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barer Lichtglanz durch den Wald und vor der erſchrockenen Frau ſtand die Mutter Gottes in unvergleichlicher Anmuth und führte an der Hand den Jeſusknaben und der war erſt wunderlieb! Da begann die heilige Jungfrau mit einer Stimme, die wie der Schall goldener Glöckchen klang, zu ſprechen:„Du Mutter, der ein Kind geſtorben, warum pflückeſt Du Erdbeeren noch vor dem Johannistage? Du nimmſt ja dem geſtorbenen Kinde ſeinen Antheil weg und es muß zurück bleiben, wenn die andern ſeligen Kindlein mit dem Chriſtuskinde in das Paradies gehen zur Erdbeerenleſe! Darum iſt Dein Kind nun ſo blaß und traurig!“— Als die arme Mutter dies hörte, weinte ſie bitterlich; aber die himm⸗ liſche Frau tröſtete ſie liebreich und verzieh ihr die Schuld. Der Jeſusknabe aber ſagte freundlich zu ihr:„Dein Kindlein ſoll nun wieder Erdbeeren im Himmel bekommen!“ Darauf wurden ſie unſichtbar und der goldene Glanz erloſch. Die Frau aber kehrte aus dem grünen Walde heim und pflückte
dazu auch die andern Mütter, die ſchon ein Kind im Himmel hatten. Alfred Waldau.
Armand Malitourne.
In dieſem Manne, der nach einer langen und ſchmerz⸗ lichen Krankheit am 19. April c. in Paris entſchlafen iſt, hat Frankreich einen ausgezeichneten Schriftſteller und ſehr geachteten Journaliſten verloren.
Armand Malitourne wurde im Jahr 1797 zu Aigle im Ornedepartement geboren und kam 1816 nach Paris, wo er ſich dem Berufe des Publiciſten und Schriftſtellers widmete und für ſein Werk„Eloge de Lesage“ im Jahr 1819 von der Academie frangaiſe einen academiſchen Preis erhielt. Anfangs war er Mitarbeiter an der Quotidienne, für welche er lange Zeit die periodiſchen Artikel verfaßte. Er ſchloß ſich dann der liberalen Bewegung unter der Reſtauration an und ſchrieb für mehrere Blätter, unter dem Miniſterium Martignac beſonders für den Meſſager des Chambres. Im October 1828 erhielt er den Orden der Chrenlegion. Nach der Julirevolution 1830 ſchrieb er Artikel für die Charte, welche kurz nachher der Moniteur pariſien wurde, für den Meſſager, den Conſtitutionnel und ſpäter für die Nouvelles à la main von 1841, die Revue de Paris ꝛc.
Man hat von Armand Malitourne, der ſich durch ſeine Artikel in verſchiedenen Journalen den Ruf eines ſehr geiſt⸗ reichen Mannes erworben hat, nur wenig für ſich beſtehende Werke. Außer dem bereits erwähnten Eloge de Lesage ſchrieb er 1817 mit den Herren Ader und H. Hugo den Traité du mélodrame; im Jahr 1820 Des révolutions militaires und de la Charte. Dann war er Einer der Mit⸗ arbeiter am Dictionnaire de la conversation; veranſtaltete eine Ausgabe der Oeuvres de Balzac und außerdem ordnete er die Manuſcripte der Madame Ida Saint⸗Edme, die unter dem Titel„Mémoires d'une contemporaine“ im Jahr 1826 im Buchhandel erſchienen. C.
Misrellen.
Als Kaiſer Karl V. bei ſeinem letzten Abzug aus Deutſchland zu Vlieſſingen auf bequemern Wind zum Abſegeln nach Spanien wartete, und einmal bis ſpät in die Nacht hinein mit dem Dr. Seld, ſeines Bruders Ferdinand Ab⸗ geſandten, allein redete und endlich geſchellt hatte, aber keiner von ſeinen Dienern herbeikam, nahm der Kaiſer ſelbſt das
Jolge. 351 Licht und begleitete den Doctor trotz alles Proteſtirens mit folgenden Worten die Treppe hinab:„Mein lieber Seld, dieſes ſoll Euch ein ewig Denkzeichen Kaiſer Karl's ſein, der vor dieſem mit vielen Kriegsheeren und Wachtem umgeben, jetzt, wie Ihr ſeht, von Jedermann, ſelbſt von ſeinem eigenen Geſinde, verlaſſen iſt. Dem Ihr ſo lange Jahre gedient, der hat Euch jetzt wieder gedient, und damit Eurer Tugend und Geſchicklichkeit, denen ich dieſes zu Ehren thue, ein ewiges Gedächtniß bei den Nachkommen machen wollen.““
Als Hadrian VI., welcher in Utrecht geboren und in Löwen erzogen war, durch die Vermittelung des Kaiſers Karl V. auf den päpſtlichen Stuhl erhoben ward, ſtellten die Bewohner ſeiner Geburtsſtadt große Feſte ihm zu Ehren an und verfertigten eine Inſchrift folgenden Inhalts:„Utrecht hat dieſen Baum der Chriſtenheit gepflanzt, Löwen ihn gepflegt und der Kaiſer ſein Gedeihen befördert.“—
Ein Spaßvogel ſchrieb darunter:„Nur allein der liebe Gott hatte keine Hand dabei im Spiele.“
Vom deutſchen Büchermarkt.
Björnſon's dramatiſche Werke. Ueberſetzt von Edmund Lobedanz. Hildburghauſen, Bibliographiſches Inſtitut. 1866.
Björnſon's Novellen, die innerhalb des dorfgeſchichtlichen Genres viel idylliſch Naturwüchſiges haben und ein hervor⸗ ragendes Talent ihres Verfaſſers für ſkizzirte Charakteriſtik verrathen, liegen zwar in Bezug auf dieſen Schriftſteller eigentlich am meiſten innerhalb des deutſchen Intereſſes. Sie überwiegen auch jedenfalls an Originalität, poetiſcher Bedeutung und an Feinheit pſychologiſcher Züge den Werth ſeiner Dramen. Dennoch durften auch die Letzteren in den Kreis der Ueberſetzungen„ausländiſcher Claſſiker“ gezogen werden.
Gedankenkraft oder Schärfe muß man in ihnen nicht als vorwiegend ſuchen, aber es herrſcht darin ein geſunder markiger Dialog, gute Charakterzeichnung und viel nordiſche Localfärbung und harmoniſche Stimmung. Es ſind Dich⸗ tungen, zur Lectüre geſchrieben, denn ſchon der Stoff, der wie in den dramatiſchen Gedichten„Zwiſchen den Schlachten“ und in der Trilogie„Sigurd“ den nordiſchen Traditionen und für letztere den Königsſagen der Heimskringla entnommen und mit wenig Freiheit behandelt iſt, widerſtrebt einer drama⸗ tiſchen Kunſtform. Eine ſolche findet ſich den Theater⸗ anforderungen entſprechend auch in dem Stücke„Hulda“ nicht, das eine freie Erfindung hat. Doch hat hier der Dichter mehr Productionskraft walten laſſen als im Sigurd.
Da man nun einmal durch reizende Erzählungen auf die Leiſtungen Björnſon's aufmerkſam geworden iſt, ſo wird man gewiß auch in Deutſchland die mannigfaltigen Schön⸗ heiten in dieſen Dramen anerkennen, eine andern Talenten ſonſt oft verſagte ſchuldige Theilnahme, die hier durch Lobedanz' liebevolle Uebertragung den Literaturfreunden ſehr erleichtert wird. O. B.
Ergänzungsblätter. Hildburghauſen, Bibliogra⸗ phiſches Inſtitut, 1866.
Sehr raſch hat ſich dieſes nützliche, namentlich für die vielen Gebiete der Technologie ſo anziehende, aber auch für
andere Sphären lehrreich unterhaltende Unternehmen in den weiteſten Kreiſen verbreitet. Seine Billigkeit in Verbindung


