Jahrgang 
01-26 (1866)
Seite
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eerfall auf preußi⸗ dieſ, 7 ieſer Maßregel

enant dähnchen, es Feldmarſchall der Feſt Känig in der Nähe de er eine Reihe ate. Noch viele dand das Wirths⸗ ſſtaunt von Peter Kleinen Valentin wigem Kriege mit n, der aber in der agiſter Siebenbein eftimmle Zeit en⸗

zurſch. Peska überſetzt von

genhelle ſſelle,

dank Raſt Gaſt.

egangen,

rangen,

ch dreht und ſpaͤt!

le ſchließen, fließen; Mal,

nd fahl!

s Flehen,

gehen:

ruh'!

. Vierte Solge.

.

Frau Mutter, wollt der Tochter ſagen, Sie möcht' das Kreuz doch hierher tragen, Daß ich noch meinen Heiland ſeh,

Er ſtillt mir ja mein Todesweh.

Mühlknappen, ſchafft die Bahr' zur Stelle, Es ſtirbt der alte Mühlgeſelle

Bald ſteht des Herzens Mühlrad ſtill,

Das jetzt, ach, ewig raſten will!

Eh' man die graue Bahre brachte, Entſchlief der alte Müller ſachte Des Herzens Mühle pocht nicht mehr, Das Greiſenhaupt ſinkt todesſchwer.

Die Mühle lag in düſt'rer Ruhe,

Man legt' den Alten in die Truhe,

Zum Friedhof trug man ihn hinaus

Und gab ihm dort ſein letztes Haus. 4

Literariſche Briefe von Otto Banck.

Margarethe Fuller⸗Oſſoli. Ein amerika⸗ niſches Frauenbild von Erneſtine Caſtell. Berlin, bei Schlingemann. 1866.

Sie können gewiß nicht annehmen, daß ich ge⸗ neigt wäre, über die zahlreichen weiblichen Federn unſerer modernen Literatur ein zu günſtiges Urtheil auszuſprechen; man kann im Gegentheil ſelbſt bei den wenigen ihrer Producte, die überhaupt einer kritiſchen Prüfung werth ſcheinen, nicht vorſichtig genug ſein, da ſich in der Regel hinter äußerlich täuſchenden For⸗ men noch Hohlheit und Unberufenheit genug ergiebt.

Es tauchen aber trotzdem hier und da in der Culturgeſchichte unſerer Zeit weibliche Kräfte auf, deren Geiſt im großen Weltconcert der Ideen eine Stimme zu haben verdient, indem ſie ſowohl durch Intelligenz, als durch Charaktergröße die Beachtung der Mitlebenden herausfordern und zum Wohle der⸗ ſelben die fruchtbringenden Opfer eines ernſten Stre⸗ bens nicht geſcheut haben.

Zu dieſen Erſcheinungen gehört die leider zu früh verſtorbene Amerikanerin Margarethe Fuller: Sie war 1810 zu Cambridge⸗Port geboren, lebte an ver⸗ ſchiedenen Orten Amerikas als Lehrerin der Jugend und als Schriftſtellerin, und nachdem ſie endlich Eu⸗ ropa bereiſt und ſich in Italien verheirathet hatte, kam ſie ſchon in ihrem vierzigſten Lebensjahre auf der Heimfahrt angeſichts der amerikaniſchen Küſte mit ihrem einzigen Kinde in einem unglücklichen Schiff⸗ bruch um. 3

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Im Leben dieſes ſeltenen Weibes. offenbart ſich eine Charaftererhabenheit, eine Reſignation und ein Thatendrang, ſtets geeint mit ſo viel Idealität und ſittlicher Hoheit, daß man nicht weiß, ob man dieſe Eigenſchaften oder die ſeltene geiſtige durch gründliche Kenntniſſe gehobene Begabung mehr bewundern ſoll. Sie hat für die Converſation ihres Landes ein leuch⸗ tendes Beiſpiel hingeſtellt, wie es vorher in Amerika noch nicht da war und leider nach ihr wohl ſchwerlich eine nennenswerthe Nacheiferung gefunden hat. Den⸗ noch aber kann dieſer Same, wie alles Edle, nur zum Segen ausgeſtreut ſein und es wird nicht fehlen, daß er hier und da Früchte trägt und den Richtungen rein materialiſtiſcher Intereſſen ein moraliſches Gegen⸗ gewicht darbietet. Das ideale Princip in den rohen, wenn auch pecuniär blühenden Materialismus hinein⸗ zutragen, war auch in ſofern das eifrige Bemühen der Fuller, als ſie ihren Landsleuten die Fundgruben der europäiſchen und ganz ſpeciell der deutſchen Li⸗ teratur und Poeſie zu eröffnen ſuchte und durch Ueberſetzungen und Auslegungen nach dieſer ethiſch⸗ culturhiſtoriſchen Seite hin wirkte.

Was dieſe Heldin der Intelligenz an eigenen Schriften Bedeutungsvolles für ihre Nation hinter⸗ laſſen hat, geht aus den vorliegenden Nachrichten über ihr Leben nicht umfaſſend hervor. An Thätig⸗ keit hat ſie es auch in dieſem Gebiete nicht fehlen laſſen. Die mitgetheilten Erinnerungen über ihre erſte Jugend ſind eine überaus feine, pſychologiſch tieffinnige Arbeit der Fuller. Ihre Urtheile über Zeitgenoſſen und Werke der Production und Philo⸗ ſophie ſind höchſt gedankenreich, ſcharf und treffen den Gegenſtand, ohne polemiſcher Natur zu ſein, poſitiv bis in die Wurzeln.

Ihre Briefe aus Europa, zum Theil an den Philoſophen Emerſon und an andere Perſonen von Gewicht gerichtet, bieten einen wahren Schatz leben⸗ digen liebenswürdigen Kriteriums dar. Beſonders ſpricht ſie ſich über zwei geniale Kräfte, die immer im Mittelpunkte europäiſcher Theilnahme ſtehen bleiben werden und wovon die erſte jetzt viel von ſich reden macht, ſehr intereſſant aus. Es ſind Carlyle und die George Sand. Ich will hier beide Urtheile, da ſie eine weſentliche Beſpiegelung der betreffenden Cha⸗ raktere ſind, folgen laſſen.

Von den Leuten, welche ich in London geſehen habe, ſagt ſie in ihrem Briefe an Emerſon,werden Sie zuerſt von Carlyle zu hören wünſchen. Herr Carlyle beſuchte mich und beſtimmte dabei einen Tag, den wir in ſeinem Hauſe verleben ſollten. Jenes erſte Mal war ich ganz entzückt von ihm. Er war

bei ſehr angenehmem Humor, voll von Witz und Pa⸗