Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
334
Einzelbild herunterladen

334 Roveſlen ·

Seine Mutter war eine geborne Clary und zwei Schweſtern von ihr ſtarben als Königinnen. Die Eine des⸗ ſelben war nämlich die Gemahlin Joſeph Bonaparte's, des älteſten Bruders Napoleon's I., von dem er zuerſt zum König von Neapel und ſpäter zum König von Spanien ernannt wurde; die zweite vermählte ſich mit Bernadotte, der zum franzöſiſchen Marſchall und Herzog von Ponte⸗Corvo empor⸗ ſtieg, dann zum Kronprinz von Schweden gewählt wurde und als König von Schweden ſtarb. So war der jetzt Ver⸗ ſtorbene von mütterlicher Seite der Neffe zweier Königinnen und Verwandter der beiden Kaiſer Napoleon und auch darin wie in ſeinem ganzen Leben ein Günſtling der Glücksgöttin.

Der junge de Saint⸗Joſeph trat 1804 als Freiwilliger in das erſte Dragonerregiment, kam dann in die Militär⸗ ſchule in Fontainebleau, aus der er als Souslieutenant im 25. Regimente der reitenden Jäger herausging, das damals eben in Neapel ſtand. In den Jahren 1806 und 1807 machte er in der Eigenſchaft als Adjutant des Marſchalls Soult die Feldzüge in Preußen und Polen mit, deren Er⸗ innerungen er in einem kleinen Werkchen unter dem Titel Journal d'un officier d'état-major veröffentlicht hat. Er erzählt darin in einer anziehenden Art den Antheil, den er an den kriegeriſchen Ereigniſſen genommen hat und welchen Gefahren er in blutigen Schlachten und bei der Einnahme der Vorſtädte von Königsberg ausgeſetzt war. In Folge ſeiner Bravour, die er während dieſer beiden Feldzüge fort⸗ während bewieſen hatte, bezeichnete der Marſchall Soult ihn am Ende derſelben dem Kaiſer als einen Officier, der ſich der Ehre würdig gemacht habe, zum Ritter der Ehrenlegion ernannt zu werden.

Daß der Kaiſer ſelbſt ſehr zufrieden mit dem jungen, erſt 20 Jahr alten Officier war, bewies er dadurch, daß er ihn nach dem Abſchluß des Tilſiter Friedens mit einer beſon⸗ dern Miſſion nach Petersburg ſandte. Als er von dort nach Paris zurückgekehrt war, wurde er als Capitain nach Spanien und Portugal geſchickt, wo er mit dem tapfern General Fran⸗ ceschi Delonne ſtets in der Avantgarte diente und namentlich an den rühmlichen Gefechten bei Oſorio, Braga und Porto Theil nahm. In dieſem ſchrecklichen Kriege hatte er oft Gelegenheit ſich durch Züge der Kaltblütigkeit, des Muthes und der Menſchlichkeit auszuzeichnen. Am 29. Juni 1809 wurde er zwiſchen Toro und Tordeſillas in einen Hinterhalt gelockt und mit dem General Franceschi und dem Capitain Bernard, deſſen Adjutanten, gefangen genommen und unter tauſend Gefahren und vem ſchrecklichſten Wechſel nach Gra⸗ nada geführt und in einem Thurm der Alhambra eingeſchloſſen. Im Monat October ausgewechſelt, trat er in das achte Huſarenregiment ein, das damals in Holland ſtand. Er verließ dasſelbe im Jahr 1811 mit den ehrenvollſten Zeug⸗ niſſen ſeines Obriſten, des Baron Domon.

Er kehrte in demſelben Jahre als Adjutant ſeines Schwa⸗ gers, des Marſchalls Suchet, Herzogs von Albufera, nach Spanien zurück, wo er bis 1814 zu der Zeit blieb, wo die Franzoſen Spanien ganz räumten. Da er als Einer der Erſten in die Breſche von Tarragona eingedrungen war, ſo erhielt er den ehrenvollen Auftrag, dem Kaiſer die Nachricht von der Einnahme dieſer Stadt zu überbringen, welche den Beinamendie Starke führte, und er empfing bei dieſer Gelegenheit den Grad als Escadronchef(31. Juli 1811) und bald nachher wurde er für neue Dienſte zum Officier der Ehrenlegion ernannt(16. März 1812). Er hatte an der Belagerung von Oropeza und an der von Sagunt Theil genommen, deren Capitulation er mit unterzeichnete. Er

Feitung.

hatte dieſe Ehre wohl verdient, denn in der Schlacht, welche

der Uebergabe dieſes Platzes vorherging, hatte er den Angriff

der Dragoner Napoleon geleitet und den linken Flügel der Armee des Generals Blake zurückgeſchlagen. Bei dem Be⸗ rennen von Valencia drang er in die Mitte einer feindlichen Colonne ein, führte daraus ſechs Gefangene fort und trug dazu bei, daß dem Feinde fünf beſpannte Geſchütze genommen wurden. Er betheiligte ſich auch in einer ſehr ausgezeichneten Weiſe an den merkwürdigen Arbeiten der Civil⸗ und Militär⸗ organiſation, welche den Aufenthalt des dritten Armeecorps in Aragonien und Catalonien bezeichnet haben.

Der im Jahr 1814 zum Obriſt ernannte Hr. de Saint⸗

Joſeph folgte im Jahr 1815 dem Marſchall Suchet zur Alpen⸗ armee, welche Frankreich von dieſer Seite gegen einen Ein⸗ fall der Verbündeten ſchützen ſollte. Im Jahr 1816 ſah er ſich in Nichtactivität verſetzt, aber ſchon im Jahr 1818 unter dem Miniſterium Gouvion Saint⸗Cyr wurde er in das Corps des Königlichen Generalſtabs zurückgerufen. Indem der Her⸗ zog von Albufera das Miniſterium auf ihn aufmerkſam machte, erinnerte er an die Dienſte, die er geleiſtet, und an die Ge⸗ fechte, an denen er Theil genommen hatte, und ſprach als competenter Richter das Urtheil über ihn aus, daß er alle erforderlichen Eigenſchaften beſitze, um ein Commando aus⸗ üben zu können. Zehn Jahre ſpäter wurde dieſes Urtheil durch den Marſchall Macdonald beſtätigt, indem derſelbe für den Hrn. de Saint⸗Joſeph um den Grad als Commandeur der Ehrenlegion bat. Der Obriſt de Saint⸗Joſeph bekleidete nun zuerſt den Poſten als Chef des Generalſtabs des achten Armeecorps und wurde dann Unter⸗Generaladjutant in der königlichen Garde und im Jahre 1830 trat er in das Kriegsdepot ein, in dem er früher mit der hiſtoriſchen Section betraut geweſen war und worin er interimiſtiſch die Functionen des Directors übernahm. Im Jahr 1832 erfolgte ſeine Ernennung zum Brigadegeneral und mit dieſem Range wurde ihm zugleich das Commando in dem Departement der öſtlichen Pyrenäen und das der erſten Brigade der an der ſpaniſchen Grenze gebildeten activen Diviſion übertragen. Im Jahr 1840 in Lyon mit der Leitung einer Infanteriebrigade betraut, zeigte er ſich mit der Behandlung dieſer Waffe eben ſo vertraut, wie mit der der Cavallerie, welcher er ſich bei ſeinem Eintritt ins Militär gewidmet hatte. Im Lager von 1844 machte er ſich durch die Sicherheit und Präciſion ſeiner Manöver bemerkbar.

In demſelben Jahr wurde er zum Generallieutenant befördert und in dieſer Eigenſchaft ſtand er zuerſt an der Spitze der 13. Diviſion in Rennes und dann der 9. Diviſion in Montpellier. In dieſen beiden Commandos wurden ſeine vollkommene Kenntniß des Militärweſens, ſeine Höflichkeit, ſeine Klugheit, ſein anhaltender Fleiß und ein bewunderns⸗ werther Geiſt der Gerechtigkeit in gleicher Weiſe von den Einwohnern wie von der Armee anerkannt, welche Letztre ihm an Zuneigung und Achtung das zurückgab, waser ununter⸗ brochen für die Aufrechthaltung der Disciplin und die Wohl⸗ fahrt der Soldaten leiſtete.

In der ſo vollkommen ausgefüllten Laufbahn des Ge⸗ nerals de Saint⸗Joſeph haben wir noch einen ſehr wichtigen Dienſt zu erwähnen, den er dem Vaterlande leiſtete. Das Miniſterium des Kriegs und das der Finanzen wendeten ſich im Einverſtändniß wegen der militäriſchen Organiſation der Brigaden der Zollbeamten und der Forſtwächter an ſeine Erfahrung. Seine Vorſchläge in Bezug auf dieſe Organi⸗ ſation, welche zur Annahme gelangten, ſtellten der Regierung

ine Zuna us 4 6 10, 4 mahl Diſſe Die iing. er des

endanten von Hann den erſten Kaiſerrei des Generals de Sa Ehe entſprangen me vollen Verbindungen abrig ließen. Ein Edouard Girod ver der Armee eines ſehr departement, dem ei raſt einſtimmig zum wählt worden iſt

4s Baron de Betk Kürper ſitzt und ſi beiten, die ſehr ge⸗ hat. So vereinig Alles, um ſein Lebe dat und Menſch ſich

Die Herzogin Soult, wohnte in; ſängerin gerade ge dagei, den ſie unb Ehperkatze, welch Eines Tages erküh uufreſenn. Die Her de Vorfalls eine

den ſe wnterzeichnet teryrigſn leß es ehlen und werſh

An dem erſchienen auß 4 Sitten, Sprache! ſen Hofe nicht ſeigentlich den geleiſtet hatten, zedenke. Ehe