieder aufleben und dann einen Weißen zum Manne bekommen.
In einigen Theilen von Benin werden bei j dem Neu— monde zwei Männer geopfert.
Der vielgenannte Biſchof Crowther, ſelbſt ein Schwarzer, erzählt Folgendes. Ein Albinſklave wurde in Idda getödtet und damit der Friede zwiſchen zwei feindlichen Stämmen beſiegelt. Man drehte ihm zuerſt Hände und Beine aus den Gelenken, warf ihn dann lebendig in eine Grube und ſtellte über dieſe ein großes Gefäß. Als er verhungert war, nahm man daſſelbe wieder weg.
Auf der Inſel Fernando Po wird ein Mann, der eine
Mordthat verübt hat, auf folgende Weiſe vom Leben zum
Tode gebracht. Man bindet ihn im Wald an einen Baum und läßt ihn ſo verhungern und von Ameiſen auffreſſen.
In Oſtafrika gehen ähnliche Brutalitäten im Schwange. Livingſtone erzählt, daß auch in manchen Stämmen, z. B. bei den Bakaa und bei den Bakuene, Kinder getödtet werden, bei welchen die oberen Zähne zuerſt zum Durchbruche kommen; von Zwillingen wird allemal einer umgebracht. 5.
Briefe von Lord Byron.
Kürzlich wurden in London ſiebenzehn höchſt intereſſante eigenhändige Briefe von Lord Byron zum Verkauf ausgebo⸗ ten. Sie ſind größtentheils an den Herrn J. Hodyſon ge⸗ richtet und enthalten ſehr viele Stellen, die noch nicht veröffentlicht worden ſind. Einer enthält zum Beiſpiel das folgende offene Geſtändniß:„Ich hoffe, Sie werden mich als eine ganz veränderte Perſon finden; ich meine nicht hinſicht⸗ lich meines Körpers, wohl aber hinſichtlich meines Weſens, denn ich fange an zu entdecken, daß nichts als Tugend in dieſer Welt etwas vermag. Ich bin des Laſters überdrüſſig, das ich in ſeinen angenehmen Verſchiedenheiten verſucht habe; und meine, nach meiner Zurückkehr den Umgang mit aus— ſchweifenden Leuten ganz aufzugeben, auf den Wein und ſchlechte Geſellſchaften zu verzichten und mich ſelbſt der Politik und dem Anſtande zu widmen.“ In einem andern Briefe, der aus Athen datirt iſt, ſagt er:„Ich lebe in dem Franzis⸗ kanerkloſter ganz allein mit einem Kapuziner, einem krumm⸗ beinigen türkiſchen Koch, zwei wilden Albaneſen, einem Tar⸗ tar und einem Dolmetſcher.“ In Bezug auf die von ihm im Oberhauſe gehaltene Rede bemerkt er: Seitdem ſind mir ſowohl perſönlich wie im Auftrag wiederholt viele merkwür⸗ dige Lobſprüche dafür zugegangen, von denen ich blos den von Sir F. Burdett erwähnen will. Er ſagt:„Es iſt die beſte Rede von einem Lord, Gott weiß ſeit wann.(It is the best speech by a lord since the Lord knows when!)“ C.


