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Reihe getrennter Zellen enthaltend und für mehrere Familien
beſtimmt. Einzelne Häuſer enthielten eine doppelte Zellen⸗ reihe, welche durch einen der Länge nach verlaufenden Gang getrennt waren. Sie waren ganz aus grob bearbeitetem Holz errichtet und ſo leicht, daß ſie oft unter dem Schritte wankten. Eine hölzerne Brücke oder eine ſtarke Bambusſtange verband ſie mit dem Ufer. Dieſe Meerdörfer wurden von Negern der Papua⸗Race bewohnt. Allein nicht weit davon ſtanden auch auf dem Lande Pfahlhäuſer, welche einem andern Stamme, den Harfurs, gehörten.
Dieſes Beiſpiel ſcheint um ſo mehr für unſere Frage zu paſſen, als das Meer gewiß noch weniger günſtige Verhält⸗ niſſe des Anbaues bietet, als ein Landſee, und als das gleich⸗ zeitige Vorkommen von Pfahlbauten auf dem Lande und im Waſſer eine gewiſſe Uebereinſtimmung mit den Pfahlbauten der Vorzeit liefert. Denn in Italien, im Parmeſaniſchen, haben Strobel und Pigorini neuerlich kleine Hügel auf dem Lande, welche mit einer fruchtbaren Cultur⸗Erde(terra mara) bedeckt ſind, unterſucht, und in deren Innern die Reſte von Pfahlbauten mit zahlreichen Bronzeſachen aufgedeckt.
Man wird daher eierſeits wohl nicht mehr Bedenken tragen dürfen, zuzugeſtehen, daß in einer lange verſchwun⸗ denen Zeit in unſeren Seen wirklich bewohnte Pfahldörfer geſtanden haben, andrerſeits aber auch anerkennen dürfen, daß möglicherweiſe gleichzeitig mit dieſen Seedörfern Land⸗ dörfer vorhanden waren, welche einen Theil der Bevölkerung aufnahmen. Seebauten nur während einer gewiſſen Dauer der Steinzeit die Regel bildeten, daß dagegen in der Bronze⸗ und Eiſenzeit mehr und mehr Landbauten errichtet wurden und die See⸗ burgen mehr als Vorrathsgebäude und Zufluchtsſtätten dien⸗
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Es iſt möglich, wie Deſor annimmt, daß die
“e och nicht genügend aufgehellt. 5. von ganzem Herzen liebte und glaubte, ohne dasſelbe nicht
Folge. 287 ſchlagen, ſein Volk getödtet oder geſtohlen und gezwungen worden, aus ſeinen Dörfern zu flüchten. In dem Dorfe oberhalb Ruo fanden ſich noch einige Elende, die am Leben geblieben waren, aber die Mehrzahl der Bevölkerung war todt. Ueberall fand ſich der Anblick und der Geruch von Leichnamen. Viele Skelete lagen neben dem Fußpfade, wo die Armen in ihrer Schwäche niedergefallen und geſtorben waren. Geſpenſterartige lebende Formen von Knaben und Mädchen mit matten, todten Augen hielten ſich neben einigen Hütten niedergeduckt. Einige elende Tage des ſchrecklichen Hungers mehr und auch ſie würden dann Opfer des Todes ſein.“ — C.. Baron Rothſchild beſchmindelt. Vor ein paar Monaten bot ein ganz ehrwürdig aus⸗ ſehender, gebrechlicher alter Mann dem Baron Rothſchild in London ein ſehr glänzendes Service von altem chineſiſchem Porzellan— blos aus zwölf Stück beſtehend— für eine jährliche Leibrente von 48 Pf. St. in monatlichen Raten an. Der Mann ſah ſo alt aus und ſchien ſeinem Ende ſo nahe, daß der Baron einwilligte, aber als der Monat um war, ver⸗ langte anſtatt des alten Mannes ein netter, kräftiger, unge⸗ fähr dreißig Jahr alter Mann die Leibrente. Der Baron ſtand ganz verwundert da und rief aus:„Wie, vor einem Monate ſahen Sie wie ein hundert Jahr alter Mann aus!“ „Ja, Herr Baron, aber wie Sie ſehen, hat Ihr Beiſtand mein Leben verjüngt.“ C.
Die kleine Thrünenſchale.
In„Thorpe Yule-tide Stories“ findet ſich die folgende norddeutſche Legende, die zu ſchön iſt, als daß wir ſie unſern Leſern nicht mittheilen ſollten.
Es war einmal eine Mutter, die ihr einziges Kind
leben zu können; der Allmächtige ſchickte aber eine große
Krankheit unter die Kinder, welche auch dieſes Kind befiel und
Die Spuren des Menſchenhandels. ieingfene theile ia dem letzten Werke ſeiner Reiſen
ein ſchreckliches Gemälde der Wirkungen des Sclavenhandels im weſtlichen Afrika mit. Er erzählt:„Am 10. Januar 1863 ſegelte der Pioneer mit der Lady Nyaſſa im Schlepptau den Shire hinauf. Nun kamen wir mit den furchtbaren Beweiſen der Schrecken des Sclavenhandels im Innern Afrikas in Berührung. Der berüchtigte Mulatte Mariano,
der große portugieſiſche Sclavenagent, war durch das Land Als ſie in der dritten Nacht von ihren Leiden ganz erſchöpft
gezogen und hatte Tod und Zerſtörung auf ſeinen Spuren zurückgelaſſen.“ In der folgenden Stelle theilt Dr. Livingſtone
ein Gemälde einiger Schrecken mit, die ſich den Augen darboten: 1 ſaß, öffnete ſich die Thür ganz leiſe und die Mutter fuhr
„Täglich ſchwammen Leichname an uns vorüber, und des Morgens mußten die Räder des Dampfers von den todten Körpern gereinigt werden, die ſich während der Nacht davor gelegt hatten. In der Ausdehnung von vielen Meilen (Dr. Livingſtone ſagt for scores of miles— a score= 20 Meilen) war die ganze Bevölkerung durch dieſen wilden Mariano, der wieder der große portugieſiſche Sclavenagent iſt, welcher er früher war, rein weggefegt worden. Es ver⸗ urſachte Herzweh, die weit verbreitete Verheerung, die früher
ſo bevölkerten Ufer des Fluſſes ganz ſchweigend zu ſehen; die
Dörfer waren niedergebrannt und eine drückende Stille herrſchte jetzt, wo früher Haufen von Menſchen erſchienen, welche die verſchiedenen Erzeugniſſe ihrer Induſtrie zum Ver⸗ kauf anboten. Hier und dort konnte man am Ufer eine kleine, elende, verlaſſene Hütte ſehen, worin Tag für Tag ein hun⸗ gernder Fiſcher ſaß, bis die ſteigenden Gewäſſer die Fiſche mit fortnahmen und ihn ſterben ließen. Tingane war ge⸗
dasſelbe todtkrank auf ſein Bettchen ſtreckte. Drei Tage und drei Nächte wachte die Mutter an dem Krankenbett und weinte und betete an der Seite ihres Lieblings, aber das Kind ſtarb. Die Mutter, welche jetzt in der weiten Welt ganz allein ſtand, überließ ſich dem heftigſten, unausſprechlichſten Schmerze; ſie aß nicht, ſie trank nicht und weinte, weinte, weinte drei lange Tage und drei lange Nächte. Dies that die Mutter ohne Unterbrechung, während ſie beſtändig nach ihrem Kinde rief.
an derſelben Stelle, wo ihr Kind geſtorben war, ihre Augen
in Thränen gebadet und halb ohnmächtig vor Kummer ſo
empor, denn vor ihr ſtand das verlorne Kind. Es war ein
himmliſcher Engel geworden und lächelte ſo ſüß wie die
Unſchuld und war ſo ſchön wie die Seligen. In den Händen hielt es eine kleine Schale, die bis zum Ueberlaufen gefüllt war. Und das Kind ſprach:„O liebſte Mutter, weine nicht mehr um mich; der Trauer⸗Engel hat in dieſer Schale die Thränen geſammelt, welche Du um meinetwillen vergoſ⸗ ſen haſt. Wenn Du um meinetwillen nur noch eine Thräne vergießeſt, ſo wird die Schale überfließen und dann werde ich weder Ruhe in dem Grabe, noch Freude im Himmel finden. Deshalb, liebſte Mutter, weine nicht mehr um Deines Kindes willen, denn dasſelbe iſt wohl und glücklich und Engel ſind ſeine Gefährten.“ Dann verſchwand die Erſcheinung. Die Mutter aber vergoß von dieſem Augen⸗ blick an keine Thräne mehr, um nicht die Seligkeit ihres Kin⸗ des in dem Himmel zu ſtören. C.


