Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
367
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Sklaven

Boden Todten⸗ rſprüng⸗

Vierte

wohnt, von den Frauen als zu dem ſchwächeren Geſchlecht gehörend zu ſprechen. Es iſt ſehr leicht, ſo von ihnen zu ſprechen, obſchon nicht ganz ſo leicht zu ſehen, wie ſie, aus⸗ genommen in dem phyſiſchen Anblick der Frage, im Allge⸗ meinen dieſe Bezeichnung verdienen. Man hatte im Gedanken über eine Anzahl ſeiner verheiratheten Freunde eine Revue und frug ſich dann aufrichtig: Sind die Frauen in der Mehrzahl der Fälle als ſchwächere Charaktere zu betrachten, als ihre Gatten? Wenn du eine eine ſchwache, eine nutzloſe, aber gefällige Sache gethan zu ſehen wünſcheſt, an wen wür⸗ deſt du dich bei der Ausführung deines Planes um Beiſtand wenden, an den Mann oder die Frau? Wer von Beiden würde am meiſten im Stande ſein,Nein! zu ſagen, ein einſylbiges Wort, deſſen Ausſprechen im geeigneten Augenblick oft die größte moraliſche Kraft erfordert? Der Ausdruck das ſchwächere Geſchlecht ſcheint mir gerade jetzt mehr als je ungeeignet zu ſein, wenn es auf die jungen Damen an⸗ gewandt wird, die in unſern Ballſälen tanzen, in unſern Blumenausſtellungen ſpazieren gehen, unſer Leben in Gefahr ſetzen, wenn wir über Rotten⸗row gehen, oder wenn ſie uns in den Bazars, wo ſie für milde Stiftungen als Verkäuferinnen ſtehen, uns gebieten, ſtehen zu bleiben und ſie in Nahrung zu ſetzen. Welcher Mängel wir auch dieſe ſchönen und exem⸗ plariſchen Geſchöpfe anklagen mögen, ſo dürfen wir ihnen doch keineswegs eine unpaſſende Furchtſamkeit oder eine unver⸗ nünftige Schüchternheit und Zurückhaltung Schuld geben. C.

Selbſtmord eines Hundes.

Daily News theilt folgende Geſchichte mit, für deren Wahrheit wir uns nicht verbürgen können, die aber, ſobald man die außerordentliche Anhänglichkeit vieler Hunde an ihren Herrn oder ihre Herrin in Erwägnng zieht, durchaus nicht als unmöglich oder unwahrſcheinlich erſcheint.

Vor einem oder zwei Tagen beging ein ſchöner Hund, welcher dem Herrn George Hone in Frindsbury in der Nähe von Rocheſter gehörte, einen überlegten Selbſtmord, indem er ſich in dem Medway bei Upper, Chatham, erſäufte. Man hatte den Hund im Verdacht, daß ſich bei ihm Anzeichen einer ſich nähernden Waſſerſcheu bemerkbar gemacht hätten und demgemäß ſcheute man ſich vor ihm und hielt ihn ſo viel wie möglich außer⸗ halb des Hauſes. Dieſe Behandlung ſchien ihn ſehr zu kränken und man bemerkte einige Tage lang, daß er ſehr mürriſch und übler Laune war, ohne daß ſich jedoch ein Zeichen von Toll⸗ heit einſtellte. Donnerſtag Morgens ſah man ihn das Haus ſeines Herrn verlaſſen, worauf er ſich zu einem ſehr ver⸗ trauten Bekannten deſſelben in Upnor begab, und als er an deſſen Hauſe angekommen war, erhob er ein ſehr klägliches Geſchrei, als er fand, daß man ihm den Eintritt nicht ge⸗ ſtattete. Nachdem er eine kleine Weile an dem Hauſe gewartet hatte, ſah man ihn nach dem ganz nahen Fluſſe hingehen, wo er mit Ueberlegung das Ufer hinunter ging, und nachdem

Geheul hatte ertönen laſſen, ſchritt er in den Fluß hinein, tauchte ſeinen Kopf unter das Waſſer, und nach ein paar Minuten führten die Gewäſſer des Medway den todten Hund mit ſich fort. Mehrere Perſonen waren Augenzeugen dieſes außerordentlichen Acts eines Selbſtmordes. Die Todesart bewies deutlich, daß der Hund durchaus nicht von der Waſſer⸗ ſcheu befallen war und daß er ſeinem Leben nur ein Ende machte, weil er den Verluſt der Liebe ſeines Herrn nicht zu ertragen vermochte. C.

er ſe noch einmal umgedreht und zum Abſchiede ein letztes

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Misrellen.

Der engliſche Punch ſagt von Dr. Puſey, der bekannt⸗ lich in Orford als Profeſſor der anglicaniſchen Kirche ſo thätig zu Gunſten der katholiſchen Kirche wirkt, daß Viele ſeiner Zuhörer zu derſelben übertreten, ſein Abendlied laute: Ich ſchlage mein tragbares Zelt jeden Abend eine Tagesreiſe näher bei Rom auf.

In Paris bedient man ſich jetzt eines architektoniſchen Ausdrucks, um anzudeuten, daß eine Dame ihr Geſicht ge⸗ ſchminkt oder gepudert habe. Man ſagt nämlich: Sie hat ihre Facade erneuert.

Als ein Geiſtlicher in Schottland kürzlich von ſeinem Presbyterium gebeten wurde, Sonntags dreimal zu predigen, antwortete er:Drei Predigten halten! Nie! Das iſt eine Erfindung des Beelzebub, um die Wirkung von zwei guten Predigten zu zerſtören und den Geiſtlichen zu tödten!

Brigham Young, das Haupt der Mormonen, ſagte ir einer ſeiner Predigten:Der Mann, welcher Spiritnoſa verkauft und glaubt, der ewigen Verdammniß entgehen zu können, betrügt ſich ſelbſt. Er hat indeſſen ſeine Anſichten über dieſen Gegenſtand verändert und beſchloſſen, die ganze Claſſe derer, welche Spirituoſa verkaufen, von ihrem harten Loos zu retten, indem er die Verdammniß allein auf ſich nimmt. Er hat Allen verboten, ſolche zu verkaufen und ſelbſt einen Schank, den einzigen in der Salt Lake City, eröffnet. Er nimmt das Recht, Spirituoſen im Großen und im Ein⸗ zelnen zu verkaufen, für ſich in Anſpruch und übt es ganz allein aus. C.

Vom deutſchen Büchermarkt.

Neue Sonette von Albert Möſer. Matthes. 1866.

Dieſe Sonette, die in einem ſehr elegant ausgeſtatteten Miniaturdruck erſchienen ſind, zeichnen ſich vor vielen lyriſchen Dichtungen durch eine nach dem Hohen und Reinen ſtrebende und zugleich ſehnſüchtige Idealität aus und erfreuen daneben noch wegen ihrer ſauberen Form. Die Gedanken ſtechen weniger durch Kraft und Originalität als durch Wärme und Mäßigung hervor. Der Autor verdient die Beachtung des gebildeten Publicums. O. B.

Leipzig, bei

Poetiſche Bilder aus dem Leben. Von Jacob Müller. Ohrdruf, bei Stadermann.

Der beſcheidene Verfaſſer war von ſeiner Jugend an Porcellandreher und ſo blieb ihm als einem Fabrikarbeiter natürlich die Möglichkeit einer gründlichen Schulbildung ver⸗ ſagt. Solchen trüben Verhältniſſen gegenüber ſind ſeine poetiſchen Ergüſſe mit ſchuldiger Nachſicht zu beurtheilen und es tritt für Alle, die an Herrn Müller Antheil nehmen, noch die erfreuliche Erſcheinung hervor, daß er mit geſundem Sinn und der Tüchtigkeit des nach Aufklärung ſtrebenden deutſchen Arbeiterſtandes überkommene ſittliche Wahrheiten und Erkenntniſſe in deutlichem Ausdruck verſificirt wiederzu⸗ geben vermag. O. B.

Das Lilienmärchen. Ein Gedicht von Albert Roffhack. Leipzig, bei Brockhaus. 1866. In achtzeiligen Stanzen wird hier vielmehrein Lilien⸗